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Stormarn „Büttenwarder“ wird zum Brauchtum
Lokales Stormarn „Büttenwarder“ wird zum Brauchtum
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00:36 24.03.2015
Dank Peter Heinrich Brix und Jan Fedder hat die NDR-Serie „Neues aus Büttenwarder“ Kultstatus erlangt.
Dank Peter Heinrich Brix und Jan Fedder hat die NDR-Serie „Neues aus Büttenwarder“ Kultstatus erlangt. Quelle: NDR/hfr
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Grönwohld

Für den in Grönwohld beheimateten Gerhard Lerch ist der Traum wahr geworden: Jetzt gibt es einen „Verein zur Pflege und Bewahrung Büttenwarder Brauchtums Grönwohld“, der alles Wissenswerte über die Kultserie „Neues aus Büttenwarder“ der Öffentlichkeit zugänglich machen wird.

„Es ist ein ganz besonderer Tag“, sagte Lerch bei der Gründungsversammlung. Ihm zufolge ist es Diana Schulte-Kellinghaus, der verantwortlichen Redakteurin der Serie „Neues aus Büttenwarder“ zu verdanken, dass es den Förderverein nun gibt. Schließlich war die Zustimmung des NDR erforderlich, da der Verein den Zusatz „Büttenwarder“ tragen sollte.

Elf Besucher waren spontan dem Förderverein beigetreten. Sie kommen aus Reinbek, Ahrensburg, Siek, Dassendorf, Hamburg, Kiel und natürlich aus Grönwohld.

Vereinsvorsitzender wurde auf Zuruf von Bürgermeister Ralf Breisacher Initiator Gerhard Lerch, zum Stellvertreter wurde Ulfert Becker ernannt, der Verfasser des Buches und der DVD „Wiedersehen in Büttenwarder“. Seit 2005 begleitet er die Dokumentation „Neues aus Büttenwarder“

sehr eng mit der NDR-Regisseurin. Mit ihm zusammen hatte Lerch für den NDR das Museums-Konzept für den Verein ausgearbeitet. Als Schatzmeisterin wurde Nicole Pfrommer gewählt, zur Schriftführerin Sybille Röhrl.

Lerch bedankte sich bei den Eigentümern der Gaststätte „Unter den Linden“, Ruthild und Enno Oetjen. Sie hätten hervorragend kooperiert. Denn äußerlich dürfe sich wegen der Dreharbeiten auf ihrem Hof nichts verändern.

In den Scheunen aber schon. Denn dort wird nun „Büttenwarder Leben“ entstehen: ein Bauerncafé mit Kino und Veranstaltungsbühne, Fotoausstellung nebst Galerie und „weiteren zweckdienlichen Einrichtungen“, wie Lerch berichtete. „Das wird ein Anziehungspunkt für die ganze Umgebung“, versprach er.

Vorrangig aber soll ein Museum entstehen, für das Ulfert Becker schon viele Ideen hat. Er möchte Vitrinen aufstellen, die mit einer Reihe nicht mehr benötigter Requisiten aus Büttenwarder bestückt sind. Jede Menge Fotos und Drehbücher sowie Post- und Autogrammkarten sollen darin später zu sehen sein. Außerdem wird es eine Bibliotheksecke geben sowie Multimedia-Dokumentationen von nicht gesendeten Filmstreifen und zahlreiche weitere Überraschungen. „Es wird kulturhistorisch ein interessantes Museum“, verspricht Becker.

„Die Gemeinde steht dem Vorhaben wohlwollend gegenüber“, sagte Bürgermeister Breisacher“ Er wünschte dem Verein eine glückliche Hand bei allen seinen Vorhaben.

Schon jetzt bringen Busse mehrmals wöchentlich Fans nach Grönwohld, die natürlich den Gasthof „Unter den Linden“ ansteuern. „Mit diesem Pfund kann man doch wuchern“, sagte Lerch. Nun möchte er für das Projekt viele Menschen und auch Firmen begeistern, um Spenden zu sammeln. Die Scheune auszubauen sei nicht ganz billig, sagt er. Seinem Aufruf folgten die Vereinsmitglieder und Gäste spontan und spendeten 120 Euro. Als Monatsbeitrag für den Förderverein sind 2,50 Euro im Gespräch.

Busweise schwärmen die Fans herbei
Seit 1997 wird diese Kultserie in Grönwohld, als fiktiver Ort „Büttenwarder“ deutschlandweit bekannt, gedreht. Ganze Busreisen führen mehrmals wöchentlich die Fans an diesen Ort, von dem aus Kurt Brakelmann (Jan Fedder) und Arthur ‚Adsche' Tönnsen (Peter Heinrich Brix) „Neues aus Büttenwarder“ auf den Bildschirm bringen. Die Idee eines Vereins war im Februar 2014 entstanden, als wieder einmal in Grönwohld gedreht wurde.

Margret Pantelmann