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Stormarn Bargteheide hat wieder einen neuen Buckel
Lokales Stormarn Bargteheide hat wieder einen neuen Buckel
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20:31 15.10.2013
Der Bargteheider Buckel ist entschärft. Dafür steht nun ein anderer neben der Straße. Quelle: B. Albrod
Bargteheide

Ein Jahr hatte die Einmündung Westumgehung und Alte Landstraße in Bargteheide erst auf dem Buckel, und schon war ein Lifting fällig: Am Freitag wurde der Bargteheider Buckel, der nach seiner Fertigstellung lange die Gemüter erregt hatte, tiefer gelegt. Damit sollte der scharfe Knick, der auf dem Stück Straße aus Richtung Ammersbek bisher für Jahrmarktkribbeln im Bauch sorgte, entschärft werden. Die LN machten den Selbstversuch.

Bei der Anfahrt erhebt sich zunächst ein noch höherer Buckel in der Optik. Ein großer Sandberg liegt am Straßenrand bereit, der für den zweiten Bauabschnitt der Umgehungsstraße gebraucht wird. Neben ihm wirkt das einstige Ärgernis zahm. Das bleibt es auch: Stetig geht es den Hügel hinauf, von Kribbeln und Stufe keine Spur mehr, dann ist der Buckel sanft im Abgang, elegant und weich zu fahren und für Kinder in Richtung Bargteheide gut als Rodelpiste geeignet.

„Vier Meter rechts und links der Kante ist der Asphalt abgebaut und so wieder eingebaut worden, dass die Kante ausgerundet wurde“, sagt Jens Sommerburg, Niederlassungsleiter des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr in Lübeck. „Die Sache hat gut geklappt und ist an nur einem Tag über die Bühne gegangen. Am Sonnabend konnte der Verkehr eingeschränkt schon wieder fließen.“ Rückmeldungen hat Sommerburg auch schon, die Autofahrer sind zufrieden: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Das findet auch Bargteheides Bürgermeister Dr. Henning Görtz. „Kleine Ursache, große Wirkung“, beurteilt Görtz das neue Fahrgefühl. „Es wundert mich, wie elegant er jetzt befahren werden kann. Der Buckel ist spürbar entschärft.“ Im Internet hatten Kritiker einst viel gespöttelt. „Setz an zum großen Sprung“, heißt es da, aber am Buckel kann man nun keine großen Sprünge mehr machen. „Rutscht uns doch den Buckel runter“, nannte Cord Denker sein Gedicht, das dichterische Höhen erklomm mit Versen wie „Ja, ein Hügel trat ins Leben dieser int‘ressanten Stadt. Und der Mensch hebt ab, lernt schweben, sofern er ein Auto hat“.

Nun ist der Buckel nicht mehr, was er war, und im Internet gibt´s auch Bedauern. „Das ist ja schade, hat immer so Laune gemacht, da drüber zu fliegen“, schreibt einer. Dabei kann die Stadt stolz sein, zeigt der Vorgang doch, dass Bargteheide Berge versetzen kann.

Bettina Albrod

Also, een Blomentant bün ik egenlich nich. Ik frei mi aver över enen bunten Blomenstruuß, besünners wenn he noch goot rüken deit.

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