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Stormarn Ärger um neuen Funkturm in Badendorf
Lokales Stormarn Ärger um neuen Funkturm in Badendorf
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18:00 17.02.2020
Der neue Funkturm von Badendorf steht direkt an der Hauptstraße gegenüber vom neuen Baugebiet Mitteltor. Die Gemeinde hätte den Mast lieber an der A 20 gesehen. Quelle: Britta Matzen
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Badendorf

Die Deutsche Funkturm GmbH, eine Tochtergesellschaft der Telekom, hat in Badendorf in die Mobilfunkversorgung investiert. Kurz vor dem Ortseingang, schräg gegenüber vom geplanten Neubaugebiet Mitteltor, wurde in den vergangenen Tagen ein 45 Meter hoher Antennenträger errichtet. „Die Firma hat uns mehr oder weniger erpresst, damit sie den Mast dahin bauen darf“, sagt Bürgermeister Volker Brockmann. Die Deutsche Funkturm habe vom Bund eine Genehmigung, dass sie die Funktürme errichten dürfe. „Die Pläne werden auch rigoros durchgesetzt“, hat Brockmann feststellen müssen.

Klein Wesenberg weiter im Funkloch

Handyempfang in Klein Wesenberg? Fehlanzeige! Die Nordstormarner Gemeinde hat zwar einen neuen Funkturm, aber der sendet nicht. Seit 2003 kämpft Bürgermeister Herbert David für besseren Mobilfunkempfang. Im Mai 2019 wurde nach langem Hin und Her endlich ein Funkturm errichtet. Im Sommer 2019 stellte die Telekom eine Inbetriebnahme für Oktober/November 2019 in Aussicht. „Es fehlen unter anderem noch die Richtfunkanbindung und die aktive Systemtechnik“, hieß es damals aus der Pressestelle.

Nun sind wieder Monate ins Land gezogen. Wann kommen die Klein Wesenberger endlich raus aus ihrem Funkloch? „Klein Wesenberg ist leider noch immer nicht in Betrieb, da es Lieferengpässe bei Einzelkomponenten gibt. Laut Technik ist als neues Datum für die Inbetriebnahme der April 2020 geplant“, heißt es seitens der Telekom.

Funkmast: Sorge vor Gesundheitsgefährdung

Im Februar 2018 ist die Telekom-Tochter auf die Gemeindevertretung zugekommen. Einen Monat später gab es einen ersten Ortstermin. Doch die Badendorfer waren längst nicht alle begeistert. „Anfangs hat sich die Gemeinde gegen den Funkturm gewehrt, da die Stimmung im Dorf geteilt war“, erinnert sich der Bürgermeister. Während die einen den Funkmast wegen der besseren Netzabdeckung begrüßten, hätten die anderen Sorge geäußert wegen möglicher gesundheitlicher Schäden durch die Strahlen. Die Bürger im Neubaugebiet Mitteltor bekämen den Mast schließlich direkt vor die Nase gesetzt. Das verschandele auch die Landschaft.

„Wir haben deshalb darauf hingewiesen, dass es an der Autobahn noch genügend Restflächen vom A-20-Bau gibt, wo sie den Turm hätten hinstellen können“, sagt Brockmann. Die zerschnittenen Flächen links und rechts der Autobahn gehörten schließlich alle dem Bund. Wie der Landesbetrieb Straßenbau der Gemeinde mitteilte, stehe die angedachte Ausweichfläche an der A 20 jedoch nicht zur Verfügung, da sie als Ausgleichsfläche für den Autobahnbau ausgewiesen sei.

280 Euro Pacht im Monat

„Tja, und wenn die Gemeinde kein Land gibt, dann gehen sie eben zum Nachbarn“, beschreibt Brockmann das Prozedere. In diesem Fall sei ein Landwirt von der Deutschen Funkturm GmbH angesprochen worden, dem ein Acker gehöre, der gegenüber vom Gemeindegrundstück liege und genau an das Neubaubaugebiet angrenze. „280 Euro Pacht sollte er im Monat für die Bereitstellung der Fläche bekommen.“ Da habe sich die Gemeindevertretung letztlich doch noch umentschieden und den Bürgermeister beauftragt, einen Pachtvertrag mit der Deutschen Funkturm abzuschließen. „Sonst wäre der Mast direkt vor dem Neubaugebiet errichtet worden und die Gemeinde hätte keinen Gewinn daraus gezogen“, sagt der Bürgermeister.

Die Häuslebauer lassen sich vom Funkturm anscheinend nicht abschrecken. „Die Grundstücke sind fast alle zugesagt und unterschrieben. Der Rest folgt in den nächsten Tagen“, sagt Volker Brockmann. Außerdem hätten sie eine lange Warteliste, falls doch noch jemand abspringen sollte. Mittlerweile sind auch die ersten Bagger im Baugebiet Mitteltor angerollt. Das Rückhaltebecken wurde ausgehoben, Regenwasserleitungen wurden gelegt.

Inbetriebnahme für September 2020 vorgesehen

Laut Auskunft der Deutschen Telekom ist die Inbetriebnahme des Funkturmes Badendorf für September 2020 geplant. „Dieser Standort zählt zu unserer Lizenzverpflichtung, alle Bundesautobahnen bis Ende 2022 mit mindestens 100 Mbit/s zu versorgen“, teilt Pressesprecher George-Stephen McKinney mit. Zudem werde damit die Versorgung zwischen dem Standort in Todendorf und dem in Tremsbüttel ergänzt. Ein kleiner Bruder des Badendorfer Funkturms steht seit Kurzem in Heilshoop an der A 20.

Von Britta Matzen

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