Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Arbeitslosenquote sinkt im Kreis Stormarn
Lokales Stormarn Arbeitslosenquote sinkt im Kreis Stormarn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:35 01.03.2019
4018 arbeitslose Menschen gibt es im Kreis Stormarn. 97 weniger als im Januar. Quelle: dpa
Bad Oldesloe

Die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Stormarn hat im Februar abgenommen und beträgt jetzt 4018. Dies sind 97 weniger als im Vormonat.

In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegenüber Januar um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 3,1 Prozent. Das ist die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Monat Februar im Kreis Stormarn seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997. Vor einem Jahr waren im Februar noch 4370 Menschen und damit 352 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 3,4 Prozent.

Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn wieder gesunken

„Nach dem saisonüblichen Anstieg zum Jahreswechsel ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn wieder gesunken. Im Februar haben sich weniger Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet und wieder mehr eine Beschäftigung aufgenommen als noch im Vormonat. Die Unternehmen im Kreis sind unverändert auf der Suche nach Mitarbeitern, was der Stellenbestand zeigt. Mit aktuell 2118 gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen liegt die Zahl auf einem Höchstwert für einen Monat Februar“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten. „Die Arbeitslosigkeit liegt weiter deutlich unter dem Vorjahreswert, und besonders erfreulich ist, dass alle Personengruppen von dieser Entwicklung profitiert haben. So waren gegenüber Februar 2018 nicht nur weniger Jüngere ohne Beschäftigung, sondern ebenso weniger schwerbehinderte und ältere Arbeitsuchende sowie Langzeitarbeitslose.“

Besonders bei den arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren sei ein Rückgang festzustellen. „Ihre Zahl ist zum Vorjahr um 13,4 Prozent und damit von allen Personengruppen am deutlichsten gesunken. Zum Jahresbeginn melden sich aufgrund des Ausbildungsendes zwar regelmäßig mehr junge Menschen arbeitslos, ihre Zahl ist aber in diesem Jahr im Januar und Februar mit plus 42 geringer als in den Vorjahren gestiegen“, so Grote-Seifert. Und die Aussichten für die gerade mit ihrer Ausbildung fertig gewordenen Fachkräfte, die sich jetzt arbeitslos gemeldet haben, schnell auf dem Arbeitsmarkt einzumünden, schätzt die Agenturchefin als sehr gut ein: „Denn die Unternehmen suchen insbesondere ausgebildete Fachkräfte.“

Unterbeschäftigung

Von den derzeit 4018 arbeitslosen Menschen im Kreis Stormarn sind 478 Schutzsuchende, 17 weniger als im Vormonat. Insgesamt werden von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Stormarn aktuell 1.372 geflüchtete Menschen betreut. Der Großteil von ihnen besucht aber einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters und gilt damit nicht als arbeitslos.

Nicht als arbeitslos gezählt werden auch Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht. „Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Stormarn insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind“, erläutert die Agenturchefin: „Auch diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und liegt aktuell im Kreis Stormarn bei 5978. Dies sind 278 oder 4,4 Prozent weniger als im Februar des vergangenen Jahres.“

Betriebliche Ausbildung

Vor dem Hintergrund der bundesweiten „Woche der Ausbildung“ vom 11. bis 15. März wirbt auch die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe für die betriebliche Ausbildung. „Ich kann jungen Menschen nur empfehlen, ihren Fokus auf eine duale Ausbildung zu richten. Sie bietet berufliche Perspektiven und ist zudem der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Im vergangenen Jahr betrug die Arbeitslosenquote bei Menschen mit einer Berufsausbildung in lediglich 2,8 Prozent. Bei Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung lag sie bei 21,1 Prozent“, so Grote-Seifert.

 

Duales Studium beliebt

Mit einem Berufsabschluss stünden den jungen Leuten alle Wege offen, sich weiterzubilden und zu qualifizieren. „Anders als viele glauben, ist eine betriebliche Ausbildung gerade keine Sackgasse. Denn mit dem Berufsabschluss eröffnen sich vielfältige Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten“, sagt die Agenturchefin. Deshalb sei eine duale Ausbildung aus ihrer Sicht auch für Abiturienten oder Studienumsteiger interessant. „So besteht nach einer Ausbildung die Möglichkeit der Weiterbildung zum Meister, Techniker oder Betriebswirt, die den Aufstieg in Führungspositionen eröffnet. Oder man kombiniert gleich Ausbildung und Studium in einem Dualen Studiengang. Dieser Weg erfreut sich bei Abiturienten und Unternehmen zunehmender Beliebtheit.“

 

Aktuell sind der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe von Unternehmen bereits 827 Ausbildungsstellen für den kommenden Ausbildungsbeginn gemeldet worden, 89 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Um den für sich richtigen Ausbildungsweg zu finden, sollten sich die Jugendlichen jetzt an die Berufsberatung wenden. „Unsere Berufsberater helfen, sich in dem breiten Angebot von fast 330 Ausbildungsberufen zu orientieren und den Weg zu finden, der zu einem passt“, so Grote-Seifert.

 

Termine beim Berufsberater können über die kostenlose Service-Rufnummer 0 8004 5555 00 oder per Mail an badoldesloe.berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbart werden.

LN

Die Kreis-SPD ehrt mit der Auszeichnung Menschen, die sich in besonderer Weise für Frieden engagieren.

28.02.2019

Seit Hans-Peter Jansen im Dezember den Betrieb des „Cinema Paradiso“ im Kleinen Theater aufgegeben hat, gibt es kein Kino in der Stadt. Grund ist der fehlende Projektor. Auch der Vertrag mit dem neuen Träger steht noch aus.

28.02.2019

Es ist kompliziert mit der Hagenstraße in Bad Oldesloe. Klar ist derzeit nur, dass sie umgebaut werden soll als Auftakt für die Aufhübschung der gesamten Innenstadt.

28.02.2019