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Stormarn Vollbeschäftigung im Kreis Stormarn
Lokales Stormarn Vollbeschäftigung im Kreis Stormarn
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18:53 04.01.2019
Zufrieden mit der aktuellen Bilanz: Heike Grote-Seifert.   Quelle: foto: mC
Bad Oldesloe

Erstmals seit Erhebung der Arbeitslosendaten auf Kreisebene 1997 sinkt Quote unter drei Prozent. Die Zahl arbeitsloser Menschen hat im Kreis Stormarn im Dezember leicht abgenommen und beträgt jetzt 3816. Dies sind 17 weniger als im Vormonat. Der Rückgang hat ausgereicht, die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 2,9 Prozent sinken zu lassen.

Vor einem Jahr waren im Dezember noch 4176 Menschen und damit 360 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 3,3 Prozent. „Ich freue mich, dass in diesem Monat die Arbeitslosenquote unter drei Prozent gesunken ist. Damit können wir jetzt zum Ausklang des Jahres von Vollbeschäftigung im Kreis Stormarn sprechen. Volkswirte sehen diese grundsätzlich bei einer Arbeitslosenquote von unter drei Prozent als gegeben“, sagt Dr. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

„Schon die 3,0 Prozent im November waren für uns ein Highlight“, sagt Agentur-Sprecher Stefan Schröder, der genau nachgerechnet hat: 14 zusätzliche vermittelte Arbeitslose hätten gereicht, um die Quote auf 2,9 Prozent zu drücken. Am Ende waren es 17 Personen.

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„Der Dezember ist an sich ein Monat, in dem die Arbeitslosigkeit zunimmt, aber in diesem Jahr haben sich aufgrund des milden Winterbeginns bislang weniger Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus neu arbeitslos gemeldet und die Unternehmen halten sich derzeit insgesamt bei Fachkräften mit Entlassungen zurück. Darüber hinaus haben mehr Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sowie mehr Geflüchtete in Integrations- und Sprachkursen den Arbeitsmarkt entlastet.“

2155 Stellen noch frei

Die Unternehmen im Kreis Stormarn haben dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter im Dezember insgesamt 2155 sozialversicherungspflichtige Stellen als vakant gemeldet. Das sind 197 (minus 8,4 Prozent) weniger als im Vormonat, aber 113 mehr (plus 5,5 Prozent) als im Dezember vergangenen Jahres.

Die meisten neuen Mitarbeiter werden im Bereich Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, im verarbeitenden Gewerbe und der Arbeitnehmerüberlassung gesucht. Seit Jahresbeginn wurden vom Arbeitgeber-Service insgesamt 5540 sozialversicherungspflichtige Stellen betreut, 306 oder 5,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Von den derzeit 3816 arbeitslosen Menschen im Kreis Stormarn sind 480 Schutzsuchende, sieben weniger als im Vormonat. Insgesamt werden von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Stormarn aktuell 1378 geflüchtete Menschen betreut. Der Großteil von ihnen besucht aber einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters und gilt damit nicht als arbeitslos.

Was ist der Unterschied zur „Unterbeschäftigung“?

Nicht als arbeitslos gezählt werden auch Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

„Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Stormarn insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind“, erläutert die Agenturchefin: „Auch diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und liegt aktuell im Kreis Stormarn bei 5754. Dies sind 302 oder fünf Prozent weniger als im Dezember des vergangenen Jahres.“

Immer mehr offene Stellen

Der Bestand gemeldeter offener sozialversicherungspflichtiger Stellen im Kreis Stormarn ist im vergangenen Jahr mit durchschnittlich 2192 Stellen und damit gut zehn Prozent mehr als 2017 auf einen neuen Höchstwert gestiegen.

„Den Unternehmen fällt es immer schwerer, bei sinkender Arbeitslosigkeit neue geeignete Mitarbeiter zu finden. Sie suchen länger, um ihre Stellen zu besetzen. Daher steigt die Zahl der Stellen in unserem Bestand“, erklärt die Chefin der Arbeitsagentur.

Insbesondere bei den Fachkräften mache sich dies bemerkbar. „Für rund siebzig Prozent der Stellen werden ausgebildete Mitarbeiter gesucht. Insbesondere hier dauert es vor dem Hintergrund fehlender Fachkräfte länger, die Stellen zu besetzen“, so die Agenturchefin.

LN

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