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Stormarn Bargteheide: Ein Wettkampf um das beste Eis
Lokales Stormarn Bargteheide: Ein Wettkampf um das beste Eis
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11:26 12.04.2019
Elvis Bogicevic (l.) und sein Bruder Drazen beim Zerkleinern der Zutaten für das Joghurt-Erdbeer-Cockie-Eis. Quelle: Foto: Dorothea von Dahlen
Bargteheide

Großes Wuling im Gastroraum der Firma Backring Nord in Bargteheide: Zwölf passionierte Eismacher und -konditoren aus ganz Norddeutschland sind angetreten, um die Jury von ihrem Können zu überzeugen und letztlich bei der Weltmeisterschaft mitmischen zu dürfen. Wer im Ring der Gelatiere bestehen will, muss schon außergewöhnlich leckere und originelle Kreationen vorweisen können. Die Kandidaten für den Regionalentscheid der Eis-Challenge haben diesbezüglich offenbar keinen Aufwand gescheut. Mit großer Akribie und Hingabe bereiten sie aus erlesenen, durchweg natürlichen Zutaten ihre Traumsorten zu. Namen wie „Pavarotti“, „Indian Summer“ oder „Elvis has left the Building“ machen neugierig, welche Geschmacksnote sich dahinter verbirgt.

Lokalmatadore wollen Titel verteidigen

Auch die beiden Lokalmatadoren Elvis und Drazen Bogicevic, die Eisdielen in Bargteheide und Bad Oldesloe betreiben, machen sich frisch ans Werk. Vor zwei Jahren avancierten sie mit ihrem Erdbeer-Joghurt-Cockie-Eis zum Publikumsliebling. „40 000 Menschen haben damals in vier Tagen unser Eis bei den Europameisterschaften, dem Gelato-Festival, in Florenz gekostet. Wir haben damals Miniproben ausgereicht. Die Mehrheit hat für uns gestimmt“, sagt Elvis Bogicevic mit einem strahlenden Lächeln. Jetzt wollen die beiden Lokalmatadore ihren Titel verteidigen und ausloten, ob ihr prämiertes Eis das Zeug zum Weltmeister hat.

Von Fernsehkameras umringt, zerteilen die beiden Erdbeeren, zerstoßen Schokoladenkekse und rühren den sahnigen Joghurt, um ihn zum Kühlen in die Eismaschine zu schütten. Wellenförmig quillt die gefrostete Masse wieder heraus. Im Wechsel mit einer fruchtigen Eisschicht, garniert mit Kekskrümeln und weißer Schokolade, wächst so langsam aber sicher ein richtiger Berg der köstlichen Delikatesse in die Höhe. Geschafft. Noch schnell ein gestelltes Foto mit dem fertigen Eiscontainer und nun heißt es warten, warten auf das Urteil der Jury.

Waffelknäcke mit Honigkaramell

Alle Augenpaare hat auch Giovanni Santin auf sich gezogen. Sein cremiges, von frischen Früchten bekröntes Milcheis bekam den letzten Schliff durch hauchdünnes Blattgold, das nun in der Kühlung leicht im Wind flattert. Santin und seine Crew hatten sich aus Wernigerode über die stauverstopfte A 7 nach Stormarn durchgekämpft und somit wie Karolina Stich aus Berlin und Doreen Bienert aus Potsdam die weiteste Anreise zum Nordderby gehabt. Letztere kombinierte ein fruchtiges Mangosorbet mit Limettenvariganti und honigkaramellisiertem Waffelknäcke.

Omas Bratapfeleis wird wieder salonfähig

Als Verfechter bodenständiger Leckereien ist ein junges Paar aus Hamburg bei der Challenge vertreten. „Mit ’Omas Bratapfeleis’ wollen wir alte Klassiker wieder aufleben lassen“, sagt Susann Mardt, die gemeinsam mit ihrem Mann Mathias die Eisdiele „Bitte mit Sahne“ im Stadtteil Sasel führt. „Wir fühlen uns sehr geehrt. Schließlich haben wir erst im vergangenen Jahr eröffnet und können jetzt schon bei einem Wettbewerb mitmachen“, sagt Mathias Mardt erfreut.

100 Punkte im Höchstfall können die Eiskünstler erringen, die ihr Produkt den strengen Gaumen der Jury kredenzen. Im Gremium sitzen Thomas Horn als Obermeister der Konditoreninnung Hamburg, Food-Redakteurin Janina Ohrtmann, Dino Dall’anese – selbst Eismacher aus Nortorf und Dirk Eickenberg, Fachberater aus dem Hause Backring. Konzentriert lassen die Experten die cremigen Süßspeisen auf der Zunge zergehen. „Wir bewerten das Eis nach Kreativität, Aussehen, Geschmacksrichtung, aber auch nach den Rohstoffen“, erklärt Obermeister Horn.

Die Kandidaten Karolina Stich, Frerk Veen sowie Claudia Trotta und Jens Perna erfüllten all diese Kriterien. Sie dürfen zur Deutschen Meisterschaft nach Berlin reisen. Für die beiden Brüder aus Bargteheide hat es letztlich nicht gereicht. „Die Konkurrenz war nicht zu unterschätzen“, sagt Elvis Bogicevic. Er hat die Teilnahme indes nicht bereut. „Es hat sehr viel Spaß gemacht. Und jetzt wissen wir, dass wir demnächst etwas Show fürs Auge machen müssen“, sagt der Gelatiere. Aufgeben will er auf keinen Fall, sondern bis zur nächsten Challenge ein richtiges Hingucker-Eis zaubern.

Dorothea von Dahlen

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