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Stormarn Bombe in Glinde wird Mittwochmittag entschärft
Lokales Stormarn Bombe in Glinde wird Mittwochmittag entschärft
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09:08 04.09.2019
Bei Abrissarbeiten in der Straße Am Zeugamt in Glinde ist am Dienstag eine Fliegerbombe  entdeckt worden. Sie wird am Mittwoch entschärft. Quelle: Leimig
Glinde

In Glinde ist am Dienstagmittag gegen 13 Uhr bei Abrissarbeiten auf dem Gelände eines ehemaligen Bundeswehrdepots in der Straße Am Zeugamt eine amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Laut Polizeiangaben ist das Gebiet mittlerweile weiträumig abgesperrt. Eine Entschärfung der amerikanischen 500 Pfund-Bombe mit zwei Zündern ist für Mittwoch geplant, teilte die Polizei am Nachmittag mit.

Entschärfung am Mittwoch ab 12 Uhr

Um den Bereich des Fundortes wird dazu ab 9 Uhr ein Evakuierungsradius von etwa 1000 Metern eingerichtet. Die Entschärfung der Bombe ist für etwa 12 Uhr geplant. Polizei und Stadt weisen darauf hin, dass am Mittwoch an allen Glinder Schulen sowie an der Grundschule Gertrud-Lege-Schule Neuschönningstedt kein Schulbetrieb stattfindet. Die Kinder der DRK-Kindertagesstätte Sonnenhüpfer in Reinbek können in der Grundschule Gertrud-Lege-Schule Neuschönningstedt betreut werden.

Die Sperrungen umfassen am Mittwoch ab 9 Uhr folgende Gebiete: im Norden A24, im Westen Glinde, Mühlenstraße; im Süden Glinde, Ahornweg; im Osten Reinbek-Neuschönningstedt, Emil-Nolde-Straße. Folgende Straßen sind betroffen: K 80 Höhe Eichenalee, Straße am Sportplatz, Bahnstraße, Am Anger, Mittelstraße, Diekskoppelweg, Rödenbrooksweg, Schrödersweg, Möllner Landstraße, Oher Weg, Königsberger Straße, Hirtenweg, Am Gellhornpark, Heidberg, Holstenkamp, K80 Gewerbegebiet, Bummereiweg, Hans Geiger Straße, Oher Weg/Matthias-Claudius-Straße, Kirschenweg, Möllnerlandstraße/Heidkoppelweg.

Bei Abrissarbeiten ist in Glinde ein Blindgänger gefunden worden. Er soll am Mittwoch entschärft werden.

Für Fragen rund um die Entschärfung und Evakuierung richtet die Stadt bereits am Dienstag um 19 Uhr ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 040 / 710 911 51 ein.

Mehrere Anlaufstellen für betroffenen Menschen

Für Personen, die keine Möglichkeit haben, bei Bekannten oder Verwandten unterzukommen, werden nach Mitteilung der Stadt Anlaufstellen in der Grundschule Tannenweg, Tannenweg 10, in Glinde, in der Begegnungstätte SPINOSA, Schlehenweg 1A in Glinde, in der Grundschule Gertrud-Lege-Schule Neuschönningstedt, Querweg 4, in Reinbek, in der Begegnungsstätte Neuschönningstedt, Querweg 13, in Reinbek, sowie für Menschen im Alter 60+ im Glinder Bürgerhaus (Marcellin-Verbe-Haus), Markt 2, eingerichtet. Es wird ein Busshuttle für die von der Evakuierung betroffenen Personen eingerichtet.

Aufgrund der Bombenentschärfung müssen die Buslinien 133, 137, 237 und 333 am Mittwoch ab 9 Uhr bis auf Weiteres umgeleitet werden. Ab 9 Uhr wird ein Busshuttle zwischen Glinde Markt und U-Bahn Hamburg Steinfurter Allee eingerichtet, teilt die Stadt weiter mit.

Nazis bauten Kurbelwellenwerk und Heereszeugamt

Glinde hat eine lange militärische Geschichte: 1936 hatte Hitler in Glinde ein Kurbelwellenwerk für Flugzeugmotoren und ein Heereszeugamt bauen lassen. Am 6. Oktober 1944 hatte ein Bomberverband von 100 amerikanischen Langstreckenbombern das Gelände als Ziel. 80 Prozent des Heereszeugamtes Glinde wurden dabei zerstört. Rund 300 schwere Bomben von 500 bis 1000 Kilogramm und etwa 3500 Stabbrandbomben sollen damals abgeworfen worden sein.

Lesen Sie hier den LIVE-Ticker zur Bombenentschärfung

Nach dem Krieg war das ehemalige Heereszeugamt bis 1969 vom britischen Militär und ab da bis 2005 als Gerätehauptdepot der Bundeswehr genutzt worden, das hier Ausrüstungsgegenstände für deutsche Soldaten im Ausland lagerte. Jetzt sollen auf dem ehemaligen Depotgelände Wohnungen gebaut werden. Im Zuge der Abrissarbeiten wurde die Bombe entdeckt.

Von ba

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