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Stormarn Das Karpfenfest: Eine runde Sache
Lokales Stormarn Das Karpfenfest: Eine runde Sache
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20:10 01.02.2018
Der Karpfenplatz mit dem Twister wird vor allem von Jugendlichen angesteuert. Quelle: Foto: Petra Dreu
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Reinfeld

Gewerbe trägt das Event

Das dreitägige Fest werde immer teurer, sagte Martin Huss und bezifferte die Kosten auf rund 30000 Euro. Die Obergrenze sei jetzt erreicht. „Nur etwa 60 Prozent kommen durch die Standgebühren wieder herein“, erklärte der 50-Jährige den Ausschussmitgliedern und lobte die Reinfelder Gewerbetreibenden für ihr Engagement. „Die Zusammenarbeit klappt sehr gut.“ Durch die Sonderbeilage in den LN mit einer Auflage von fast 100 000 Stück trage das Gewerbe mit seinen dort geschalteten Anzeigen das gesamte Event.

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2018 nach den Ferien

Der Termin zum Ende der Sommerferien sei etwas ungünstig gewesen. Für Vereine und Verbände war es laut Martin Huss schwierig, sich im Vorwege aktiv zu beteiligen. „Das wird in diesem Jahr besser, weil die Ferien Mitte August zu Ende sind.“ Das Karpfenfest ist wieder am letzten August-Wochenende.

Sicherheitskonzept ging auf

Erstmals wurden in Reinfeld Lkw und riesige Wassertanks aufgestellt, um eine unkontrollierte Zufahrt zum Festgelände zu verhindern. „Es gab keine Probleme“, so Huss. Auch Alkoholexzesse habe es nicht gegeben. „Es ist nicht mehr so wie vor zehn Jahren, als Dutzende Jugendliche betrunken durch die Stadt liefen.“

Neues Open-Air geplant

Wilde Rockmusik wird es nicht mehr geben auf dem Karpfenfest. Denn für einige der Rock- und Punk-Bands mussten die Organisatoren einige Kritik einstecken. Huss plant daher eine eigene Open-Air-Veranstaltung zu einem anderen Zeitpunkt. Dafür gebe es schallgeschützte Plätze etwa an der Schule, an denen auch bis 23 oder 24 Uhr Livemusik gespielt werden könne. Die Badeanstalt als Ort dafür schloss er aus; schließlich wurde dort so ein Event bereits einmal um 22 Uhr von der Polizei abgebrochen, nachdem sich Anwohner beschwert hatten. „Beim Karpfenfest wiederum sollen fast alle Gruppen ausgetauscht werden“ – bis auf die Feuerwehr-Kapelle, die Kirchenmusiker und natürlich „Die Melker“.

Kommt Sascha Grammel?

Für den Sonntagnachmittag plant das Veranstalterteam diesmal etwas ganz Besonderes. „Wir haben Kontakt zu RTL aufgenommen, um entweder Sascha Grammel oder Andreas Römer bei uns auftreten zu lassen“, erklärte Huss. Beide sind als Puppenspieler und Bauchredner TV-bekannt. Themen des Nachmittags sollen – passend zum Karpfenfest – Tiere, Fische und Wasser sein.

Feuerwerk um 23 Uhr

Muss das Feuerwerk so spät sein? Diese Frage hört Martin Huss ständig. Eltern beklagen sich, dass die Kinder das ganze Wochenende nicht ausgeschlafen waren. „So ein Höhenfeuerwerk kostet 5000 bis 6000 Euro, das kann ich nicht am Anfang einer Veranstaltung machen“, erklärte Huss. Und ihm bleibt auch keine andere Wahl. Da Reinfeld Einflugschneise für die Flughäfen Hamburg und Lübeck ist, dürfe er auch vor 23 Uhr gar keine Raketen 300 Meter hoch in den Himmel schießen.

M. Carstens

01.02.2018
01.02.2018
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