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Stormarn 42-Jähriger stirbt nach Unfall auf der A1 bei Bad Oldesloe
Lokales Stormarn 42-Jähriger stirbt nach Unfall auf der A1 bei Bad Oldesloe
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16:20 16.04.2015
Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb der Mann noch am Unfallort. Quelle: jeb
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Bad Oldesloe

Der 42-jährige Ahrensburger fuhr gegen 19.40 Uhr mit seinem Mercedes SLK 230 auf der dreispurigen Autobahn in Richtung Lübeck, wie die Polizei mitteilte. Er befuhr den mittleren Fahrstreifen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr eine 23-jährige Pansdorferin (Kreis Ostholstein) mit ihrem Mini Cooper auf dem linken Fahrtstreifen in Richtung Lübeck. Auf dem Beifahrersitz saß eine 19-jährige Frau aus Neustadt (Kreis Ostholstein).

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen überholte der 42-Jährige die beiden jungen Frauen, kurz hinter der Anschlussstelle Bad Oldesloe, verkehrswidrig rechts.

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Ein 42-Jähriger ist am Mittwochabend beim einem Verkehrsunfall auf der A 1 ums Leben gekommen.

Der Mercedes Sportwagen geriet aus unbekannten Gründen ins Schleudern, krachte in die mittlere Schutzplanke und prallte von da zurück über alle Fahrstreifen. Dann raste er mehr oder weniger ungebremst in den Sattelauflieger eines 43-jährigen Polen und blieb schließlich an der rechten Schutzplanke stehen.

Der Ahrensburger war in dem völlig deformierten Wagen eingeklemmt. Ein Notärztin, die zufällig an der Einsatzstelle vorbeikam und eine Beamtin der Autobahnpolizei Bad Oldesloe, die ausgebildete Rettungsassistentin ist, leisteten Erste Hilfe und zogen den schwer verletzten Fahrer aus dem Fahrzeugwrack. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen starb der Mann noch am Unfallort.

Inzwischen war auch der Rettungshubschrauber Christoph 12 am Unfallort eingetroffen. Die Integrierte Regionalleitstelle Süd in Bad Oldesloe hatte einen Rettungswagen aus Bad Oldesloe und den Notarzt aus der Kreisstadt alarmiert, gleichzeitig aber auch einen Rettungswagen, der am Kreuz Bargteheide auf die Autobahn gefahren war, weil es unterschiedliche Angaben zum Unfallort gegeben hatte. Ein Autofahrer war sich sicher, gerade das Kreuz Bargteheide passiert zu haben, ein anderer war sicher, kurz hinter Bad Oldesloe zu sein.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Oldesloe, die auch vor Ort war, musste zunächst nicht tätig werden, wie Ortswehrführer Kai-Uwe Gatermann bestätigte. Allerdings blieb die Besatzung des Rüstwagens an der Einsatzstelle zurück, um später den Bereich auszuleuchten. Ein Unfallsachverständiger der DEKRA war angefordert worden, um den genauen Hergang zu rekonstruieren.

Da die A1 in Richtung Norden voll gesperrt war, bildete sich ein Rückstau über wenige Kilometer. Eine Streifenwagenbesatzung leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Bad Oldesloe ab. Die Fahrzeuge von der Unfallstelle bis zur AS Bad Oldesloe wurden zur Auffahrt der Autobahnmeisterei zurückgeführt. Um 23.23 Uhr waren die Arbeiten erledigt und die Autobahn wurde wieder freigegeben. Bei dem Unfall entstand nach Polizeiangaben ein Sachschaden von etwa 12.000 Euro.    

jeb