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Stormarn Auch Nachwuchsfahrer beherrschen schnelle Autos
Lokales Stormarn Auch Nachwuchsfahrer beherrschen schnelle Autos
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20:18 13.07.2013
Schalensitze, Fünfpunktgurte und Helm sind für Philip Boldt (vorne) und Gruppenleiter Toni Schwien Pflicht. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Bad Oldesloe

Aufheulende Motoren, quietschende Reifen und das Kribbeln im Bauch, wenn das Gaspedal nach unten und der Oberkörper bei rasanter Beschleunigung in den Sitz gedrückt wird: Der Motorsport hat nicht erst seit Michael und Ralf Schumacher seinen Reiz. Und nicht immer ist es die Formel I als höchste Motorsportklasse, die junge Fahrer zu Höchstleistungen anspornt. Doch wie fast überall gilt auch beim Motorsportclub Holstein (MSC) und beim Automobil- und Motorsportclub Stormarn (AMC) die Devise: Früh übt sich, wer einmal Meister werden will.

Daher setzen die Vereine auf eine intensive Jugendarbeit. In zwei Altersgruppen üben sich die jüngsten MSC-Vereinsmitglieder im Kartfahren, während die älteren Jugendlichen mit einem Dacia Logan die Piste des Traverings erkunden und für den ADAC-Youngster Cup trainieren. Wie gut die Jugendarbeit ist, zeigt die Tabellenliste. Unter den neun Landesbesten rangieren fünf Jugendliche vom MSC, die regelmäßig auf dem Travering mit den vereinseigenen Fahrzeugen trainieren.

Immer dienstags von 18 bis 20 Uhr gehört der Travering den Youngstern im MSC. 15 Jahre müssen sie wenigstens auf dem Buckel haben, um die für den Motorsport ausgerüsteten Fahrzeuge fahren zu dürfen.

Auch Philip Boldt aus Bad Bramstedt ist erst 15 Jahre alt, und doch ist er ganz oben in der Liste der besten ADAC-Youngsters des Landes zu finden. Aktuell belegt er den fünften Platz hinter seinen Vereinskollegen Carsten Finn aus Bargteheide (1.) und Nikolas Seffert aus Reinbek (3.). Ihm folgen dann noch Tobias Buck aus Barnitz (6.) und Torben Meyer aus Ahrensburg (8.).

Sicherheit wird bei den jungen Fahrern besonders groß geschrieben. Besondere Schalensitze, spezielle Fünfpunkt-Sicherheitsgurte für den Motorsport, Integralhelm und der Überrollkäfig gehören zur wichtigsten Ausstattung der Fahrzeuge, die eine Straßenzulassung haben. Auf öffentlichen Straßen dürften die meisten Jugendlichen damit aber nicht unterwegs sein, denn ohne Führerschein dürfen sie nur auf abgesperrten Pisten wie dem Travering fahren.

Das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrücken zu können, reizt wie ihre Mitstreiter aus anderen Motorsportvereinen auch die Youngsters des MSC. „Schneller als die Konkurrenz zu fahren ist verdammt schwierig. Das bewegt sich im Zehntel-Sekundenbereich“, sagt Philip Boldt, der gerade mit Toni Schwien, dem stellvertretenden MSC-Vorsitzenden zu einer Runde über den Travering startet. Gemeinsam mit Markus Kruse und Karl-Heinz Iden hat er sich im Verein der Nachwuchsarbeit verschrieben.

Wie wichtig der Autosport bereits im Jugendalter sein kann, erklärt der Vereinsvorsitzende Uwe Meins: „Nicht das Auto darf mich beherrschen, sondern ich das Auto. Wie das geht, zeigen wir den jungen Leuten.“ Vieles werde durch regelmäßiges Training zu einer Selbstverständlichkeit. Meins: „Eine bessere Schule für das Autofahren gibt es nicht. Reaktion, Konzentration und Augenmaß sind die wichtigsten Eigenschaften, die dafür gebraucht werden und bei uns trainiert werden.“ Petra Dreu

Termine auf dem Travering: 14. Juli: 8. Internationale ADAC

Mäcki-Veteranenfahrt; 27. Juli: Sommerfest von MSC und AMC; 28. Juli: 1. ADAC/ AMC Jugend Kart Slalom; 24./25. August: 1. MSC Super Kart- und Jugend Kart Slalom; 1. September: 25. und 26.

Stormarner Automobil; 6. September: Jugendclubabend/ Schulung; 28. September: RallyeSprint; 29. September: Rallyesprint. Weitere Infos Jugendgruppe unter www.msc-holstein.de.

LN

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