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Stormarn Das sagen Stormarner zur Wahl
Lokales Stormarn Das sagen Stormarner zur Wahl
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11:18 08.05.2017
Ines Ethloff, Reinfeld: "Ich bin vom Wahlergebnis überrascht. Die Prognosen lauteten ja anders. Dass die AfD in den Landtag einzieht, ist furchtbar." Quelle: Britta Matzen
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Bad Oldesloe

„Ich durfte leider noch nicht wählen, weil ich noch nicht ganz ein Jahr in Schleswig-Holstein wohne – 21 Tage fehlten noch. Aber das mit der CDU ist auf jeden Fall mein Wunschergebnis.“ Auch die Tatsache, dass die FDP einen Stimmenzuwachs verzeichnen konnte, gefällt der Neu-Stormarnerin. „Ich finde, Christian Lindner als Bundesvorsitzender macht einen richtig guten Eindruck. Deshalb finde ich das Ergebnis klasse.“ Auch Klaus Basenau aus Zarpen hat sich über das Abschneiden der CDU gefreut. „Ich bin glücklich mit dem Ergebnis.“

Ines Dethloff aus Reinfeld hat nicht damit gerechnet, dass die Christdemokraten so stark abschneiden. „Die Prognosen lauteten ja ganz anders. Ich habe die SPD vorne gesehen.“ Aber dennoch hält die Reinfelderin es für möglich, dass die Ampel künftig im Land regiert. „Da werden die kleinen Parteien den Ausschlag geben. Insbesondere die FDP. Furchtbar finde ich allerdings, dass die AfD in den Landtag einzieht.“

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Auch Jacqueline Daumann aus Hamberge findet es „schade“, dass die AfD über die Fünf-Prozent-Hürde gekommen ist. „Und die SPD hat verkackt. Ist ja auch nicht verwunderlich, so arrogant, wie die aufgetreten sind.“ Für das schlechte Abschneiden der SPD macht Rosemarie Gläsing aus Reinfeld unter anderem die vielen Baustellen im Land verantwortlich. „Die SPD hat da einfach zu viel gebummelt. Gerade zur Sommerzeit – alles voller Baustellen und Staus. Und es dauert ewig, bis die Straßen fertig sind.“

Karl-Heinz Koch aus Zarpen ist zwar nicht zur Wahl gegangen, aber mit dem Ergebnis ist er einverstanden.

Karl-Heinz Koch, Zarpen: "Ob der SPD oder CDU die Mehrheit hat, spielt doch keine Rolle. Uns geht es in der Regel doch nicht schlecht in Deutschland. Wir haben Pressefreiheit. Anderswo müssen die Leute dafür kämpfen oder werden eingesperrt."

„Bei uns spielt es doch keine Rolle, ob die eine oder andere große Partei am Ruder ist. Uns geht es doch nicht schlecht. Wir haben Pressefreiheit im Land, anderswo müsse die Leute dafür kämpfen oder werden sogar eingesperrt.“

Uns geht es gut in Deutschland? Das sieht Sindy Müsing aus Klein Wesenberg ganz anders. „Viele Menschen sind unzufrieden im Land. Alles ist viel zu teuer, es lohnt sich ja nicht mal, Kinder in die Welt zu setzen.“ Müsing hat einen dreijährigen Sohn. „Ich bin nur für den Kindergarten arbeiten gegangen.“ Jetzt sei sie arbeitslos und versuche für den Führerschein zu sparen. „Ich wohne auf dem Dorf. Ohne Führerschein kriegt man nicht mal einen Job.“ Dass die AfD künftig mitregiert, findet die junge Mutter gar nicht mal so schlecht. „Vielleicht ändert sich mit denen endlich mal was.“ 

Britta Matzen