Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Die Feuerwache kann kommen
Lokales Stormarn Die Feuerwache kann kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:52 22.05.2019
Ein alter Knick könnte den Bauplänen für die neue Feuerwache in Bargteheide im Weg stehen. Quelle: Bettina Albrod
Anzeige
Bargteheide

Die Stadt Bargteheide möchte auf dem Gelände neben dem Seniorendorf eine neue Feuerwache bauen. Für den Bereich westlich der Bahnhofstraße vom Seniorendorf bis zu den Sportanlagen des Schulzentrums einschließlich rückwärtiger Bereiche muss deshalb ein entsprechender Flächennutzungsplan aufgestellt werden. Allerdings sind die Grundstücksverhandlungen noch nicht abgeschlossen – ein Teil des Grundstücks ist in Privatbesitz. Der Eigentümer sprach sich deshalb in der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter dafür aus, den Tagesordnungspunkt zu verschieben.

Flächennutzungsplan beschlossen

Knackpunkt bei der Planung ist ein alter Knick auf der Wiese, der erhaltenswert ist. Ursprünglich sollte er der Bebauung weichen, möglich wäre es aber auch, den Neubau um 90 Grad zu drehen, so dass der Knick erhalten bliebe. Dann müsste die Stadt möglicherweise Land dazu kaufen. Das Grundstück ist aber auch für die Erweiterung des Seniorendorfs interessant. Mathias Steinbuck (CDU) sprach sich dafür aus, dem Eigentümer zu signalisieren, dass der Flächennutzungsplan mit der Aussage „Gebäude für soziale Zwecke“ keine Einschränkung für eine mögliche Wohnbebauung darstelle. Er kritisierte, dass es nicht bekannt gewesen sei, dass eine Fläche überplant werde, die noch nicht zur Gänze der Stadt gehöre. Gorch-Hannis la Baume (FDP) gab zu bedenken, dass eventuell Kosten für Schallschutzmaßnahmen im Zuge des Ausbaus der Bahnlinie auf die Stadt zukommen könnten. Der Flächennutzungsplan blieb auf der Tagesordnung und wurde schließlich einstimmig verabschiedet.

Anzeige

Beschlossen wurde auch, dass Bargteheide sich um eine Einstufung als Unterzentrum mit Teilfunktion eines Mittelzentrums bewerben soll. „Eine Einstufung hängt von der Entfernung zu den nächsten Mittelzentren ab“, erläuterte Jürgen Weingärtner (SPD). Ahrensburg und Bad Oldesloe seien zu nah, um eine Einstufung als Mittelzentrum zu erhalten. Dafür seien außerdem zusätzliche Einrichtungen in der Stadt wie beispielsweise Amtsgericht, Finanzamt oder Krankenhaus nötig. „In großen Teilen erfüllen wir die Funktion eines Mittelzentrums“, verwies Mathias Steinbuck auf das Schulzentrum, das Freibad oder die berufliche Schule in der Stadt. Wenn Bargteheide als Unterzentrum mit Teilfunktion eines Mittelzentrums anerkannt werde, gebe es mehr Mittel vom Land. Der Antrag wurde angenommen.

Verwirrung um Antrag

Für Verwirrung sorgte ein Antrag, für die städtischen Liegenschaften auf erneuerbaren Strom umzusteigen. Der war in den Fachausschüssen bereits entschieden worden, durch fehlende Stadtvertreter wurde in der Stadtvertretung aber die vorher abgelehnte Variante angenommen. Hier bat Marion Luig-Wölffel (Wählergemeinschaft WfB) die Verwaltung darum zu klären, ob die Abstimmung rechtens sei.

Bettina Albrod