Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Baulücken beim Wohnraum: Bad Oldesloe setzt auf Gespräche
Lokales Stormarn Baulücken beim Wohnraum: Bad Oldesloe setzt auf Gespräche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:07 13.06.2019
Bürgermeister Jörg Lembke soll die Eigentümer ansprechen. Quelle: Bettina Albrod
Bad Oldesloe

In Bad Oldesloe herrscht wie überall in Stormarn Wohnraummangel. Deshalb empfinden Bürger und Kommunalpolitiker es als besonders ärgerlich, dass es Immobilien und Grundstücke in der Kreisstadt gibt, die jahrelang unbebaut bleiben beziehungsweise mit Immobilien bebaut sind, die leer stehen und verfallen. Der Bau- und Planungsausschuss hatte deshalb auf Antrag der Linken die Erstellung eines Baulücken- und Leerstandskatasters angeregt, über das nun im Wirtschafts- und Planungsausschuss beraten wurde. Dort fand das Kataster keine Mehrheit: Die Erstellung würde Arbeitszeit binden, ohne dass ein unmittelbarer Nutzen zu sehen wäre, hieß es dort. Denn rechtlich hat die Stadt keine Handhabe.

Viele leere Baugrundstücke

Brunnenstraße, Sehmsdorfer Straße, Steinfelder Redder – ein Baulückenkatalog listet die Grundstücke in Bad Oldesloe auf, die nicht für Wohnraum genutzt werden. Das würde die Lokalpolitik gerne ändern. Denn die Untätigkeit der Eigentümer führe dazu, dass bei neuen Baugebieten zusätzliche Flächen versiegelt würden, ohne die alten zu nutzen, so die Kritik der SPD. Hans-Hermann Roden (SPD) betonte, dass Innenverdichtung vor Außenverdichtung gehe, das müsse ausgeschöpft werden. Ein ehemaliger Teppichhandel stehe beispielsweise seit 20 Jahren leer.

Bürgermeister Jörg Lembke gab zu bedenken, dass die Erstellung eines Baulücken- und Leerstandskatasters ein bis zwei Jahre dauern würde. „Ein Baulückenkataster verlangt neues Personal. Alle Grundstücke in Bad Oldesloe müssten aufgenommen werden.“ Auch gelte es, zuvor rechtliche Fragen zu klären, gab Anita Klahn (FDP) zu bedenken. Denn ohne städtebaulichen Vertrag habe man keine Handhabe, Investoren zum Bauen zu verpflichten. Es sei jedoch in der Vergangenheit versäumt worden, beispielsweise am Steinfelder Redder, eine Baubindung zu vereinbaren.

Keine rechtliche Handhabe

Andreas Lehmann (CDU) erklärte, dass die Erstellung eines Katasters zu viel Arbeit für die ohnehin schon überlastete Verwaltung sei. Da es sich um private Grundstücke handele, habe man ohnehin keine rechtliche Handhabe. „Kataster retten nicht die Stadt“, erklärte Anita Klahn. Dafür müsse man die Gestaltungssatzung anfassen. Wo es keine Baubindung gebe, könne man auch niemanden zum Bauen zwingen. Christian Vollpott (Die Linke) schlug daraufhin vor, der Bürgermeister solle die Eigentümer ansprechen und das Thema Leerstände thematisieren. Auch solle Lembke sich mit dem Innenministerium in Verbindung setzen, um rechtliche Möglichkeiten zu prüfen, wie die Stadt mit Leerstand umgehen könne.

Lesen Sie auch zu dem Thema:

Das wird 2019 in Bad Oldesloe gebaut

„Der Wohnungsmangel ist riesig“

Bauland wird noch teurer

Bettina Albrod

Am Sonntag, 16. Juni, ertönt um 7.30 Uhr der erste Startschuss des 20. Giro Stormarn, ausgerichtet durch den RV Trave. Das beliebte Konzept bleibt erhalten, nur die Strecken wurden in diesem Jubiläumsjahr überarbeitet.

13.06.2019

Wegen eines Unfall war die Autobahn 21 zwischen Bad Oldesloe und Tremsbüttel Richtung Kreuz Bargteheide am späten Mittwochnachmittag gesperrt. Ein Schweinelaster war beim Auffahren vom Parkplatz Tremsbüttel auf die Autobahn in die weiche Bankette gefahren.

12.06.2019

Auf dem Grundstück der alten Moog-Villa am Kirchberg hat es innerhalb weniger Tage dreimal gebrannt. Die Polizei vermutet Brandstiftung und ermittelt.

12.06.2019