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Stormarn Badendorf: Im Neubaugebiet rollen bald die Bagger an
Lokales Stormarn Badendorf: Im Neubaugebiet rollen bald die Bagger an
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10:59 18.09.2019
Noch ist hier grüne Wiese. Aber im Oktober rollen die Bagger an, um mit den Erschließungsarbeiten für Badendorfs Neubaugebiet Mitteltor loszulegen. Quelle: Britta Matzen
Badendorf

Was lange währt, wird endlich gut. Seit 2015 laufen die Vorbereitungen von Badendorf für das Neubaugebiet Mitteltor, das die Gemeinde selbst ausweisen will. Nun kann der Bebauungsplan endlich umgesetzt werden. „Die ersten Baufahrzeuge rücken Mitte Oktober auf dem Gelände an“, teilt Bürgermeister Volker Brockmann mit. Die Aufträge zur Erschließung seien vergeben. Baggern, Rohre, Leitungen verlegen und anschließen, Straßen bauen – diese Arbeiten werde die Firma Grothe-Bau aus Lübeck vornehmen.

Neuer Funkmast für Badendorf

Raus aus dem Funkloch! Badendorf bekommt einen Funkmast für besseren Mobilfunk im Dorf und auf der A20. „Der Funkturm wird im Herbst noch gebaut“, informiert Bürgermeister Volker Brockmann. Der Mast werde an der Rampe der A20-Brücke errichtet. Die Fläche hat die Gemeinde an die Deutsche Funkturm GmbH verpachtet.

Bei der Vergabe galt „Badendorfer first“

Direkt am Ortseingang Ecke Mitteltor/Hauptstraße, wo jetzt noch eine grüne Wiese ist, werden 19 Eigenheime entstehen. Gegenüber liegt die Kindertagesstätte Spatzennest, nebenan der Sportplatz. Kaum hatte die Gemeinde die Pläne bekannt gegeben, waren die Grundstücke ratzfatz weg. „Wir haben 19 Reservierungen für 19 Grundstücke und 25 Nachrücker“, sagt Brockmann. „Badendorfer first“ war bei der Vergabe die Prämisse. Zehn Häuslebauer seien Einheimische oder Badendorf-Rückkehrer, neun Auswärtige. „Von ganz jung bis mittelalt ist alles dabei“, so der Gemeindechef.

Zur groben Zeitplanung: Die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich nicht vor Mai 2020 beendet sein. „Die Bauarbeiter werden sicherlich eine Winterpause einlegen, je nachdem wie das Wetter wird. Aber die Straßen können sie erst fertig machen, wenn die Rohre liegen. Im Juni ist die Deadline, die wir uns gesetzt haben. Dann muss die Baufirma verschwunden sein, und die ersten Sohlen können geschüttet werden. So ist zumindest der Plan“, sagt der Bürgermeister.

Erschließungskosten explodiert

Bei 185 Euro lag zunächst der geschätzte Preis pro Quadratmeter, jetzt müssen die Käufer jedoch mit mehr als 200 Euro rechnen. Die Erschließungskosten schlagen zu Buche, die sind explodiert. Grund: Bedingt durch den anhaltenden Bauboom sind die Baupreise derart gestiegen. „Wir haben bei 18 Firmen angefragt, aber nur vier haben ein Angebot abgegeben. Die anderen hatten gar keine Zeit.“ Das Ergebnis der ersten Ausschreibung im Februar 2019 lag 50 Prozent über der Planung. „Wir haben mit einer Million kalkuliert. Das war die Planung der Ingenieure. Bei 1,5 Millionen Euro sind wir dann gelandet“, schildert Brockmann.

Das erste Ausschreibungsverfahren wurde daraufhin aufgehoben und eine neue, geänderte Leistungsbeschreibung erstellt. „Wir haben den Ausbau der Straße Mitteltor herausgenommen, dafür wurden die Hausanschlüsse für Schmutz-, Regen- und Trinkwasser mit ausgeschrieben. Jetzt liegen wir zwar wieder bei 1,5 Millionen. Aber dafür haben wir die Erschließungskosten im Preis komplett mit drin.“

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Die Mindestgröße der Baugrundstücke beträgt 600 Quadratmeter. Vorgesehen ist eine eingeschossige Bauweise, also Vollgeschoss mit Staffelgeschoss. Ob Stadtvilla, Bungalow oder Holzhaus – da gibt es keine Vorgaben. Die Gestaltung des Daches ist im gewissen Rahmen vorgeschrieben: Die Neigung sollte zwischen 15 und 50 Grad betragen, und für die Eindeckung sind rote, braune, schwarze oder anthrazitfarbene Materialien zu verwenden. Nicht dass jemand auf die Idee kommt, sein Haus mit blauen Ziegeln zu versehen.

Die Zaunhöhe ist vorgeschrieben

„Viele Leute fragen mich, ob sie auch Doppelhäuser bauen dürfen. Im B-Plan steht zwar, dass nur Einzelhäuser erlaubt sind. Das bedeutet aber nicht, dass man kein Doppelhaus bauen darf.“ Es seien in diesem Fall nur die Flurstücke nicht geteilt. „Man kann ein Einzelhaus mit zwei Wohnseiten bauen, jeder bekommt ein Wohnungsgrundbuchblatt, nur das Grundstück darf nicht geteilt werden“, erläutert der Bürgermeister. Zäune zu den Planstraßen dürfen nicht höher als einen Meter sein. Einfriedungen zur Straße Mitteltor sind ausschließlich als freiwachsende Hecke aus regionaltypischen Laubgehölzen erlaubt. In einem anderen Neubaugebiet in der Dorfmitte habe ein Anwohner eine mehrere Meter hohe Umzäunung errichtet, über die sich andere Bürger schon beschwert hätten.

Von Britta Matzen

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