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Stormarn Verdienstnadel für drei Stormarner
Lokales Stormarn Verdienstnadel für drei Stormarner
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17:00 29.11.2019
Innenminister Hans-Joachim Grote (v.l.) zeichnete Hans-Joachim Schütt, Doris Schulz und Joachim Wagner mit der Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel aus. Quelle: Peter/hfr
Plön/Bad Oldesloe

Innenminister Hans-Joachim Grote hat jetzt elf Frauen und 23 Männer für ihr jahrelanges Engagement in der Kommunalpolitik mit der Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel ausgezeichnet. Es ist die höchste Auszeichnung für ehrenamtlichen Einsatz im Bereich der Kommunalpolitik, die Schleswig-Holstein zu vergeben hat. Unter den Geehrten waren auch drei Stormarner: Doris Schulz aus Nienwohld, Hans-Joachim Schütt aus Barnitz und Joachim Wagner aus Oststeinbek.

„Sie haben sich in bemerkenswerter und herausragender Weise über viele Jahre für das Gemeinwohl engagiert. Würde ich die Jahre zusammenzählen, die Sie sich für Ihre Gemeinden und Städte engagiert haben, kämen stolze 903 Jahre zusammen“, sagte Grote in Richtung der 34 Personen. „903 Jahre, in denen Sie sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt haben, für das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien, für die Freiwillige Feuerwehr, die Gleichstellung von Mann und Frau, für Bildungschancen von Familien mit niedrigen Einkommen.“

Doris Schulz, 2. stellvertretende Bürgermeisterin Nienwohld

Doris Schulz wurde 1993 erstmalig Mitglied der Gemeindevertretung Nienwohld und gehörte dem Gremium zunächst 15 Jahre bis zum Jahr 2008 an. Sie war in den Jahren von 2000 bis 2003 die 1. stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde und wurde anschließend für fünf Jahre zur Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde gewählt. Nach einer vierjährigen Unterbrechung ist Doris Schulz seit dem Jahr 2012 erneut Mitglied der Gemeindevertretung und 2. stellvertretende Bürgermeisterin.

In die Amtszeit von Frau Schulz als Bürgermeisterin fiel die Ausrichtung der 750-Jahr-Feier der Gemeinde. „Es ist maßgeblich ihr zu verdanken, dass die Feierlichkeiten und das damit eingeführte Gemeindewappen für Nienwohld eine identitätsstiftende Wirkung hat“, so der Innenminister in seiner Laudatio. Doris Schulz habe sich als Bürgermeisterin weiterhin für den Beitritt der Gemeinde in die „AktivRegion Alsterland“ eingesetzt und konnte somit erreichen, dass die neue Fest- und Veranstaltungswiese der Gemeinde zu 55 Prozent aus Mitteln der Aktiv-Region gefördert wurde. Außerdem konnte während ihrer Amtszeit die Errichtung des lang erwünschten Fuß- und Radweges entlang der Kreisstraße nach Bargfeld-Stegen realisiert werden, der erheblich zur Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern auf dieser Strecke beiträgt.

Hans-Joachim Schütt, Bürgermeister Barnitz

Hans-Joachim Schütt gehört seit 1998 bis heute der Gemeindevertretung der Gemeinde Barnitz an. Im Jahr 2000 wurde er zum Bürgermeister seiner Gemeinde gewählt. In diesem Amt fungiert er seit 19 Jahren bis zum heutigen Tag. „In seiner langjährigen Tätigkeit hat sich Herr Schütt außerdem als zweiter stellvertretender Amtsvorsteher des Amtes Nordstormarn in den Jahren von 2003 bis 2008 und als stellvertretender Amtsdirektor in den Jahren von 2013 bis 2018 engagiert“, berichtete Grote. Von 2008 bis 2014 war Schütt zudem stellvertretender Verbandsvorsteher des Schulverbandes Reinfeld.

Zu den Verdiensten während der ehrenamtlichen Tätigkeit von Bürgermeister Schütt gehört unter anderem die Neustrukturierung der Gemeindefinanzen während seiner ersten Amtszeit. Außerdem wurden durch das gezielte Einwerben von Fördermitteln die Ortswehren der Gemeinde zeitgemäß ausgestattet, und er setzte sich für die Umstellung der Straßenbeleuchtung der Gemeinde auf LED-Technik ein.

In der Zeit der Zuwanderung übernahm Hans-Joachim Schütt als stellvertretender Amtsdirektor die Leitung der Verwaltung in Vertretung für den ausgefallenen Amtsinhaber. Neben seiner eigenen großen beruflichen Belastung und der des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Barnitz stellte er sich dieser Herausforderung eineinhalb Jahre lang.

Joachim Wagner, Kreistagsabgeordneter und stellvertretender Landrat

Joachim Wagner aus Oststeinbek wurde im Jahre 1994 in den Kreistag des Kreises Stormarn gewählt, dem er bis zum heutigen Tag angehört. Er war während seiner langjährigen Tätigkeit unter anderem Mitglied im Bildungsausschuss und im Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr. Eine herausgehobene Funktion bekleidete Wagner bereits in den Jahren von 1998 bis 2002, in denen er erster Kreisrat und somit 1. stellvertretender Landrat war. Seit 2005 ist der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag wieder der 1. Stellvertreter des Stormarner Landrates.

Wagner setzt sich sehr für die Belange der Oststeinbeker Einwohnerinnen und Einwohner in der Kommunalpolitik ein. In dieser Zeit nahm er über seine politische Arbeit maßgeblich Einfluss auf die wirtschaftliche Situation Oststeinbeks. Er verfügt laut Innenminister Grote über eine hohe Wirtschaftskompetenz und handelt stets nach dem „ABS-Prinzip“: Arbeitsplätze, Bildung, Schuldenabbau. Das führte zu dem Ergebnis, dass der Kreis heute schuldenfrei ist, eine hohe Wirtschaftskraft besitzt und mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwarten kann. Zur Verbesserung der Infrastruktur besetzt Wagner wichtige Themen wie zum Beispiel die Sanierung und den Ausbau der B 404 sowie die Erweiterung der Anschlussstelle Stapelfeld an der A 1.

Alle 34 Frauen und Männer haben laut Innenministerium durch ihr ehrenamtliches Engagement ihre Heimatorte vorangebracht und sie fit für die Zukunft gemacht, indem sie sich beispielsweise für Bürgerhäuser, Ortskerne, Kindergärten oder Senioreneinrichtungen eingesetzt hätten.

Hans-Joachim Grote: „Mit all den erfolgreich bewegten Vorhaben, mit all den abgeschlossenen Projekten und Verfahren haben Sie wieder und wieder gezeigt: Bürgerschaftliches Engagement lohnt sich. Ihr uneigennütziges Engagement für das Gemeinwohl verdient allerhöchste Anerkennung. Als Symbol der Wertschätzung freue ich mich, Ihnen die Freiherr-vom-Stein-Nadel anstecken zu dürfen.“

Von mc

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