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Stormarn E-Highway fast fertig – Hybrid-Lkw der Spedition Bode starten erst im Herbst
Lokales Stormarn E-Highway fast fertig – Hybrid-Lkw der Spedition Bode starten erst im Herbst
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18:09 06.04.2019
Zwischen Kreuz Lübeck und Reinfeld befindet sich die fünf Kilometer lange Teststrecke des E-Highways. Quelle: Holger Kröger
Reinfeld

Ein Abschnitt der Autobahn 1 zwischen Lübeck und Reinfeld wird zum E-Highway ausgebaut. Im Oktober 2018 starteten die Bauarbeiten. Nach sieben Monaten Bauzeit ist die Teststrecke für Lastwagen mit Elektroantrieb jetzt fast fertiggestellt. In beide Fahrtrichtungen ist die A 1 über jeweils fünf Kilometer elektrifiziert. Rohre und zwölf Meter hohe Masten wurden gesetzt, Querstreben aufgehängt, Oberleitungen an den Auslegern gezogen und ausgerichtet.

Die sichtbaren Arbeiten seien abgeschlossen, sagte Elisabeth Niehaus vom Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel. Fünf Hybrid-Lkw der Reinfelder Spedition Bode sollen hier unter realen Bedingungen getestet werden. Forscher der Fachhochschule Kiel wollen unter anderem klären, wie sich der Betrieb der Elektro-Strecke auf das umliegende Stromnetz auswirkt.

Ein Abschnitt der Autobahn 1 zwischen Lübeck und Reinfeld ist zur Teststrecke für Hybrid-Lkw ausgebaut worden. Klicken Sie sich durch die Galerie, um Bilder vom Baufortschritt zu sehen.

Neue Hybrid-Lkw fahren erst ab Herbst

Doch bis die Bode-Laster strombetrieben zwischen Reinfeld und dem Lübecker Hafen pendeln, dauert es noch ein paar Monate. „Die Strecke ist schon fast fertig und sieht auch gut aus, aber wir kriegen erst Ende September das erste Fahrzeug“, teilt der Reinfelder Spediteur Kai Bode mit.

Die Lkw werden von der Firma Scania bereitgestellt und mit von Siemens entwickelten und am Fahrgestell hinter dem Fahrerhaus angebrachten Stromabnehmern ausgestattet. „Ich kaufe die Lkw nicht, sondern ich muss sie mieten. Hinterher gehen die Fahrzeuge wieder zurück ins Werk, um am Ende des Versuchs zu prüfen, was verschlissen ist und was verbessert werden kann“, sagt Bode. Scania kümmert sich bei dem Feldversuch nicht nur um die Bereitstellung der Hybrid-Lkw, sondern auch um die Fahrzeugwartung und Datenerhebung. „Im Moment ist der Feldversuch auf 36 Monate ausgelegt. Es kann aber sein, dass noch eine Verlängerung kommt“, sagt der Geschäftsführer der Reinfelder Spedition.

Weitere Strecken

Eine erste Versuchsstrecke von zwei Kilometer Länge wurde auf einem stillgelegten Flugplatz bei Templin/Brandenburg errichtet, erste Demonstratoren in Schweden und den USA folgten.

In Deutschland werden neben dem E-Highway auf der Autobahn 1 in Schleswig-Holstein derzeit zwei weitere Feldversuche geplant und durchgeführt. Diese grenzen sich jeweils durch ihre Streckenführung und individuellen Untersuchungsschwerpunkte voneinander ab: Elisa in Hessen und eWay in Baden Württemberg.

Die Vorteile, die Experten im E-Highway sehen: Reduzierung des Energieverbrauchs und eine Verringerung der lokalen Luftverschmutzung. Die Nachteile, die in vielen Foren diskutiert werden: hohe Investitionskosten und Probleme bei der Erdung von Oberleitungen bei Unfällen.

Britta Matzen

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