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Stormarn Brücke Pölitz: Nur fünf auf einmal
Lokales Stormarn Brücke Pölitz: Nur fünf auf einmal
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02:28 15.01.2013
Pölitzer Brücke: Dass die Belastbarkeit eines Bauwerks durch die zulässige Personenzahl angezeigt wird, sieht man sonst nur in Aufzügen. Quelle: Foto: dvd
Pölitz

Wer sich von Pölitz aus auf Wanderschaft in Richtung Bad Oldesloe begibt, gerät an der hölzernen Brücke über die Barnitz zunächst einmal ins Stocken:

Erinnerungen an Experimente auf Klassenausflügen werden wach, wie Jugendliche versuchen, ein solches Bauwerk im Gleichschritt zum Einsturz zu bringen. Denn auf beiden Seiten der Brücke prangt ein Schild mit der Aufschrift „Das Betreten . . . ist nur mit maximal fünf Personen gleichzeitig erlaubt.“ Verantwortlich für diese Anordnung zeichnet der Bürgermeister von Bad Oldesloe.

Nachfragen bei der Verwaltung ergaben, dass das Bauwerk je zur Hälfte der Stadt Bad Oldesloe und der Gemeinde Pölitz gehört. Die Stadt lasse regelmäßig die Statik der Brücken überprüfen, berichtete Bauamtsleiterin Karin John. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Holzkonstruktion über die Barnitz zu wünschen übrig lasse. Ganz dramatisch sei es um die Statik zwar nicht bestellt, doch versuche man, mit dem Schild darauf aufmerksam zu machen, dass das Bauwerk nicht mehr über Gebühr belastbar sei. „Die Brücke wurde vor 20 Jahren errichtet und hat jetzt das Ende ihrer Lebensdauer erreicht“, sagte sie.

Das bestätigt auch Dieter Hadeler von der Bauverwaltung im Amt Bad Oldesloe-Land. „Es ist keine Gefahr im Verzug. Ansonsten hätten wir die Brücke schon längst gesperrt“, erklärt er. Die Stützen seien bei der Kontrolle geprüft und noch für gut befunden worden. Insofern sei die Statik der Brücke nicht wirklich gefährdet. Da aber auch das Holz der Querträger marode sei, hätten sich beide Verwaltungen im Dezember dazu durchgerungen, das Bauwerk erneuern zu lassen. Vom Typus her soll es wohl eine ähnliche Holzkonstruktion werden. Lediglich die Höhenverhältnisse der Brücke würden verändert, sagt Hadeler.

Laut einem Kostenvoranschlag, den die Stadt eingeholt hat, müssen in den Neubau voraussichtlich 55 000 Euro investiert werden. Diese Summe wollen sich die beiden Kommunen teilen, wobei die Stadt zwei Drittel übernimmt. Das Amt Bad Oldesloe-Land soll derweil alles Nötige veranlassen, damit ein Auftrag vergeben werden kann. Hadeler bereitet zurzeit eine Ausschreibung vor, so dass die Arbeiten dann im Frühjahr in Angriff genommen werden könnten.

Wie lange die Barnitz an dieser Stelle nicht passierbar sein wird, ist unklar. So wird es von der Logistik der beauftragten Firma abhängen, ob die Brücke an Ort und Stelle gezimmert werden muss oder in einer Werkstatt gefertigt und dann komplett nach Pölitz transportiert werden kann. Letzteres wird mutmaßlich schwierig, da der Weg zum Wasser schmal und mit schwerem Gerät kaum passierbar ist.

Wanderer haben während der Bauphase die Möglichkeit, eine Alternativstrecke zu wählen: Kurz hinter Pölitz in Richtung Schwienköben steht eine Granitquaderbrücke, die über die Barnitz geradezu in die Hügellandschaft der Pölitzer Schweiz führt. Sehenswert ist das 1833 errichtete Bauwerk allemal. Es steht unter Denkmalschutz.

Neue Haltestelle mit Wendeschleife
Der Brückenbau bei Pölitz ist nur ein Bauprojekt von vielen, die in diesem Jahr im Amt Bad Oldesloe-Land realisiert werden. Wie Dieter Hadeler vom Bauamt mitteilt, müssen auch Bushaltestellen hergerichtet werden. Besonders dringend ist dies in Tralau. Der dortige Haltepunkt auf dem Geländes des Gutshofs soll auf Wunsch des Eigentümers verlegt werden. Dazu wurde eine Ackerfläche angekauft, auf der nun eine Wendeschleife für den Bus gebaut werden kann. Damit die Fahrgäste geschützt stehen, soll ein überdachtes Häuschen errichtet werden. Laut Dieter Hadeler wird dieses Projekt gefördert. Ein Zuwendungsbescheid von 24 000 Euro ist schon eingetroffen. Alles in allem kostet das Projekt 45 000 Euro.

Dorothea von Dahlen

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