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Stormarn 64-Jähriger von Lkw in Wesenberg getötet: Polizei findet Fahrer
Lokales Stormarn 64-Jähriger von Lkw in Wesenberg getötet: Polizei findet Fahrer
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10:41 06.11.2019
Ermittlungserfolg der Polizei: In Schweden konnte der Lkw-Fahrer ermittelt werden, der am Freitag einen 64-Jährigen an einer Tankstelle in Wesenberg überrollt hatte. Quelle: Agentur 54°
Wesenberg

Ermittlungserfolg der Polizei: Am vergangenen Freitag wurde ein 64-jähriger Lübecker auf einem Tankstellengelände von einem Lkw überrollt und erlag seinen tödlichen Verletzungen. Der Fahrer des Lkw, der nach dem Unfall seine Fahrt unbehelligt fortgesetzt hatte, konnte nun von der Polizei ermittelt werden.

Lkw-Fahrer wurde in Schweden gefunden

„Es waren sehr aufwendige Ermittlungen“, sagt Sandra Kilian, Pressesprecherin der Polizei Ratzeburg. Zunächst war nur bekannt, dass es sich um einen weißen Lkw der Marke MAN mit polnischem Kennzeichen gehandelt hatte. Die Auswertung der Videoüberwachungskameras, die das Geschehen auf dem Tankstellengelände aufgezeichnet hatten, brachte der Polizei wichtige Hinweise zu dem Fahrer. „Das Kennzeichen des Lkw konnten wir darauf zwar nicht erkennen, aber die Aufschrift auf dem Sattelzug.“

Mit diesen Informationen und der Annahme, dass sich der Fahrer gegebenenfalls auf den Weg nach Schweden gemacht und somit auf der Fähre sein könnte, wurde die schwedische Polizei informiert. „Die Kollegen in Schweden konnten den Lkw dann tatsächlich auf der Fähre finden und haben ihn in Malmö erwischt. Länderübergreifende Ermittlungen sind immer sehr schwierig. Deswegen freuen wir uns über den Ermittlungserfolg“, sagt Kilian.

Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Gegebenenfalls kommt auch noch der Tatbestand des unerlaubten Entfernens vom Unfallort dazu. „Aber nun muss erst einmal geguckt werden, ob der Fahrer überhaupt etwas von dem Unfall mitbekommen hat. Deswegen war ja schon am Freitag ein Gutachter vor Ort, der die Unfallstelle untersucht hat.“

Beim Vorwurf der fahrlässigen Tötung kann eine Höchststrafe bis zu fünf Jahre Haft verhängt werden. „Häufig kommt es in solchen Fällen aber auch zu einer Geldstrafe. Es handelt sich dabei oft um Fehler, die jeder mal macht, aber eben fatale Folgen haben“, erklärt Staatsanwalt Christian Braunwarth. „Wenn er sich bewusst vom Unfallort entfernt haben sollte, wird die Strafe natürlich höher.“

Von Hannes Lintschnig

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