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Stormarn Die Musik steht im Mittelpunkt
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17:00 07.08.2019
Der Oldesloer Musiker Henning von Burgsdorff (51) mit der E-Gitarre, die ihm erst gefällt, seitdem er ein Tremolo-System auf das Instrument gebaut hat. Quelle: SUSANNA FOFANA
Bad Oldesloe/Bad Segeberg

Der Musiker Henning von Burgsdorff bastelt an seinen Instrumenten herum wie andere an ihren Autos. Und so kann es schon einmal vorkommen, dass aus einer ungeliebten E-Gitarre durch den Aufbau eines Tremolo-Systems, das mit einem Hebel die Tonhöhen verändert, ein Lieblingsinstrument wird. Der Oldesloer, der hauptberuflich in der Freizeit- und Bildungsarbeit für Menschen mit Behinderung tätig ist, hatte schon als Schüler seine erste Gitarre.

Für Henning von Burgsdorff (51) spielt die Musik seit seiner Schulzeit eine große Rolle.

„Mitte der 70er Jahre habe ich eine Gitarre geschenkt bekommen. Meine Mutter hatte den Anspruch, dass man ein Instrument lernt“, berichtet der 51-jährige Sozialpädagoge. Er habe sich damals nach der Schule am Schaufenster eines Oldesloer Musikgeschäfts die Nase platt gedrückt und die Gitarren angeschaut. „Meinen ersten öffentlichen Auftritt hatte ich beim Kinderfasching in Bad Oldesloe im Café Vaterland“, sagt von Burgsdorff – mit der Band „Quietsch-Boys“. Danach folgten „die wilden Zeiten, da musste man eigene Sachen ausprobieren“. Und da sehr viele damals Gitarre spielten, konzentrierte sich von Burgsdorff mehr auf den Bass.

Seit 1987 Bassist der TMS-Schülerband „Westzone“

Dadurch kam der Oldesloer, der eigentlich an der Kreisberufsschule sein Abitur machte, zur Schülerband der Theodor-Mommsen-Schule – zur Formation „Westzone“ mit Hanno Hannes (Schlagzeug), Martin Schrörs (Gesang und Gitarre), Ralf Becker (Gitarre) und René Münzer (Keyboards). Von Burgsdorff stieg dort 1988 ein, als der erste Bassist der Deutschrock-Band nach Amerika ging.

Die einstige Schülerband ist immer noch aktiv. Allerdings aus Zeitmangel nur mit Studiomusik. Der Bassist: „2006 zum 20-jährigen haben wir das letzte Mal live gespielt.“ Seitdem treffe sich die Band einmal im Jahr für eine Woche zum musikalischen Austausch und produziere etwa alle fünf Jahre eine CD. Der 51-Jährige war zudem am Aufbau des Oldesloer Gospelchores beteiligt. „In der Anfangszeit durften wir nicht in der Peter-Pauls-Kirche spielen“, erinnert er sich. Zehn Jahre tourte von Burgsdorff damals mit dem Gospelchor durch ganz Deutschland.

Auftritte in Flensburg mit Santiano-Mitbegründer Andreas Fahnert

Dann folgte Musik mit der Band „EgoEgo“ von Micky Koch. Der Sänger, Gitarrist und Musikproduzent hatte sein Studio in Wahlstedt. Koch habe lange mit dem Santiano-Mitbegründer Andreas „Fahni“ Fahnert Musik gemacht. „In der Zeit habe ich auch zwei Auftritte mit ,Fahni’ in Flensburg gespielt“, berichtet von Burgsdorff. Einmal im Jahr tritt der Oldesloer jetzt noch für den Santiano-Fanclub auf.

Mit der Formation „Slowhand“ nach dem Spitznamen von Eric Clapton schloss sich die nächste Coverband an. Nachdem sich von Burgsdorff eine Mandoline gekauft hatte, wurde er 1997 zunächst Aushilfs-Mandolinen-Spieler bei den „Nuts“, den „Nuthouse Flowers“. Seit 1998 gehört er fest zur Irish-Folk-Fun-Rock-Band. Als „Henning & Henning“ tritt er zudem mit Henning Moss auf. 2017 und 2018 spielte der Oldesloer zudem einige Titel für die Sommerkrimis der Lübecker Freilichtbühne ein.

Bei der Arbeit geht es häufig um Musik und Konzerte

Henning von Burgsdorff: „Bei der Arbeit mache ich auch viel Musik.“ Vom Trommelkursus bis zur Singgruppe reichen seine Angebote für Menschen mit Behinderung. Zudem lädt er Musiker als Gäste zu internen Konzerten auf seine Arbeitsstelle ein. Tim Linde war schon da, die „Ages“, die „Budnix“, Gabi Liedtke und der neue Oldesloer Shanty-Chor „Die stinkigen Landratten“ mit Ed Kretz.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Musikproduzenten René Münzer kam von Burgsdorff zu musikalischen Einsätzen bei einigen kleinen Produktionen: Mal spielte er Bouzouki für eine CD von Hans Scheibner, mal Mandoline für Sabine Stieger, mal war er bei einem Videodreh mit Tim Linde dabei. „Für ,Schné’ habe ich in den Anfangsjahren Bass gespielt.“ Erst als es bei Stefan Raab losging mit so vielen Terminen und dem Bundesvision Song Contest, zog er sich aus den Band-Auftritten mit „Schné“ zurück.

Auch die „Nuts“ fingen einst als TMS-Schülerband an

Wie Westzone waren auch die „Nuts“ einst eine TMS-Schülerband. Ihr nächster Auftritt ist am 9. August bei den Wikingertagen in Schleswig. Am Sonntag, 18. August, spielt von Burgsdorff dann mit „Sean O’Brian & Friends“ zum Abschluss des Oldesloer Kurparkfestes.

Das Hauptinteresse des 51-Jährigen gilt derzeit dem Erstellen eines abendfüllenden Programms – unabhängig davon, ob er oder andere dort auftreten. Dagegen habe es ihn nie gereizt, die Lieder seiner Lieblingsmusiker wie Willy DeVille oder Al di Meola nachzuspielen.

Neben der Musik bleibt noch etwas Zeit für ein weiteres Hobby: „Ich bin ein großer Karl-May-Fan und Filmfan der alten DDR-Indianerfilme. Seit 1972 besuche ich regelmäßig die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg. Seitdem habe ich erst drei Jahre ausgelassen.“ Hinzu kommt die Gartenarbeit. Und natürlich das Basteln an den Gitarren.

Von Susanna Fofana

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