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Stormarn Typisch im Winter: Mehr Arbeitslose in Stormarn
Lokales Stormarn Typisch im Winter: Mehr Arbeitslose in Stormarn
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15:28 31.01.2019
Regelmäßiger Anstieg der Arbeitslosenzahlen nach Jahreswechsel. Quelle: dpa
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Bad Oldesloe

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Stormarn ist im Januar leicht gestiegen – auf 3,2 Prozent. Das bedeutet, dass 4115 Menschen ohne Arbeit sind. Das sind 229 mehr als im Dezember. Eine Entwicklung, die allerdings nicht neu ist. Vielmehr ist es ein typischer Trend nach dem Jahreswechsel. Vor einem Jahr waren im Januar noch 4 455 Menschen und damit 340 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 3,5 Prozent.

Regelmäßiger Anstieg nach Jahreswechsel

Ein Anstieg, den die Agentur für Arbeit Bad Oldesloe regelmäßig nach dem Jahreswechsel registriert, teilte die Chefin Dr. Heike Grote-Seifert mit. „Die weiter kräftige Konjunktur und der zwar kalte, aber doch fast schneefreie Winter haben zu dem eher moderaten saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar geführt.“ Der Grund: saisonale Faktoren, Kündigungsfristen zum Quartalsende, befristete Arbeitsverträge. Darüber hinaus haben im Januar zahlreiche junge Menschen ihre Lehre abgeschlossen.

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Die Zahl der arbeitslosen Menschen erfasst allerdings nicht diejenigen, die an Weiterbildungen teilnehmen, arbeitssuchend gemeldet oder arbeitsunfähig erkrankt sind. Zudem wird ein Großteil der aktuell 1 367 geflüchteten, die durch die Agentur für Arbeit betreut werden, nicht als arbeitslos gezählt. Sie werden auf die Zahl der Arbeitslosen addiert und in der Statistik für Unterbeschäftigung erfasst.

Nicht alle arbeitslosen in Arbeitslosen-Statistik

Grote-Seifer: „Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Stormarn insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind.“ Aktuell sind 5 955 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 347 weniger als im Vorjahr und 255 im Vergleich zum Dezember.

Fabian Boerger