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Stormarn EEW nimmt Stellung zur Müllverbrennung
Lokales Stormarn EEW nimmt Stellung zur Müllverbrennung
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17:13 23.10.2019
Die MVA in Stapelfeld. Quelle: hfr
Stapelfeld

Die Pläne, die Müllverbrennungsanlage (MVA) in Stapelfeld neu zu bauen und um eine Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) zu erweitern, stoßen bei Bürgern auf die Sorge, dass damit gesundheitliche Risiken für Anlieger verbunden sein könnten. Zuletzt wurde bei einer Veranstaltung in Siek die Frage nach den tatsächlichen Mengen gestellt, die in der MVA verbrannt werden sollen. Angezweifelt wurde auch, ob eine KVA überhaupt nötig ist, weil derzeit überall neue Anlagen gebaut würden. Dazu hat der Betreiber der Anlagen EEW jetzt Stellung genommen.

Angegebene Mengen gelten

„Die von EEW seit Beginn der Planung genannten Kapazitäten für den Neubau des Müllheizkraftwerks und der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage haben sich nicht geändert“, teilt Unternehmenssprecher Ronald Philipp mit. EEW plane weiterhin mit folgenden, der Öffentlichkeit bekannten, tatsächlichen Kapazitäten: MVA: 320 000 bis 350 000 Tonnen pro Jahr, KVA: 32 500 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr (bzw. 135 000 Tonnen Originalsubstanz pro Jahr bei Anlieferung mit ca. 24 Prozent Trockensubstanz). „Diese Werte hat EEW unter anderem auch anlässlich der Bürgerinformationsveranstaltungen im Dezember 2018 sowie März 2019 genannt. Sie gelten unverändert.“

Dass im Antrag abweichende Kapazitäten genannt werden, sei genehmigungsrechtlich begründet. Das Immissionsschutzrecht schreibe vor, alle notwendigen Untersuchungen und Gutachten auf eine theoretische Maximalkapazität auszulegen. Aus Sicherheitsgründen erfolge die Genehmigung zusätzlich auf Basis von Werten, die für theoretische Extremfälle ausgelegt werden müssten, ohne dass diese im Regelbetrieb realistisch sei. Diese Gesetzlichen Rahmenbedingungen führten damit zu theoretischen Durchsatzmengen, die in der Praxis nie erreicht würden.

„Vor dem offiziellen Genehmigungsverfahren hat sich EEW mit den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg im Rahmen einer rechtlich bindenden Vereinbarung dazu verpflichtet, eine Kapazität für die Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage von 35 000 Tonnen Trockensubstanz pro Jahr nicht zu überschreiten“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Mit dem Sicherheitspuffer von 2500 Tonnen pro Jahr könnten kurzzeitig etwaige Kapazitätsengpässe bei der Klärschlammverwertung in der Region ausgeglichen werden.

Erste KVA in Schleswig-Holstein

Zu der in der Öffentlichkeit diskutierten Frage, ob die von EEW geplante KVA für eine Klärschlammverwertung in der Region gebraucht wird, heißt es: „Das Land Schleswig-Holstein hat frühzeitig erkannt, dass die gesetzlichen Änderungen der Klärschlamm- und Düngeverordnung Auswirkungen auf die Klärschlammentsorgung haben werden.“ EEW werde – vorbehaltlich der Erteilung einer Genehmigung – die erste KVA in Schleswig-Holstein in Betrieb nehmen. Die Kapazität der künftigen Anlage am Standort Stapelfeld sei schon heute vertraglich zu mehr als 80 Prozent ausgelastet.

Von Bettina Albrod

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