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Stormarn Bargteheide will Kriminalprävention
Lokales Stormarn Bargteheide will Kriminalprävention
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20:10 04.07.2018
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Bargteheide

Zum gleichen Thema haben die CDU-Fraktion und die SPD-Fraktion Anträge zur Ausgestaltung eines kriminalpräventiven Rates vorgelegt. Hintergrund ist, dass sich insbesondere im Bereich des Stadtparks und des Schulzentrums Probleme mit dem Verhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit den Schwerpunkten der Ruhestörung und Sachbeschädigung ergeben haben.

Birte Kruse-Gobrecht. Quelle: Foto: Archiv

Ebenfalls problematisch angesehen wird der Konsum von Alkohol und Drogen an diesen Orten. Statistisch ist die Anzahl der Delikte im Jahr 2017 in relevanten Größenordnungen angestiegen. So stieg laut Kriminalstatistik die Zahl der Taten in Bargteheide von 2016 mit 1124 Vorfällen auf 1370 Taten in 2017, das sind 21,9 Prozent.

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Das ist laut Mitteilung der Verwaltung insbesondere auf die verstärkten Kontrollen der Polizei in diesen Bereichen zurückzuführen, bei denen dann entsprechende Vergehen auch erfasst wurden. Die erhöhte Kontrolldichte gebe dabei noch keinen Aufschluss über einen tatsächlichen Anstieg von Delikten, sondern mache diese lediglich statistisch sichtbar, heißt es in der Pressemitteilung.

Auf Grund dieser Situation hat Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht bereits im vergangenen Jahr den Austausch mit beteiligten Akteuren wie der Polizei und dem Jugendarbeitsteam gesucht, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Am 5. Juni habe ein erstes Treffen als „Arbeitskreis Prävention und Intervention“ (Arbeitstitel) stattgefunden. In diesem AK werden Maßnahmen vereinbart, unter anderem ist die Verschlüsselung des WLan am Stadthaus in der Sommerpause vorgesehen, um Pull-Effekte, insbesondere nachts, zu vermeiden.

Auch eine Beschilderung der Schulgrundstücksgrenzen ist angedacht. In der Diskussion des Haupt- und Sozialausschusses ist laut Verwaltung der Wunsch aller Fraktionen deutlich geworden, eng in diese Prozesse eingebunden zu werden. Gleichzeitig berichtete die Bürgermeisterin von den Erfahrungen anderer Städte und Gemeinden, die zwar kriminalpräventive Räte in der Vergangenheit gebildet haben, diese aber vor allem vom Engagement der Beteiligten leben und daher teilweise auch wieder in ihrer Arbeit ruhen.

Daher werden die Fraktionen ab dem kommenden Treffen zunächst in den von der Verwaltung bereits eingerichteten Arbeitskreis einbezogen. Zusätzlich wird entsprechend des CDU-Antrags regelmäßig im Ausschuss berichtet.

ba