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Stormarn Zufallstreffer: Riesiger Drogenfund in Bad Oldesloe
Lokales Stormarn

Drogenfund Bad Oldesloe: Zoll entdeckt bei Kontrolle Heroin und Kokain

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13:35 08.11.2021
Sichergestellte Betäubungsmittel, Bargeld und Ausweisdokumente: Dem Zoll ging ein dicker Fisch ins Netz.  
Sichergestellte Betäubungsmittel, Bargeld und Ausweisdokumente: Dem Zoll ging ein dicker Fisch ins Netz.   Quelle: Zoll
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Bad Oldesloe

Bei der Routinekontrolle eines Taxis haben Beamte des Hauptzollamtes Kiel mehrere Kilo Drogen und eine große Summe Bargeld entdeckt. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs auf dem Parkplatz des Polizei-Autobahnreviers Bad Oldesloe fanden die Beamten mehrere Päckchen, wie das Hauptzollamt am Montag mitteilte. Die Kontrolle war bereits am 31. Oktober.

Der Taxifahrer hatte am Hauptbahnhof Hamburg als Fahrgäste einen 24-jährigen Iraker und eine 33-jährige Frau aus Kasachstan aufgenommen. Auf der Autobahn Richtung Lübeck – die beiden Fahrgäste hatten als Ziel Bad Malente angegeben – fuhren sie an einem Zollauto vorbei. Die beiden Beamten in dem Wagen hatten offenbar den richtigen Riecher und fuhren hinterher, um das Taxi zu kontrollieren.

1524 Gramm Heroin

Sie überholten, setzten sich vor das Auto aus Hamburg und führten es mit dem Signal „Bitte folgen“ auf den Parkplatz der Autobahnpolizei. Bei der Kontrolle fanden die Beamten unter anderem Pakete mit einer größeren Menge Bargeld. Beim Absuchen der Zufahrt zum Parkplatz konnte zusätzlich eine Plastiktüte mit mehreren Drogenpaketen gesichert werden, die die Beschuldigten vor der Kontrolle vermutlich aus dem Fenster geworfen hatten. Unterstützende Kräfte der Landespolizei entdeckten zudem einen Rucksack mit einem weiteren Drogenpaket und einer Geldbörse mit Dokumenten beider Personen.

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Sichergestellt wurden laut Zoll insgesamt 1524 Gramm Heroin, 698 Gramm Kokain, 1229 Gramm Streckmittel (Paracetamol/Koffein) und 62 Gramm Ecstasy sowie insgesamt 12 960 Schweizer Franken (umgerechnet etwa 12 260 Euro). Der Verkaufswert der Drogen dürfte im sechsstelligen Bereich liegen. „Es ist wirklich ein verhältnismäßig großer Fund“, bestätigte Zollsprecher Sebastian Wagener den LN. Gegen die Beschuldigten wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Einfuhr und des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge eingeleitet, beide wurden vorläufig festgenommen. Eine anschließende Hausdurchsuchung verlief ohne Ergebnisse.

Dealer oder Bote?

„Die 33-jährige Beschuldigte hat sich zu dem Tatvorwurf eingelassen und glaubhaft den 24-Jährigen als alleinigen Täter belastet“, erklärte der Zollsprecher. Gegen den jungen Mann erließ das Amtsgericht Lübeck am Folgetag wegen Fluchtgefahr auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehl. Er sitzt nun in der Justizvollzugsanstalt Lübeck. Ob er ein großer Dealer ist oder lediglich ein Bote, und in welcher Beziehung er zu seiner Mitreisenden steht, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hamburg und der Staatsanwaltschaft Lübeck.

Von mc