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Stormarn Amtsträger bekommt im letzten Moment Konkurrenz
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20:15 24.04.2014
Wollen beide Bürgermeister werden: Horst Ansén (SPD, l.) und sein Herausforderer Lars Theinert (unabhängig). Quelle: jpm
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Ammersbek

Um das Bürgermeisteramt in Ammersbek bewerben sich zwei Kandidaten: Im letzten Moment wurde auch die Kandidatur von Lars Theinert (unabhängig) zugelassen. Bis dahin hatte Amtsinhaber Horst Ansén (SPD) vor allem gegen sich selber antreten müssen. Gegen ihn war in Ammersbek massiv Stimmung gemacht worden, weil Ansén den beliebten Leiter einer Kindertagesstätte nicht weiter in dieser Funktion sehen möchte. Mit dieser Einschätzung sind viele Eltern nicht zufrieden.

Weil Ansén anfangs der einzige Bürgermeisterkandidat war, hatte die CDU, die keinen eigenen Kandidaten stellt, die Wähler zu einer Nein-Wahl aufgerufen. Wenn die Wähler dem Amtsinhaber ausdrücklich nicht ihre Stimme geben, hätte die Gemeindevertretung einen neuen Bürgermeister wählen können.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Ammersbek (UWA) lehnte die Nein-Kampagne entschieden ab. „Unsere Aufgabe sollte die negative Beeinflussung der Wähler gegen Horst Ansén sein“, heißt es in einer Stellungnahme der UWA, „dieses Vorgehen lehnten wir kategorisch ab. Jetzt hat ein anderer Bewerber seine Kandidatur eingereicht, und wir freuen uns auf einen fairen Wahlkampf.“

Auch die SPD lehnt eine Abwahl ab: „Klar ist, dass sich die SPD Ammersbek keinesfalls an einer Nein-Kampagne zur Bürgermeisterwahl beteiligen wird“, stellt Ortsvorsitzende Rita Thönnes in einer öffentlichen Stellungnahme fest. „Die Aktion, wie die vor kurzem aufgetauchten Aufkleber, die zur Abwahl des Bürgermeisters aufrufen, wird von uns verurteilt. Das ist keine Form der sachlichen Auseinandersetzung und für uns absolut inakzeptabel.“ Im Gegenteil, die Partei steht hinter Ansén. „Es gibt einen Mehrheits-Beschluss der Mitgliederversammlung der SPD, dass ich als Kandidat unterstützt werde“, betont Ansén. „Im Wahlkampf habe ich die Bürger als Ansprechpartner und werbe um Zustimmung. Unter anderem dadurch, dass ich die Tagesgeschäfte vernünftig erledige. Ich bin Bürgermeister und möchte gerne auch die nächsten sechs Jahre Bürgermeister sein.“

Auch Lars Theinert distanziert sich von einer Abwahl. „Die Nein-Kampagne empfinde ich als Frechheit“, erklärt der 45-jährige Karosseriebauer, der bei einem Physiker angestellt ist und seit 2007 in Ammersbek wohnt. „Damit wollen die Parteien ohne eigenen Kandidaten erreichen, dass der Bürger bei der Wahl übergangen wird.“ Er habe sich beworben, weil er nach der umstrittenen Sitzung zum Kita-Leiter gedacht habe, dass ein Bürgermeister anders mit den Bürgern umgehen müsse. „Entscheidungen müssen transparent sein“, findet der Vater von drei Kindern. Sich selber beschreibt er als teamfähig und kompromissfähig. „Ich kann mich in komplexe Vorgänge gut einarbeiten.“ Theinert saß bis 2009 für die Grünen im Umweltausschuss, will aber jetzt aus der Partei austreten. „Ein Bürgermeister sollte unabhängig sein“, sagt er. Demnächst sollen sich beide Kandidaten bei einer Veranstaltung im Bürgerverein vorstellen.

Auch BILL distanziert sich
Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Lottbek“, kurz BILL genannt, distanziert sich von einer Abwahl Anséns. Die CDU habe mit der Nein-Kampagne die Bürgermeisterwahl von den Bürgern auf die 21 Gemeindevertreter verlagern wollen, heißt es auf der Internetseite der Initiative. „Diesen undemokratischen Plan hat nun der zweite Kandidat verhindert, dafür dankt ihm BILL“, heißt es weiter.
BILL will Bürgermeister Ansén unterstützen.

Bettina Albrod

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