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Stormarn Das verzauberte Labyrinth
Lokales Stormarn Das verzauberte Labyrinth
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20:26 31.05.2013
Karsten Eggert — hier mit einem Labyrinth-Plan — setzt in diesem Jahr auf Gruseleffekte. Quelle: Fotos: Bettina Albrod
Jersbek

Abrakadabra oder Simsalabim, diesmal liegt ein Fluch auf dem Maislabyrinth in Jersbek. Jedes Jahr entwirft Karsten Eggert aus Ahrensburg einen Irrgarten unter einem anderen Motto, und diesmal ist es „Das verzauberte Labyrinth“. Über den Irrwegen dräut die Fratze eines Bösewichts, und im Mais verteilt sind Einhorn, Eule, Zauberstab, Zauberhut und was man sonst gewöhnlich so dabei hat, um einen Fluch zu brechen. Findet man beim Weg durch das mannshohe Grün die Lösungsbuchstaben, hat man am Ende einen Zauberspruch, mit dem man das Böse besiegen kann.

„Ich habe gemerkt, dass Gruselthemen besonders gut ankommen“, begründet Eggert sein aktuelles Motto. „2012 waren erstmals die Orks mit im Mais, und das war ein Riesenerfolg.“ Die Rollenspieler verkörpern dabei verschiedene Fantasy-Figuren und bekriegen einander mit Plastikschwertern und Gummimorgensternen. Auch das „Scream-Team“ aus Norderstedt - eine Laientheatertruppe, deren Mitglieder sich als Schreckgestalten ausstaffieren — war der letzte Schrei und kommt in diesem Jahr wieder. Unterstützung bekommt es vom Maisgespenst, das auch nicht besonders nett aussieht und jeden Sonntag durch die Pflanzen streift, um ahnungslose Besucher zu erschrecken. Dazu kommen Gruselnacht im Fackelschein, viel Musik, ein Entspannungsplatz mit Bratwurst- und Maiskolbengrill und vielen Gesellschaftsspielen sowie grüne Nischen zum Ausruhen und Entspannen.

Noch ist von den Nischen nicht viel zu sehen, und gruselig ist nur das Wetter. Das mannshohe Grün steht erst knöchelhoch, und jetzt erst kann Eggert damit beginnen, die Irrwege abzustecken und die Pflanzen rauszurupfen. „Das ist mit acht Hektar Gelände und acht Kilometern Irrwegen das größte Labyrinth, das ich bisher gemacht habe“, sagt er. Der Mais braucht noch ein paar Wochen, um zu wachsen, weshalb Eggert auch sofort der Mann ins Auge fiel, der am Wochenende über den Acker streifte. „Das war Detlev Buck.“ Der Produzent, Schauspieler und Regisseur („Die Vermessung der Welt“, „Knallhart“, „Same Same But Different“ jeweils mit David Kross aus Bargteheide) lebt — wenn er nicht in Berlin ist — in Nienwohld, nur wenige Kilometer entfernt.

„Ich will demnächst einen Bibi- Blocksberg-Film drehen“, erklärt Detlev Buck seinen Besuch auf dem Acker, „30 Drehtage sind für ‘Bibi & Tina‘ angesetzt.“ Die Verfilmung des Hörspielklassikers für Kinder spielt auf einem Reiterhof, auf dem die kleine Hexe mit ihren Freunden jede Menge Abenteuer erlebt. „Als ich das Maislabyrinth gesehen habe, wollte ich mir mal ansehen, ob ich so was in meinem Film verwenden kann.“ So könnte Buck sich vorstellen, dass Karsten Eggert vielleicht ein Maislabyrinth für ihn entwirft, wenn gedreht wird. „Ich will gerne mal was mit ihm machen“, sagt Buck, „aber noch ist alles offen.“ Auf jeden Fall passt Bibis Schlachtruf schon mal zum Motto des Labyrinths: Der lautet „HexHex“.

Nischen kann man buchen
Das Maisfeldlabyrinth öffnet am 13. Juli und bleibt bis 29. September stehen, bis es abgemäht wird. In den Ferien hat es täglich außer Montag von 10 bis 21 Uhr geöffnet, Freitag und Sonnabend bis 24 Uhr. Nach den Ferien dann ab 14 Uhr.


• Buchung von Nischen für Kindergeburtstage oder Betriebsfeiern im Internet: www.einlabyrinthimirrgarten.de

Bettina Albrod

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