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Stormarn Diese Baustellen nerven Pendler 2020 rund um Lübeck
Lokales Stormarn Diese Baustellen nerven Pendler 2020 rund um Lübeck
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12:14 22.11.2019
Diese Baustellen sind geplant. Quelle: Jochen Wenzel
Bad Segeberg/Bad Oldesloe/Mölln

Die großen Einfallstraßen für Pendler aus dem Herzogtum Lauenburg, Lübeck und den Kreisen Segeberg und Stormarn sollen besser werden. Das klingt erst einmal gut, bedeutet aber auch jeden Menge Baustellen im kommenden Jahr. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) hat auf LN-Anfrage eine Liste der größten geplanten Baustellen auf den Pendlerstrecken zusammengestellt. Betroffen sind die Autobahnen 1, 21 und 24 sowie die Bundesstraßen 207 und 432.

Monatelange Baustellen auf der A1 und A21

Am stärksten trifft es die Autofahrer auf der A 21 zwischen der Ausfahrt Segeberg/Süd und Leezen sowie auf der A1 zwischen dem Autobahnkreuz Lübeck und der Ausfahrt Lübeck/Zentrum. Dort stehen so genannte grundhafte Erneuerungen an, das heißt, es wird wie bei einer Grundsanierung nahezu alles gemacht (siehe Infotext). „Wegen des tiefgreifenden baulichen Eingriffs muss der Verkehr über die Gegenrichtung umgeleitet werden. Die Bauzeit beträgt mehrere Monate“, kündigt LBV-Sprecherin Cathrin Bornholdt an.

Eine weitere Baustelle auf der A1 wird es zwischen der Abfahrt Stapelfeld und dem Autobahnkreuz Bargteheide geben. Dort sei aber „nur“ der Austausch von zirka 27 Zentimetern Betondecke vorgesehen. Dafür müsse der Verkehr zwar ebenfalls über die Gegenfahrbahn umgeleitet werden, allerdings verkürze sich die Dauer der Baustelle, sagt Bornholdt.

Fahrbahnerneuerung auf der B 207 und der B 432

Größere Baustellen auf den Bundesstraßen wird es auf der B207, in der Hamburger Straße in Wentorf bei Hamburg geben und auf der B 432 auf dem ohnehin schon stauanfälligen Abschnitt in Norderstedt. In beiden Fällen stehen Fahrbahnerneuerungen an. „Die Dauer der Arbeiten beträgt mindestens mehrere Wochen“, sagt Bornholdt. Eventuell könne es dabei zu Vollsperrungen kommen.

Brücken werden saniert

Zudem drohen auf der B 207 weitere Verkehrsbehinderungen durch Bauarbeiten an der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal bei Mölln und über die Steinau bei Schwarzenbek. Auch die Querung der Bille durch die A24 wird betroffen sein. „Bei der Steinau geht es um eine Brückenerneuerung, es wird also das bestehende Bauwerk abgerissen und neu gebaut, insofern ist dort der Baustellenbereich nicht passierbar, die Straße muss für die Arbeiten im Regelfall voll gesperrt werden“, erklärt Bornholdt.

Bei den anderen Brücken-Baustellen handele es sich um Sanierungen. Wie groß da die Beeinträchtigungen für die Autofahrer sind, ist noch unklar. Bornholdt: „Die Verkehrseinschränkung kann da sehr unterschiedlich sein. Das Spektrum reicht von keiner Beeinträchtigung des Verkehrs über Tagesbaustellen, Fahrstreifensperrungen bis zur Vollsperrung.“ Zu all den geplanten Baustellen müsse zudem im Rahmen der Instandhaltung des Straßennetzes grundsätzlich mit diversen spontanen Tagesbaustellen gerechnet werden. Dabei gehe es zum Beispiel um Grünpflege, Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallschäden oder Bauarbeiten zur Erhaltung der Betriebs- und Verkehrssicherheit.

Auf den Autobahnen 1, 21 und 24 sowie den Bundesstraßen 207 und 432 sind 2020 größere Bauarbeiten geplant.

Abstimmungen mit dem Ministerium

Ein bisschen Hoffnung dürfen sich Pendler aber noch machen. Denn der Plan steht zwar fest, aber noch nicht hundertprozentig. „Derzeit laufen unter anderem noch Abstimmungen zu den Maßnahmen sowie zu den in 2020 verfügbaren Finanzmitteln mit dem Bundesverkehrsministerium. Es ist nicht ausgeschlossen, dass einzelne Vorhaben auf 2021 oder darüber hinaus verschoben werden müssen. Die überwiegende Anzahl der Maßnahmen wird jedoch in 2020 abgewickelt“, sagt Bornholdt. Die endgültigen Baustellen und die genauen Termine werden voraussichtlich im März 2020 feststehen. Kurz danach könnte es dann auch schon losgehen, denn die Baustellensaison geht bei den vielen witterungsempfindlichen Arbeiten in Deutschland etwa von April bis November.

Alle Artikel zu dieser Serieund weitere Berichte zum Thema Pendler finden Sie aufwww.ln-online.de/pendler

Straßenbau-Lexikon

Bei der grundhaften Erneuerungwird ein Großteil der Straße vollständig im bestehenden Verlauf erneuert. Vom Aufbau her zählen dazu die Betondecke (zirka 27 Zentimeter stark), die Verfestigung (zirka 20 Zentimeter stark) sowie die darunter liegende Schicht aus frostunempfindlichem Material (je nach Notwendigkeit zirka 30 bis 40 Zentimeter). Sofern notwendig, erfolgt darunter auch ein Bodenaustausch. Meist werden auch gleich die Straßenentwässerungseinrichtungen saniert oder erneuert sowie die „Fahrzeugrückhaltesysteme“, also die Schutzplanken, ersetzt.

Bei einer Fahrbahnerneuerungwerden mindestens die Deck- und die Binderschicht, das heißt mindestens die oberen acht Zentimeter der Straßenbefestigung erneuert. Nach den arbeitsrechtlichen Vorschriften müssen dabei Fahrbahnen mit einer Breite unter 8,50 Metern voll gesperrt werden.

Bei einer Bauwerksinstandsetzungwird ein bestehendes Bauwerk wie eine Brücke saniert.

Bei einer Bauwerkserneuerung wird das bestehende Bauwerk abgerissen und im Regelfall an Ort und Stelle neu gebaut.

Witterungsempfindliche Arbeiten sind alle Arbeiten, die besondere Anforderungen an Luftfeuchtigkeit, Temperatur oder die Trockenheit der Fahrbahn haben. Das betrifft insbesondere Markierungsarbeiten. Bei der Verarbeitung von Erd- und Betonbaustoffen darf es zudem keinen Frost geben. Für Beton darf es aber zudem nicht zu heiß sein.

Im Winter können Schlaglöcher in den Straßen wegen des Frosts also nicht wie üblich mit heißem Asphaltmaterial geflickt werden. Deshalb verwendet der LBV sogenanntes Wintermischgut. Dieses Material ist kalt zu verarbeiten und kann auch bei Frost verdichtet werden; was wichtig ist, damit es in der Schadstelle haften bleibt. Die Haltbarkeit dieser Schlaglochsanierung ist aber begrenzt; deshalb müssen die Schadstellen im Sommer ausgefräst und mit heißem Mischgut verfüllen und gewalzt werden.

Von Sven Wehde

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