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Stormarn Ausstellungen in Barnitzer Gärten und Wohnzimmern
Lokales Stormarn Ausstellungen in Barnitzer Gärten und Wohnzimmern
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20:37 15.05.2017
Öffnen ihre Türen: Friedrich und Gabriele Stellmach, Ute Elisabeth Herwig, Thomas Helbing, Uwe Kollschegg und Rea Högner (v.l.). Quelle: Fotos: Meyer, Hfr (2)
Barnitz

Privater kann eine öffentliche Veranstaltung wohl kaum sein. Zum KunstHandFest in Barnitz öffnen sechs ortsansässige Künstler und Kunsthandwerker wieder die Türen ihrer Heime und laden zum Verweilen und Genießen ein. Mit von der Partie sind auch viele Aussteller aus ganz Deutschland und sogar Dänemark, die in den Häusern und Gärten ebenfalls ihre Werke ausstellen.

Zum 14. KunstHandFest laden die Künstler und Kunsthandwerker in ihre Häuser.

„Wir wollen wieder ein intensives Ambiente und ein Forum für die Kunstvermittlung schaffen“, sagt Bildhauer und Zeichner Thomas Helbing, der zusammen mit seinen Dorf-Nachbarn Gabriele und Friedrich Stellmach, Ute Elisabeth Herwig, Rea Högner und Uwe Kollschegg bereits zum vierzehnten Mal das KunstHandFest veranstaltet. Die Barnitzer Künstler und Kunsthandwerker stellen zu Himmelfahrt vom 25 bis 28. Mai nicht nur ihre eigenen Werke aus.

Insgesamt 21 Gastkünstler zeigen ihre Arbeiten. Von feiner Keramik mit poetischen Sprüchen über selbstgefertigte Ledertaschen, Skulpturen und Holzschnitte gibt es viel zu sehen. „Zum Beispiel zeigt Dieter Geike den Besuchern seine Lichtsäulen“, sagt Ute Elisabeth Herwig, die bei dem Fest ihre Bilder, Zeichnungen und Hernel-Tücher ausstellt. „Die Mosaike, mit denen er arbeitet, sind so klein – er malt sozusagen mit Glas.“ Ein weiterer Höhepunkt sind die Flechtwerke von Roland Oppelt. „Er ist ein echter Fachmann auf seinem Gebiet“, sagt Herwig. „Für ein Museum in Rom hat er sogar den Regierungsstuhl von Cäsar nachgebaut.“

Im Haus von Thomas Helbing, Lokfeld 12, ist unter anderem Stefan Kruse aus Krummesse zu Gast. „Der preisgekrönte Karikaturist durchschaut sein Gegenüber so schnell und hält mit seinen Werken den Spiegel vor – das ist manchmal sogar ein bisschen erschreckend“, sagt Helbing lachend.

Der jüngste Aussteller ist mit 25 Jahren Kim Cordes. Er ist zum zweiten Mal mit seinen Hosenträgern bei dem Fest dabei. „Seine Stücke kamen beim letzten Mal sehr gut an“, sagt Gabriele Stellmach, in deren Haus, der Lokfeld 41,er zu finden sein wird.

„Es sind alles professionelle und keine Hobby-Künstler. Die Arbeiten sind auf einem hohen Niveau“, sagt Uwe Kollschegg. „Ich – und ich denke, das geht den anderen auch so – schätze an diesem Fest den Austausch mit anderen Künstlern, aber auch mit den netten zugewandten Besuchern.“ Die entschleunigte Atmosphäre mache den Charme aus.

Der besondere Rahmen ist die musikalische Begleitung der Veranstaltung. Zwischen 15 und 17 Uhr ziehen die Chakarovs mit ihren Geigen von Haus zu Haus und spielen Kaffeehausmusik. Außerdem gibt es zwei Konzertabende. „Für das leibliche Wohl gibt es Kaffee, Kuchen und Torte im Garten von Uwe Kollschegg in der Trenthorster Straße 7“, sagt Ute Elisabeth Herwig, „Und bei mir im Lokfeld 36 gibt es Salziges. Das Casalinga Mobil bietet Antipasti an.“

An alle Kunstinteressierten, die das Fest besuchen wollen, haben die Veranstalter eine Bitte: Um den Verkehr nicht zu behindern, sollten unbedingt die ausgewiesenen Parkplätze, die in ausreichender Zahl vorhanden sind, genutzt werden. Die Veranstaltungsorte liegen maximal 800 Meter auseinander. Alles ist fußläufig gut zu erreichen.

Rund ums KunstHandFest

Das Fest findet vom 25. bis 28. Mai in Barnitz in den Häusern Lokfeld 12, 36 und 41 sowie in der Trenthorster Straße 5 und 7 statt. Geöffnet ist täglich von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Im Haus Lokfeld 36 spielt am Donnerstag, 25. Mai, die Band „baff!“ ab 19.30 Uhr und am Sonnabend, 27. Mai, ab 19.30 Uhr das Duo Schmarowotsnik. Der Eintritt ist frei, um Spenden von acht Euro wird gebeten.

Weitere Infos gibt es unter www.kunsthandfestbarnitz.de.

Kim Meyer

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