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Stormarn Auffahrunfall auf der A 1: Fahrer eingeklemmt
Lokales Stormarn Auffahrunfall auf der A 1: Fahrer eingeklemmt
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20:26 06.08.2014
Der 45-jährige Unfallverursacher wurde in seinem Fahrerhaus eingeklemmt. Helfer der Berufsfeuerwehr Lübeck brauchten fast eine Stunde, um den Mann aus dem Wrack zu befreien. Quelle: jeb
Wesenberg

Wieder hat ein Lastwagenfahrer auf der Autobahn 1 ein Stauende übersehen und ist offenbar kaum gebremst auf einen anderen Lastwagen aufgefahren. Der Fahrer wurde in seinem total zerquetschten Führerhaus eingeklemmt. Die Lübecker Feuerwehr barg den sehr schwer verletzten Mann und brachte ihn ins Krankenhaus.

Der 45-Jährige aus Winsen/Luhe hat einen Stau vor der Anschlussstelle Reinfeld Richtung Süden übersehen. Bereits gegen 8 Uhr am Morgen hatte die Autobahnpolizei Kenntnis über einen liegengebliebenen schwedischen Sattelzug im Bereich der Autobahnbaustelle bei Reinfeld erhalten. Schnell hatte sich hinter der Engstelle ein Rückstau gebildet. Eine Viertelstunde später passierte dann der Unfall am Ende dieses Staus etwa 2000 Meter hinter dem Autobahnkreuz Lübeck in Richtung Süden.

Während ein anderer Trucker das Stauende rechtzeitig sah und mit eingeschaltetem Warnblinker mit Tempo 10 an das Stauende heranfuhr, bemerkte der 45-jährige Winsener das offenbar nicht. Er krachte auf den vor ihm fahrenden Sattelzug, beschädigte dessen Aufbau der Länge nach und kam schließlich mit seinem völlig zerstörten Fahrerhaus auf dem Standstreifen zum Stehen. In allerletzter Sekunde hatte der Winsener noch versucht, über den Standstreifen auszuweichen. Doch das gelang ihm nur bedingt. Er wurde mit dem Unterleib und den Beinen im Führerhaus eingeklemmt. Eine Stunde benötigten die Feuerwehrleute, um den Mann aus den Trümmern zu schneiden. Hierfür mussten die Retter hydraulisches Rettungsgerät einsetzen.

Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten waren zwei Fahrstreifen der Autobahn gesperrt. Der Verkehr in Richtung Hamburg lief einspurig an der Unfallstelle vorbei. Auch dort bildete sich wegen des Unfalls ein Rückstau über mehrere Kilometer bis über die Anschlussstelle Lübeck Zentrum zurück. Ab 11 Uhr gaben die Beamten der Autobahnpolizei Bad Oldesloe die Fahrbahn Richtung Hamburg wieder frei. Der Stau löste sich aber nur sehr langsam auf.

Der Fahrer des Sattelzuges, auf den der 45-Jährige aufgefahren war, blieb unverletzt. Er setzte seine Fahrt mit dem zerstörten Auflieger in Begleitung der Polizei bis zur Werkstatt an der Anschlussstelle in Reinfeld fort.

Der Laster des Unfallverursachers musste dagegen abgeschleppt werden. Den Schaden schätzt die Polizei auf insgesamt 100 000 Euro.

Fünf Mal sind Lastwagen aufgefahren
Staus sind unvermeidlich — und brandgefährlich. Immer wieder krachen auf der A1 im Kreis Stormarn Autos in den letzten Wagen eines Staus, weil ihre Fahrer nicht genug aufpassen. Rast ein Lastwagen in ein Stauende, sind die Folgen besonders dramatisch. Zwischen Mai und gestern hat die Autobahnpolizei Bad Oldesloe sechs Lastwagen-Unfälle mit Verletzten aufgenommen.


Für den Unfallsachbearbeiter der Autobahnpolizei, Rüdiger Studt, ist dies aber noch kein Indiz dafür, dass Lastwagenfahrer besonders häufig in derlei Unfälle verwickelt seien. Allerdings sei die Wahrnehmung dieser Unfälle in der Öffentlichkeit besonders groß. Dazu kommt, dass dieser Autobahnabschnitt wegen der Baustelle extrem stauanfällig ist. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Die Fakten:
26. 5. Richtung Süden, Lastwagen fährt auf, zwei Verletzte.

29. 5. Richtung Süden, Sattelzug fährt auf, ein Verletzter.
9. 7. Richtung Norden, Lastzug fährt auf, drei Schwer- und fünf Leichtverletzte.

14. 7. Richtung Norden, Laster fährt auf, zwei Verletzte.
25. 7. Richtung Süden, Laster fährt auf, ein Verletzter.
6. 8. Gestern: Richtung Süden, Lastzug fährt auf, ein Schwerverletzter. jeb

Jens Burmester

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