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Stormarn Musikfest auf dem Kirchberg
Lokales Stormarn Musikfest auf dem Kirchberg
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13:12 25.06.2019
Maimouna (links) und Kaja begeisterten als Gefängnisratten aus dem Musical "Paulus". Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

„Gestatten, wir sind Gefängnisratten“ schallte es über den Kirchberg vor der Peter-Paul-Kirche und eine ganze Reihe von Kindern, sowie ein paar Erwachsene hatten sich zu einer Polonaise eingereiht. Auch Pastor Hagge, der zuvor durch den Nachmittag geführt und sich diese Zugabe aus dem „Paulus“-Musical gewünscht hatte, marschierte eifrig mit. Damit war das 25. Musikfest schon fast zu Ende. Zuvor hatten die zahlreichen Besucher ein buntes Potpourri an Darbietungen genießen können.

Singschule lud zum Mitmachen ein

Mit „Wir sind eingeladen zum Leben“ und „Ich hab´ Hände“ forderten die 21 Kinder der Singschule und ihr Leiter Henning Münther die Besucher zum Mitmachen auf. Das klappt an sich schnell und gut – nur mit dem Kanon-Singen des Publikums war Münther selbst beim zweiten Versuch noch nicht wirklich zufrieden. Großes Lob gab es dagegen an die Sechs- und Siebenjährigen, die sich zum ersten Mal an einen Soloauftritt gewagt hatten. Madita und Tado teilten sich die Strophen des „Liedes über mich“, Lina, Flora und Lionelle trugen die „Moorhexe“ vor.  

Zum 25. Mal hatte die Ev. luth. Kirchengemeinde Bad Oldesloe zu ihrem traditionellen Musikfest eingeladen. Wie jedes Jahr folgten auch diesmal viele diesem Ruf und erfreuten sich an dem Programm.

Gesetztere Töne kamen im Anschluss vom Posaunenchor und den Jungbläsern unter der Leitung von Marc Ivemeyer. Auch hier mischte Tado mit. Der siebenjährige Oldesloer überzeugte bei einem maritimen Stück auf der Taschentrompete.

Pfand zur Müllvermeidung gut angenommen

Bei Kaffee, Tee, Kuchen, Torten, Cocktails und reichlich Popcorn konnten die Besucher die Darbietungen genießen. Erstmals wurde dabei für Tasse, Teller und Besteck Pfand genommen, wenn man sein eigenes nicht mitgebracht hatte. Tatsächlich hatten einige Besucher – wie gewünscht – ihr eigenes Geschirr dabei - so auch Pastor Hagge, der begeistert seinen Becher von der Universität Tübingen, an der er einst studiert hatte, hochhielt. Die anderen zahlten bereitwillig Pfand und spendeten diesen größtenteils sogar. „Da gab es überhaupt kein Murren“, freuten sich die „Freunde der Kirchenmusik e. V.“, die sich für das Kuchenbuffet verantwortlich zeigten. Viel zu tun hatten auch die drei Mitarbeiter von „JiMs Bar“, die drei unterschiedliche alkoholfreie Cocktails mixten. Noch vor Ende der Veranstaltung war der Stand ausverkauft.

Buntes Rahmenprogramm

Ein buntes Rahmenprogramm bot die Evangelische Kirchjugend mit dem Kinderschminken, sowie das Elefanto-Spielmobil des Kinderschutzbundes. Der 2 1/2-jährigen Agatha hatte es besonders das mobile Rohrsystem angetan. Sie war mit Mutter und Schwester zum ersten Mal auf dem Musikfest. Die Zwillinge Pauline und Anton (7) indes waren mit ihren Großeltern da, die verrieten: „Wir kommen schon viele Jahre her, früher mit unserer Tochter, jetzt mit den Enkeln – es ist einfach immer wieder schön!“   

Ratten mit Zugabe

Das Highlight des Nachmittags war schließlich der Kinder- und Teens-Chor, der Auszüge aus dem Musical „Paulus“ zum Besten gab. Saulus (zum Leben erweckt von Felix Schutt) hatte dabei zunächst als Christenverfolger die „Licence to kill“, wandelte sich dann aber zum freien Christen Paulus, der sich dem Glauben Gottes anschloss. Auch dabei hatten viele der Chormitglieder Soloauftritte. Besonderen Eindruck aber hinterließen Kaja und Maimouna, die im Rattenkostüm auftraten. „Toll!“, sprach Pastor Hagge allen Anwesenden aus der Seele.

Väter-Chor mit einmaligem Auftritt

Mit „Lollipop“ und „Veronika, der Lenz ist da“ stand im Anschluss der aus nur elf Männern spontan zusammengestellte Väter- und Großväter-Chor auf der Bühne. Trotz viel Applaus wird jedoch wohl auch diesmal kein beständiger Chor daraus entstehen.

Zum Abschluss bot „Tutti“ der Zauberer aus Flensburg ein magisches und mitreißendes Programm für groß und klein. Als er sich als Assistenten Tado auf die Bühne holte, war das Publikum vor Begeisterung kaum zu bremsen, denn der Siebenjährige integrierte sich so enthusiastisch in die Show, das er damit Tutti schon fast die Show stahl. Ein richtiges kleines Naturtalent, von dem wir sicher auch beim nächsten Musikfest wieder hören werden.

Sandra Freundt

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