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Stormarn Städtepartnerschaften und Weihnachtshilfswerk
Lokales Stormarn Städtepartnerschaften und Weihnachtshilfswerk
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13:29 09.05.2019
Reinfelder feierten im vergangenen Jahr mit einer Delegation aus Kaliska die 20jährige Städtepartnerschaft. Quelle: Richard Berkowski/ hfr
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Reinfeld

Partnerschaftspflege zu den Städten Neubukow, St. Pryvé und Kaliska standen auf der Tagesordnung des Reinfelder Sozialausschusses. Rückblick und Ausblick – Zeit für ein kleines Resümee.

Seit 1991 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Reinfeld und Neubukow in Mecklenburg-Vorpommern. Alljährlich nehmen die Bürgermeister und Bürgervorsteher am Neujahrsempfang der Partnerstadt teil, so auch in diesem Jahr. Außerdem haben die Musikzüge der Feuerwehr Reinfeld und Neubukow regelmäßig gemeinsame Auftritte, die Publikum und Musikanten gleichermaßen begeistern.

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25 Städtepartnerschaft mit St. Pryvé

Die Städtepartnerschaft zwischen Reinfeld und St. Pryvé feiert in diesem Jahr ein stolzes Jubiläum: 25 Jahre. Himmelfahrt wird die große Jubiläumsreise stattfinden – vom 30. Mai bis 2. Juni. Mit an Bord: Bürgermeister Heiko Gerstmann und Bürgervorsteher Gerd Herrmann.

Die Städtepartnerschaft mit Kaliska besteht mittlerweile 21 Jahre. „Ich kann mich noch gut erinnern. Die erste Reise nach Kaliska war schon ein Abenteuer. Wir sind dort supertoll aufgenommen worden. Die Gastfreundschaft war von Anfang an bemerkenswert“, berichtete Ausschussvorsitzender Manfred Schönbohm (WiR).

 Im vergangenen Jahr wurde der 20. Jahrestag vielseitig zelebriert. Im April besuchten Schüler aus Kaliska Reinfeld, und Reinfelder Immanuel-Kant-Schüler reisten im Mai in die polnische Partnerstadt. Mitte Juni wurde in Kaliska das 20-jährige Jubiläum groß gefeiert, Reinfeld war im September Gastgeber. Der Höhepunkt war am 8. September ein Festakt im Festzelt auf der Seepromenade. Mit dabei 80 geladene Gäste, die Singgemeinschaft Reinfeld, die Flötengruppe der Kirchengemeinde und ein Chor der Oldesloer Musikschule.

Mitreisende gesucht

Vom 19.bis 22. September findet ein Besuch in der polnischen Partnerstadt Kaliska statt. Mitreisende Reinfelder sind herzlich willkommen.

Anmeldungen nimmt britta.lammert@stadt-reinfeld.de entgegen. Die Bildung von Fahrgemeinschaften ist geplant mit Selbstkosten plus 20 Euro Gastbeitrag pro Person bei privater Unterkunft. Das Programm wird meist erst Vorort bekannt gegeben.

In diesem Jahr wird es wieder Schülerbegegnungen zwischen den beiden Partnerstädten geben, Termine liegen noch nicht vor. Außerdem werden ein gesponserter Sprachkurs angeboten und ein dreitägiger Besuch in Kaliska. Dieser wird vom 19. bis 22. September stattfinden, „Mitreisende sind herzlich willkommen“, sagte Schönbohm.

Alle Partnerschaftsaktionen seitens der Städtepartnerschaftspflege haben 2018 zusammen Kosten in Höhe von 6719,66 Euro verursacht. „Der tatsächliche Zuschuss für die Unterhaltung der Städtepartnerschaften betrug jedoch nur 3744,66 Euro, dank der Teilnehmerbeiträge für einen Sprachkurs und dank der Unterstützung von Sponsoren“, sagte der Ausschussvorsitzende. Hier sei vor allem die Spedition Bode zu erwähnen.

Anzahl Bedürftiger steigt

Im Ausschuss stand auch das Weihnachtshilfswerk auf der Tagesordnung. „Auch hier wird deutlich: Es steigt die Anzahl bedürftiger Rentner“, fasste Manfred Schönbohm zusammen. Die Geldspenden zum Weihnachtshilfswerk 2018 in Höhe von 6037,50 Euro sind vollständig an 82 Personen in 52 Haushalten ausgezahlt worden. Bei den Empfängern handelt es sich um Alleinerziehende mit Kindern, Rentner, Familien mit schwersten Krankheitsfällen oder behinderten Familienmitgliedern und um Personen in Not. Hierzu zählen Personen, die von Krankheit, Arbeitsverlust, Wohnungsverlust oder Tod im familiären Umfeld betroffen sind. „Wir sind sehr dankbar über die Spendenbereitschaft der Reinfelder“, machte Schönbohm deutlich.

Beliebter Standort bei Wohnmobilisten

Die Stadt Reinfeld ist auch ein Touristenmagnet. „Die fünf Wohnmobile auf dem Karpfenplatz werden ausnehmend gut angenommen, nicht nur in der wärmeren Saison. Es ist davon auszugehen, dass diese Gäste in der Gastronomie und im Handel konsumieren“, sagte der Ausschussvorsitzende. Feste von touristischem Interesse sind die Reinfelder Kulturnacht, LesART und vor allem das Karpfenfest auf dem Karpfenplatz und der Seepromenade sowie das Abfischen. Zudem kam 2018 die Reihe „Reinfeld gefilmt“ bestens an. „In Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum gab es zwei Filmvorführungen mit Filmen von Eugen Richter, die waren auch der Publikumsrenner“, so Schönbohm. Im Audimax des Bildungszentrums konnten im Februar und im Oktober je fünf Filme vor ausverkauftem Haus gezeigt werden.

Tourismus: Übernachtungszahlen rückläufig

„Im Bereich Tourismus sind die Übernachtungszahlen leicht rückläufig. Minus 6,2 Prozent. Wir haben das schon mal versucht zu ergründen“, sagte Schönbohm. Verantwortlich seien die neuen Hotels und Motels der Umgebung. Durchreisende Skandinavier würden in Apps supergünstige Übernachtungsmöglichkeiten finden. „Bei den Preisen kommt so ein inhabergeführtes Hotel nicht mit.“ Zudem würden die großen Häuser auch häufig spezielle Aktionen anbieten. „Das ist schon schwierig für kleine Hotels in Reinfeld oder Bad Oldesloe.“

Britta Matzen