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Stormarn 6. Mai 2018
Lokales Stormarn 6. Mai 2018
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19:10 27.03.2018
Reinfeld

„Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ Diesen Leitspruch Willy Brandts hat sich die Reinfelder SPD auf die Fahnen geschrieben. „Unsere Stadt wollen wir gemeinsam gestalten. Das steht bei uns ganz oben. Die SPD wird deshalb auch ihre Initiative ,Reinfeld – zehn Jahre weiter‘ vorantreiben“, sagt der Ortsvereinsvorsitzender Dr. Stefan Weber. Mit Informations- und Diskussionsveranstaltungen wolle die Partei eine breite Beteiligung der Bürger sicherstellen, um die Stadt gemeinsam in die Zukunft zu führen.

Die Reinfelder SPD hat ihr Kommunalwahlprogramm beschlossen und die zehn Direktkandidaten aufgestellt. Zentrale Themen sind Naherholung, Klimaschutz und Verkehr. Auch für die Aufwertung der Innenstadt möchten sich die Genossen stark machen – inklusive freiem Internet.

„Im Vorfeld zur Entwicklung des Wahlprogramms haben wir Interviews mit 25 Gesprächspartnern aus Reinfeld geführt. Das waren intensive Interviews, die unsere Perspektiven erweitert haben“, so Weber.

Die befragten Männer und Frauen seien aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen gekommen. „Wir haben uns zum Beispiel mit Vereinsmitgliedern, Geschäftsleuten aus der Paul-von-Schönaich-Straße und Bewohnern aus dem Claudiushof zusammengesetzt, die haben uns speziell ihre Sorgen, Wünsche und Ideen geschildert“, so Jochen Gehrke. Anschließend hätten sich die Genossen überlegt, was man davon umsetzen könne. Das Wahlprogramm der SPD Reinfeld sei durch die Kommunikation mit den Reinfeldern auch maßgeblich beeinflusst worden.

Ein wichtiger Punkt sei die Lebensqualität für die Menschen in Reinfeld. „Neben der hervorragenden Verkehrsanbindung zwischen Lübeck und Hamburg ist die idyllische Lage unserer Stadt, umgeben von Gewässern und Wald, bemerkenswert. Diese Stärke wollen wir erhalten und weiter entwickeln – durch konsequenten Schutz der Natur und verbesserte Möglichkeiten zur Naherholung“, so der Ortsvereinsvorsitzende. Künftige Baumaßnahmen sollten deshalb gründlich und kritisch überprüft werden.

Klimaschutz dürfe kein Lippenbekenntnis bleiben. „Wir wollen für Reinfeld eine zukunftsfähige Stromversorgung, eine ökonomische und leistungsfähige Wärmeversorgung und eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Diese Themen müssen bei jeder Entwicklungsmaßnahme auf den Tisch“, so die Parteimitglieder.

Ein weiterer Punkt im SPD-Wahlprogramm ist Verkehr: „Vor allem die Situation von Fußgängern und Radfahrern möchten wir deutlich verbessern und Lücken schließen, wie etwa zwischen Kalkgraben und Voßfelder Straße. Wir möchten unsere Stadt so gestalten, dass die Reinfelder häufiger ihr Auto stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen“, so Weber. Auch Tempo-30- Zonen sowie Spielstraßen sollen ausgeweitet werden. „Außerdem sind wir für Geschwindigkeitsbeschränkungen an Ortseinfahrten sowie auf der B 75 und A 1 in der Umgebung von Reinfeld.“

Die Innenstadt sei nicht nur ein Einkaufszentrum, sondern auch ein schöner Aufenthaltsort. „Diesen wollen wir aufwerten durch freies Internet vom Teich bis zum Bahnhof“, sagt der 44-jährige Versicherungsmathematik-Professor. Außerdem denke man an eine Art Treffpunkt mit Sofalandschaft und Flächen für Büchertausch. „Wir wollen insgesamt die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessern. Das ist eine Initiative, die wollen wir demnächst angehen und schauen, wie man die umsetzen kann“, verspricht Weber. Mit integriert werden in das Innenstadtkonzept der SPD soll auch der Neuhöfer Park. „Wir haben uns überlegt, dass man dort eine Art Bühne baut, die man auch als Boulebahn oder für Veranstaltungen nutzen kann.“

Die Direktkandidaten

Der SPD-Ortsverein Reinfeld hat seine Kandidaten für die Kommunalwahl am 6. Mai aufgestellt. Die Genossen wählten Rolf-Jürgen Hanf auf Listenplatz 1. Dem amtierenden Fraktionsvorsitzenden folgen Gerd Herrmann, Dr. Monika Poppe, Lasse Karnatz, Heike Sobik, Norbert Hintze, Evelin Brose, Markus Rodemann, Ulrich Overwin und Heinz Hartmann. Letzterer ist auch Kreistagskandidat.

Ortsvereinsvorsitzender Stefan Weber freut sich, dass er mit so einer engagierten Mannschaft antreten kann.

Britta Matzen