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Stormarn Bezahlbarer Wohnraum für Trittau
Lokales Stormarn Bezahlbarer Wohnraum für Trittau
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20:00 23.04.2019
Wollen bezahlbaren Wohnraum bieten: Hartmut Thiede (v.l.), Oliver Mesch, Dietrich von Hobe und Manuel Koenig. Quelle: Bettina Albrod
Trittau

Die Gemeinde Trittau hat den Weg für bezahlbaren Wohnraum geebnet: Am Dienstag stellten Bürgermeister Oliver Mesch, Vertreter der Landgesellschaft SH und eines Wohnungsbauunternehmens ein neues Baugebiet in Trittaus Zentrum vor, für das der Bebauungsplan 35 b, Teil A, an der Großenseer und der Gadebuscher Straße jetzt rechtskräftig ist. Hier sollen zunächst 40 teils öffentlich geförderte Miet-Wohnungen im viergeschossigen Riegelbau entstehen, dazu kommen 43 Reihen- und Doppelhäuser sowie 37 Baugrundstücke für Einzel- und Doppelhäuser. Auch die zweite Hälfte des Geländes soll für Wohnbebauung zur Verfügung gestellt werden.

Riesige Nachfrage

„Vor einem Jahr hat der Kreis Stormarn ein Bündnis für bezahlbares Wohnen beschlossen“, erklärte Mesch. Es sei schön, dass Trittau unabhängig davon jetzt schon einen Beitrag leisten könne, um der Wohnungsnot begegnen zu können. Die Nachfrage sei sehr groß. „Es gibt ältere Menschen, die in eine Wohnung ziehen wollen, junge Leute, die Mietwohnungen suchen, viele Menschen, die bezahlbaren Wohnraum brauchen und junge Familien, die nach Trittau ziehen möchten.“ Sie alle fänden nun ein Baugebiet mit unterschiedlichen Wohnform-Angeboten. Das gehe mit der Stärkung der Feuerwehr einher, die Mitglieder in Trittau brauche - rund 500 Neubürger sind nach Bauende zu erwarten. Für die müsse auch die Infrastruktur mit Kita und Schulen angepasst werden.

Hier soll ein neues Wohngebiet entstehen. Quelle: Bettina Albrod

„Das ist ein Meilenstein für Trittau“, erklärte Mesch, „seit 2009 haben wir versucht, die Baulücke zu schließen.“ Als problematisch erwies sich dabei zunächst die Nähe des künftigen Wohngebiets zum Gewerbegebiet und zu einer Diskothek in der Nachbarschaft. Auf der einen Seite muss dadurch verstärkt auf den Lärmschutz für die Neubürger geachtet werden, auf der anderen Seite gibt es bei den Gewerbetreibenden Sorge wegen möglicher Einschränkungen. Als gute Lösung habe sich ergeben, dass ein Wohnungsunternehmen, das auf Bauen in schwierigen Lagen spezialisiert sei, den Bau von Geschosswohnungen übernehme, die lärmgeschützt seien und gleichzeitig als Lärmschutz fungierten.

Loggien wie in der HafenCity

„Wir bauen so, dass die viergeschossigen Gebäude die Funktionsräume zur Lärmseite hinhaben“, erläuterte Hartmut Thiede vom Wohnungsbauunternehmen. Dazu gebe es aktiven Lärmschutz wie verglaste Loggien nach Vorbild der HafenCity und gedämmte Fassaden. 40 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden und ausschließlich Trittauern zur Verfügung stehen. Der Mietpreis liege bei 5,60 bis 7,20 Euro pro Quadratmeter geförderter Wohnraum mit 35 Jahren Mietpreisbindung und bei bis zu 10,50 Euro pro Quadratmeter bei den Mietwohnungen. Die Wohnungen seien 50 bis 85 Quadratmeter groß und richteten sich an alle Zielgruppen. „Dazu entstehen Mehrzweckräume für den Quartier-Charakter, die kostenlos genutzt werden können, auch von Gruppen außerhalb des Wohnquartiers.“ Auch eine Stromtankstelle ist eingeplant. Die Knickstruktur und ein Grüngürtel auf dem Gelände, wo jetzt noch Felder sind, bleiben erhalten.

Individuelles Bauen möglich

Bald sollen hier Wohnungen und Häuser gebaut werden. Quelle: ba

Erschlossen wird das Gelände von der Landgesellschaft SH, die laut Geschäftsführer Dietrich von Hobe zu 90 Prozent im Besitz der landeseigenen Investitionsbank ist. „Hier ist große Individualität möglich“, betonte von Hobe. Es würden immer mehr Mietwohnungen gesucht. Die Pläne seien juristisch geprüft und durch Gutachten untermauert worden, gleichwohl wolle man vor tatsächlichem Baubeginn eventuelle Widerspruchsverfahren abwarten.

„Das ist das letzte große Baugebiet für Trittau“, bilanzierte Mesch, „wir wollen nicht grenzenlos weiter wachsen. Aber es besteht dringender Bedarf an Mietwohnungen.“ Deshalb sei auch die Innenverdichtung nach wie vor ein Ziel bei der künftigen Wohnbebauung.

Bettina Albrod

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