Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Stormarn Demo für Sanierung des Preußen-Sportplatzes
Lokales Stormarn Demo für Sanierung des Preußen-Sportplatzes
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 01.10.2018
Martin Regolin vom SV Preußen ist der Initiator der Demonstration. Quelle: E-Mail-LN-Sport
Reinfeld

Seit Wochen gibt es im Umfeld des SV Preußen Reinfeld nur ein Thema: Die versäumte Beantragung von Fördergeldern des Landes durch den Bürgermeister und die Absicht der CDU, die Sportanlage an den Rand der Stadt verlegen zu wollen. „Uns reicht es“, fasst Martin Regolin, Trainer der Ü 32-Seniorenmannschaft des SV Preußen, die Stimmung im Verein zusammen. „Seit Jahrzehnten mussten wir hinten anstehen und uns durch die städtische Politik und Verwaltung immer wieder anhören, dass die Sanierung unserer Sportanlage nicht prioritär ist. Das wollen wir nicht mehr hinnehmen“, so Regolin. Also hat der 32-Jährige einen Fan- und Demonstrationsmarsch organisiert, um auf die Situation der Fußballabteilung des Reinfelder Sportvereins aufmerksam zu machen. Für die Demonstration hat sich der Trainer einen besonderen Zeitpunkt ausgesucht. Der Marsch soll am Mittwoch, 3. Oktober, im Vorfeld des Landespokal-Halbfinales gegen Regionalligist Weiche Flensburg stattfinden.

Demo startet um 11.30 Uhr auf dem Karpfenplatz

Der Tross startet um 11.30 Uhr auf dem Karpfenplatz. „Gegen 12 Uhr soll eine Zwischenkundgebung am Rathaus stattfinden. Wir hoffen, dass sich der Bürgermeister und Vertreter der Parteien am Rathaus einfinden und den Dialog mit uns aufnehmen“, so Regolin. Anschließend marschiert der Zug weiter zur Sportanlage am Bischofsteicher Weg, um dort die Abschlusskundgebung abzuhalten und sich das Landespokal-Halbfinale der 1. Herrenmannschaft gegen den Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08 anzuschauen. Besonders verärgert sind die Vereinsmitglieder, dass die CDU einen Umzug des Sportplatzes vorschlägt. Auf ihrer Website haben die Christdemokraten Pläne veröffentlicht, nach denen die Sportanlage vom Bischofsteicher Weg an den Stadtrand auf das Feld zwischen Tannengrund und Golfplatz verlagert werden soll. „Dieser Vorschlag ist ohne unsere Beteiligung und gegen den ausdrücklichen Willen unseres Vereinsvorstands entwickelt worden. Pikant ist dabei, dass das Land, auf dem die Sportanlage gebaut werden soll, einem Vorstandsmitglied der Reinfelder CDU gehört“, so Regolin. Der Vorstand habe sich laut Fußballabteilungsleiter Thorsten Rapp in einem Beschluss gegen diese Pläne ausgesprochen.

„Beim Rathaus-Fahrstuhl hat es auch geklappt“

Die Preußen wünschten sich stattdessen, dass sich die politischen Kräfte in Reinfeld für eine Sanierung der bestehenden Sportanlage am Bischofsteicher Weg stark machten und der Verwaltung den entsprechenden Auftrag erteilten. Regolin: „Dabei sollten sie alle Optionen ausschöpfen und nicht wie zuletzt Fristen zur Generierung von Fördergeldern versäumen. Beim Rathaus-Fahrstuhl hat es doch auch geklappt, warum also nicht bei uns?“

Das sagt die CDU

„Wir befürchten, dass die Stadt wegen der Eröffnungsbilanz-Situation kein Geld für die Sportplatz-Sanierung aufnehmen kann“, so Torsten Fuhr (CDU). Die Sportplatzsanierung zähle nicht zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde und werde deshalb immer wieder nach hinten angestellt. Die CDU plädiere deshalb dafür, parallel zum bestehenden Beschluss für eine Sanierung über einen Neubau nachzudenken. „Der Vorteil ist, dass die Finanzierung über Investoren und damit unabhängig von der Kommunalaufsicht erfolgen kann. Erste Gespräche mit Investoren, die die CDU geführt hat, zeigen interessante Lösungen, einen neuen Sportplatz mit drei bis vier Spielflächen zu realisieren, die den Anforderungen des SV Preußen und allen Breitensportlern gerecht werden können“, so die CDU auf ihrer Website.

Der SV Preußen will seine zentrale Lage am Bischofsteicher Weg nicht verlieren, um insbesondere Kindern eine kurze Anfahrt zur Sportanlage zu gewährleisten. Martin Regolin, der neben seiner Trainer-Tätigkeit auch den Jugendsport in Reinfeld durch Sponsoring fördert, weist darauf hin, dass die Kinder jeden Nachmittag mit Fahrrädern, Rollern oder zu Fuß zur Sportanlage pilgern. „An den Stadtrand müssten die Kinder häufig mit dem Auto der Eltern gebracht werden, was eine Zunahme des Straßenverkehrs bedeuten würde. Am Bischofsteicher Weg ist einfach seit Jahrzehnten unsere sportliche Heimat“, sagt Regolin.

Kosten für Neuanlage um ein Vielfaches höher?

Zudem würden die Kosten für eine Neuanlage mit drei Rasenplätzen, einem Kunstrasenplatz und einer Leichtathletikanlage mit 400-Meter-Rundlaufbahn sowie einem Sportheim mit Umkleidekabinen um ein Vielfaches höher werden als die sukzessive Sanierung der bestehenden Anlage, vermutet Regolin. Erfreut ist Regolin über den Zuspruch in der Bevölkerung. Als Geschäftsführer des GP-Getränkemarkts hat er Kontakt zu zahlreichen Bürgern der Karpfenstadt. „Ich wurde von vielen Kunden darauf angesprochen, dass sie sich unserem Fanmarsch anschließen wollen. Wer also am 3. Oktober dabei sein möchte, ist um 11.30 Uhr am Karpfenplatz herzlich willkommen“, so Regolin.

Britta Matzen

Stormarn Kleidertausch im Haus der Begegnung - Beim Tauschen neue Lieblingsstücke finden

Mit der Kleidertauschaktion im Haus der Begegnung bieten die Ev. Kirchjugend und das Familienzentrum erstmals die Möglichkeit, den Kleiderschrank zu entschlacken und neue Lieblingsstücke zu finden.

01.10.2018

Drei unternehmungslustige Kälber haben am Montag vorübergehend den Zugverkehr zwischen Ahrensburg im Kreis Stormarn und Hamburg-Rahlstedt lahmgelegt.

01.10.2018

Bei einem Unfall auf der Autobahn 1 nahe der Raststätte Buddikate ist am Montagmorgen eine Person verletzt worden. In Richtung Lübeck kam es zu einem langen Rückstau.

01.10.2018