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Stormarn Bargteheider Moor soll dem Naturschutz dienen
Lokales Stormarn Bargteheider Moor soll dem Naturschutz dienen
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07:00 05.12.2019
Das Bargteheider Moor. Quelle: hfr
Bargteheide

Die Bargteheider CDU hat im Finanz- und Wirtschaftsausschuss am Donnerstag den Antrag gestellt, dass die Stadt weitere Flächen des Bargteheider Moors kaufen soll, um daraus ein Naturschutzgebiet zu machen. Rund die Hälfte der Fläche ist bereits im Besitz der Stadt. Dafür sollen eine Million Euro mit Sperrvermerk im Haushalt bereit gestellt werden. Der Antrag fand eine Mehrheit, zusätzlich soll mit der Stiftung Naturschutz abgeklärt werden, welche Rolle sie beim Thema Bargteheider Moor spielen könnte.

Vernässung als Ziel

Das Bargteheider Moor ist rund 900 Jahre alt und mittlerweile kein echtes Moor mehr. Entwässerungsmaßnahmen haben den Boden ausgetrocknet, so dass das über Jahrhunderte eingelagerte CO2 langsam frei gesetzt wird. Gleichzeitig hat sich eine neue Vegetation gebildet, und seltene Tierarten wie der Wachtelkönig haben sich angesiedelt. Das schreibt Ingo Hartung in seinem Buch über das Bargteheider Moor, das er jahrelang kartiert und beobachtet hat. „Das langfristige Ziel ist eine Renaturierung und eventuelle Vernässung des Moores“, heißt es in dem CDU-Antrag, die Verwaltung solle die Vor- und Nachteile einer Vernässung prüfen. „Hierbei ist eine wirksame CO2 -Reduzierung für Bargteheide zu erreichen.“ Ein Fachbüro solle mit der Planung und Umsetzung beauftragt werden.

Der Wachtelkönig soll sich im Bargteheider Moor angesiedelt haben. Quelle: www.birdlife.ch

Grundsätzlich lobten alle Fraktionen die Zielsetzung. Gorch-Hannis La Baume (FDP) gab allerdings zu bedenken, dass die Stadt seit 30 Jahren Flächen im Moor aufkaufe, derzeit aber keine Flächen dort angeboten würden. Für rund 30 Hektar Moorfläche, die noch zu kaufen wären, wollte er 500 000 Euro im Haushalt ansetzen, die über zehn Jahre gestreckt werden sollten. Jürgen Weingärtner (SPD) lobte den Antrag der CDU als „sinnvolle Maßnahme zum Umweltschutz“, sieht aber noch viele Fragen offen. „Wenn das Moor vernässt werden soll, ist vorher eine Untersuchung nötig“, sagte er, „erst danach kann über einen Kauf nachgedacht werden.“ Zudem habe das Moor verschiedene Eigentümer, und auch die angrenzenden Flächen müssten für eine Vernässung der Stadt gehören.

Kämmerer Joachim Teschke erklärte, dass auch zwei angrenzende Flächen bereits im Besitz der Stadt seien. „Aber an einer Seite des Moores endet das Gemeindegebiet von Bargteheide.“ Thomas Fischer (Grüne) begrüßte den Antrag und ergänzte, dass derzeit die Stiftung Naturschutz Gespräche mit der Stadt führe. Er schlug vor, zunächst das Ergebnis abzuwarten. Im Laufe der Beratungen stellte sich heraus, dass die bisher erworbenen Flächen der Haushaltsstelle „Bodenbevorratung“ zugeordnet worden waren. „Es handelt sich bei den Moorflächen aber weder um Bevorratungsflächen noch um Ausgleichsflächen“, stellte Teschke klar. Von daher müsse eine neue Haushaltsstelle „Grunderwerb“ eingerichtet werden. Der CDU-Antrag wurde angenommen. „Es ist schön, dass Konsens bei einem Klimathema herrscht“, urteilte Marion Luig-Wölffel (WfB).

Klimaschutz-Fonds auf den Weg gebracht

Bei nur einer Enthaltung fand auch der Antrag der SPD und der Grünen auf Einrichtung eines Klimaschutz-Fonds eine große Mehrheit. „Mit dem „Klimaschutzfonds Bargteheide“ soll eine Möglichkeit geschaffen werden, Maßnahmen und Projekte aus der breiten Zivilgesellschaft von Initiativen, Vereinen, Institutionen etc. zu fördern, die sich vorrangig dem Klimaschutz, der Klimaanpassung, der Förderung klimafreundlichen Verhaltens sowie der Nachhaltigkeit widmen“, heißt es in der Begründung. Dafür sollen 30 000 Euro im Haushalt eingestellt und Kriterien zur Vergabe entwickelt werden.

Von Bettina Albrod

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