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Stormarn Brand von 400 Rundballen: Legten Zwölfjährige das Feuer?
Lokales Stormarn Brand von 400 Rundballen: Legten Zwölfjährige das Feuer?
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16:29 24.02.2014
Bis in die Nacht brannten die Rundballen auf einer Koppel bei Hammoor. Quelle: Jens Burmester
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Hammoor

Wieder brannten im Kreis Stormarn Rundballen mit Stroh. Und wieder muss es Brandstiftung gewesen sein. Darüber gab es schon während des Feuerwehreinsatzes keine Zweifel. Inzwischen ermittelt die Polizei gegen drei Kinder im Alter von 12 Jahren, die möglicherweise das Feuer gelegt haben könnten.

Die etwa 400 Rundballen, die auf  einer Länge von 60 Metern und einer Breite von etwa 10 Metern aufgestapelt waren, brannten auf der gesamten Länge in voller Ausdehnung. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hammoor und Tremsbüttel waren im Einsatz und ließen die Ballen kontrolliert abbrennen.

Die etwa 400 Rundballen, die auf  einer Länge von 60 Metern und einer Breite von etwa 10 Metern aufgestapelt waren, brannten auf der gesamten Länge in voller Ausdehnung. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Hammoor und Tremsbüttel waren im Einsatz und ließen die Ballen zunächst kontrolliert abbrennen. Dicke Rauchschwaden zogen von der Einsatzstelle über eine Koppel und dann über Teile der Gemeinde Hammoor hinweg.

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Amtswehrführer Hans Kunde: „Wir lassen das erst mal kontrolliert brennen und schützen die Umgebung, um weiteren Schaden an der Natur abzuwenden.“ Dabei hatte Kunde zwei wunderschöne große Eichen im Auge, die unmittelbar hinter dem Strohlager standen.

Der Einsatz begann um 16.19 Uhr am Sonntagnachmittag, doch den Einsatzkräften war klar, dass es dauern würde, bis sie wieder nach hause kämen. Am Abend entschlossen sich dann Einsatzleiter Jürgen Feddern und Amtswehrführer Kunde, einen Bagger zu bestellen, der das immer noch brennende Stroh auseinander reißen sollte. Dabei wuchs die Fläche mit brennendem Stroh auf die dreifache Größe an, aber langsam stellte sich der Erfolg ein. „Gegen 22.30 Uhr sagte Kunde, dass er beim nächsten Einsatz dieser Art sicherlich schon früher einen Bagger holen werde, um das Stroh auseinander zu ziehen.

Erst nach schweißtreibender Arbeit mit Mistgabeln und anderen Gerätschaften sowie dem großen Kettenbagger wurden die Flammen immer kleiner. Gegen 0.30 Uhr meldeten die Einsatzkräfte bei der Leitstelle, dass nur noch einige Glutnester abzulöschen seinen und keine Gefahr durch das Feuer mehr bestehe. Gegen 01.15 Uhr rückten die letzten der 50 Einsatzkräfte wieder in ihre Unterkunft ein.

Am Montag meldete die Polizei dann, dass der Brand wohl aufgeklärt sei. Es handelt sich nach Polizeiangaben nicht um eine Tat, die im Zusammenhang mit den Bränden großer Strohlager in Ahrensfelde in der Vergangenheit steht. Vielmehr seien drei Jugendliche im Alter von 12 Jahren gesehen worden, die kurz nach Ausbruch des Feuers über ein angrenzendes Feld gelaufen sind.

Offenbar sind die drei Kinder für das Feuer verantwortlich. Die Kinder konnten bisher noch nicht im Beisein ihrer Eltern befragt werden. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.   

jeb       

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