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Stormarn Als Bad Oldesloe noch so wichtig war wie heute Berlin
Lokales Stormarn Als Bad Oldesloe noch so wichtig war wie heute Berlin
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20:28 10.02.2014
Von links: Wilhelm Hegermann, Norbert Fischer, Initiatorin Sigrid Kuhlwein, Jörg Schumacher von der Sparkassen-Stiftung. Quelle: hfr
Bad Oldesloe

15 Jahre mussten vergehen, ehe der Kreis Stormarn nun auf Initiative von Sigrid Kuhlwein aus Ammersbek die Kultur- und Geschichtstage wieder aufleben lässt.

Das Thema lautet „Spurensuche DänemarkStormarn“. Ab 1. März stehen bis Ende Mai rund 20 Veranstaltungen zwischen Bad Oldesloe und Reinbek auf dem Programm. Darunter sind historische und kulturhistorische Vorträge, Lesungen, Konzerte und Malworkshops für Kinder, Rundgänge, eine Ausstellung und eine Tagung der Universitäten Kiel und Hamburg sowie einige Filme. Unterstützt wird der Kreis von der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn und der Arbeitsgemeinschaft „Stormarn kulturell stärken“.

„Uns ist es gelungen, mit vielen Kooperationspartnern ein attraktives Programm zu gestalten“, sagt Wilhelm Hegermann vom Kreis. Er vertrat bei der Vorstellung die Kreiskulturreferentin und werdende Mutter Tanja Lütje. „Wir hoffen, dass nun Konituität in die Veranstaltung kommt und wir nicht wieder 15 Jahre warten müssen.“

Nicht nur durch die Beltquerung wachse Schleswig-Holstein immer mehr mit Skandinavien zusammen, erklärt Sigrid Kuhlwein zur Auswahl des Themas. „Da wollten wir mal gucken, was Stormarn mit Dänemark zu tun hat.“ Und das ist eine ganze Menge, schließlich stand die Region mal unter dänischer Vorherrschaft. Erst 1864 wurde diese beendet.

Unter anderem durch die historischen Vorträge werde gut vermittelt, wie sich Stormarn seitdem entwickelt habe, sagt Sigrid Kuhlwein. In der Schule werde gar nicht vermittelt, wie prägend die Dänen hier vor Ort waren, ergänzt Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung.

„Es gibt dabei viele spannende Dinge zu entdecken“, sagt der Hamburger Geschichtsprofessor Norbert Fischer, der dem Kreis Stormarn seit Jahren eng verbunden ist. Zum Beispiel sei Bad Oldesloe damals in seiner Blütezeit Zielpunkt königlicher Reisen gewesen. Fischer: „Es gab hier Staatsempfänge, Oldesloe hatte den Stellenwert wie heute Berlin.“ Darum geht es unter anderem in einem Vortrag der Oldesloer Stadtarchivarin Dr. Sylvina Zander am Mittwoch, 9. April.

Stummer Zeuge dieser dänischen Zeit in Stormarn ist unter anderem das Historische Rathaus in Bad Oldesloe, das nach dem großen Stadtbrand 1798 von dem dänischen Architekten Christian Frederik Hansen erbaut wurde. Darauf wird der ehemalige Kreisbaudirektor Burkhard von Hennigs in zwei Veranstaltungen am 22. Mai und 25. Mai eingehen.

In weiteren Vorträgen geht es auch um Schloss Tremsbüttel, das der damalige dänische Amtmann Christian Graf zu Stolberg mit seiner Frau Luise (geborene Gräfin von Reventlow) zum Treffpunkt großer Literaten machte. „Und Trittau war zu der Zeit ein national bekanntes Kulturzentrum“, berichtet Norbert Fischer. „Einiges war bislang so nicht bekannt und wird sogar Historiker überraschen.“

Stiftung und Kreis zahlen
Im Jahr 1996 war die Premiere für die Stormarner Kultur- und Geschichtstage. Dabei ging es um die Nachkriegszeit und Stormarns Weg in die Moderne. Schon damals war Professor Norbert Fischer maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. Die zweite Auflage folgte 1999 mit dem Thema 60er und 70 Jahre. Anschließend verebbten die Bemühungen unter anderem durch die Krankheit des damaligen Kreiskulturreferenten Dr. Johannes Spallek sowie die Zurückhaltung der Sparkassen-Kulturstiftung. Diese gibt jetzt rund 7000 Euro dazu, der Kreis hat 10 000 Euro bereitgestelt.

Markus Carstens

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