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Stormarn Blitzer auf der Autobahn: Kreis Stormarn macht Kasse
Lokales Stormarn Blitzer auf der Autobahn: Kreis Stormarn macht Kasse
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17:43 15.08.2019
Auf sechs Kilometern gilt aufgrund von Straßenschäden Tempo 80. Quelle: mc
Bad Oldesloe/Todendorf

Schon seit Monaten gilt auf der Autobahn 1 zwischen Ahrensburg und Bargteheide in Fahrtrichtung Norden statt Tempo 120 nur noch Tempo 80. Grund sind Straßenschäden auf allen drei Fahrspuren, die erst im kommenden Jahr beseitigt werden sollen.

4600 Autos schneller als erlaubt

Vor gut einem Monat kontrollierten Beamte des Verkehrsüberwachungsdienstes Neumünster auf diesem rund sechs Kilometer langen Abschnitt die Geschwindigkeit – mit erschreckendem Ergebnis: Von den rund 28 000 gemessenen Fahrzeugen zwischen 9 und 19 Uhr waren knapp 4600 schneller als erlaubt. „Eine Beanstandungsquote von 16 Prozent“, sagte damals Polizei-Sprecher Sönke Hinrichs.

300 Fahrverbote

Mehr als 300 Fahrer waren sogar mehr als 40 km/h zu schnell, sie müssen jetzt mit einem Fahrverbot von mindestens einem Monat rechnen. Der schnellste Fahrer war mit Tempo 168 statt der erlaubten 80 unterwegs. Das bringt laut Hinrichs drei Punkte in Flensburg, drei Monate Fahrverbot und 600 Euro Geldbuße.

Immer mehr Einsprüche

Dem Kreis Stormarn wiederum bringt das eine Menge Geld, vermutlich im sechsstelligen Bereich – und der Kreisverwaltung viel Arbeit. Denn neben dem normalen Abarbeiten der Bescheide erwartet Ingo Lange als Fachdienstleiter Öffentliche Sicherheit eine große Welle an Einsprüchen. „Das nimmt immer mehr zu, die Hemmschwelle ist gesunken“, erklärt Lange.

Aus diesem Grund hatte er den Haushaltsansatz Anfang des Jahres etwas reduziert. Nach der Tempokontrolle auf der A 1 müsse er nun wohl das Budget wieder nach oben anpassen, erklärte Lange am Montagabend den Mitgliedern des Kreisverkehrsausschusses. Zumal die Landespolizei weitere Geschwindigkeitskontrollen auf der A 1 angekündigt hat und vor Kurzem in Höhe Barsbüttel 3500 der 12 000 gemessenen Fahrzeuge zu schnell waren. Im vergangenen Jahr hatte der Kreis insgesamt knapp 1,9 Millionen Euro durch Bußgelder eingenommen.

Kritik am Blitzer-Standort

„Es ist nicht unsere Absicht, besonders viel Geld einzunehmen“, betonte die Ausschussvorsitzende Gesa Dunkelgut (CDU). „Wir müssen aber die Ordnungsangelegenheiten managen.“ Der Kreis ist diesem Fall fein raus: Die Schilder stellt der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr auf, die Landespolizei kontrolliert – und der Kreis bekommt das Geld. Allerdings kritisierte Dunkelgut den Standort der Tempokontrolle: „Der Blitzer stand ziemlich am Ende des Abschnitts, wo kaum Schäden zu sehen sind.“

Von Markus Carstens

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