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Stormarn DGB Stormarn: Fachkräfte wandern ab
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20:10 10.08.2017
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Bad Oldesloe

Warum herrscht in der Hotel-, und Gaststättenbranche ein extremer Fachkräftemangel? Der Stormarner Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist der Frage auf den Grund gegangen: Im vergangenen Jahr seien im Kreis mehr als 100 neue sozialversicherungspflichtige Stellen im Gastgewerbe entstanden.

Im Juni seien mehr als 240 offene Stellen im Bereich Handel und Tourismus gemeldet worden, zu dem auch das Hotel- und Gastgewerbe zähle, teilte der DGB Stormarn mit. Allerdings gebe es in Stormarn laut Statistik der Arbeitsagentur zur gleichen Zeit gut dreimal so viele Erwerbslose in dieser Branche. Zudem stünden den 2200 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe fast 2000 Minijobber gegenüber (Stand Dezember 2016). „Es mag sein, dass in Hotels und in der Gastronomie unter anderem mit Personalwohnungen gelockt wird, aber die oftmals unsicheren, kurzfristigen und schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnisse stehen nicht zur Disposition“, meint der DGB-Kreisvorsitzende Heiko Winckel-Rienhoff.

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Zwar gebe es in Schleswig-Holstein durch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) abgeschlossene Tarifverträge für das Hotel- und Gastgewerbe, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband tue sich nach Auskunft der NGG jedoch sehr schwer damit, die Entgelte vernünftig anzuheben. „Unattraktive Arbeitszeiten und Stundenlöhne die häufig nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro liegen, locken keine Fachkräfte mehr an“, erklärt Heiko Winckel-Rienhoff. Da könne es wohl keinen ernsthaft wundern, wenn Fachkräfte abwandern oder gar nicht erst zu finden seien.

LN