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Stormarn Bargteheide bleibt Unterzentrum
Lokales Stormarn Bargteheide bleibt Unterzentrum
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14:00 29.08.2019
Bargteheide bleibt Unterzentrum. Quelle: Bettina Albrod
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Bargteheide

Bargteheide bleibt Unterzentrum. Damit ist der Wunsch der Stadt, im Zuge der Neuaufstellung der Regionalpläne zu einem Unterzentrum mit Teilfunktion eines Mittelzentrums aufzusteigen, nicht erfüllt worden. In den Landesentwicklungsplänen werden die Städte in Mittel- und Oberzentren eingeteilt. Sollte sich eine Stadt entwickeln, sind damit auch Investitionen des Bundes verbunden. Ein Krankenhaus würde zum Beispiel eher in einem Unterzentrum geschlossen werden als in einem Mittelzentrum. Grund der Ablehnung sind vorgeschriebene Kriterien, die Bargteheide nicht erfüllt. Insbesondere die Nähe zu Hamburg verhindert laut Mitteilung des Ministeriums für Inneres, ländliche Räume und Integration die Höherstufung.

Kriterien nicht erfüllt

„Da Bargteheide allerdings innerhalb des Ordnungsraums Hamburg liegt, gibt es für die Stadt nicht die Möglichkeit, als Unterzentrum mit Teilfunktion eines Mittelzentrums eingestuft zu werden“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums. Orte mit dieser Einstufung sollten im ländlichen Raum insbesondere in Randbereichen des Landes, wo die Entfernung zum nächsten Mittelzentrum sehr groß sei, liegen. „Das trifft für Bargteheide nicht zu.“ Zudem müssten mindesten zehn Kilometer Entfernung zum nächsten Mittelzentrum bestehen. Auch dieses Einstufungskriterium werde von Bargteheide nicht erfüllt, da die Stadt weniger als zehn Kilometer von Ahrensburg entfernt liege, die Mittelzentrum im Verdichtungsraum sei. Von daher könne Bargteheide nicht höher gestuft werden, da die gesetzlichen Kriterien dafür nicht erfüllt würden.

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Birte Kruse-Gobrecht Quelle: Pressefoto

„Die Stadt Bargteheide hatte im Rahmen des Beteiligungsverfahrens zur Fortschreibung des Landesentwicklungsplans die Höherstufung beantragt“, sagte Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht. Als Stadt mit Schulzentrum, Freibad und mit einer beruflichen Schule hatten die Stadtvertreter eine Chance für Bargteheide gesehen und den Antrag im Mai auf den Weg gebracht. Die Höherstufung hätte bedeutet, dass es mehr finanzielle Mittel für Bargteheide gegeben hätte.

Fördermittel für Städtebauprogramm

Dafür füllt sich die Stadtkasse aus einem anderen Topf: „Wir haben die Nachricht bekommen, dass wir aus Mitteln des Städtebauförderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren, Gesamtmaßnahme Innenstadt“ unterstützt werden“, kündigte Birte Kruse-Gobrecht an. Auch darum hatte sich die Stadt beim Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration beworben. „Uns ist am 31. Juli mitgeteilt worden, dass die Stadt Bargteheide an dem Förderprogramm partizipieren kann“, erklärte die Verwaltungschefin. In einem ersten Schritt sei ein Förderbetrag von 120 000 Euro für Planungskosten in 2020 bewilligt worden – zwei Drittel der Summe deckt die Förderung. Möglich sei, dass es weitere Fördermittel bis zu einem zweistelligen Millionenbetrag für Bargteheide geben könnte.

Von Bettina Albrod