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Stormarn Ein Fußballturnier gegen Intoleranz und für Integration
Lokales Stormarn Ein Fußballturnier gegen Intoleranz und für Integration
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18:25 24.01.2015
Jubel bei der A-Jugend von Preußen Reinfeld: Die Mannschaft siegte in ihrer Klasse beim Turnier in Geschendorf. Quelle: Fotos: Petra Dreu
Geschendorf

180 Fußballer — und alle hießen sie Charlie: „Je suis Charlie“ lautete das Motto, unter das Frank Schlieker und seine Vereinskollegen vom TSV Zarpen den „2.

SiTech24-Cup“ gestellt hatten. Jeweils sechs A-Jugend-, Damen- und Herrenmannschaften haben in der Amtssporthalle Ost die Sieger ihrer jeweiligen Kategorie ausgespielt. Nur diejenigen, die den Spendenerlös des Turniers bekommen sollen, durften nicht mitspielen. Den syrischen Flüchtlingen fehlen noch die Spielerpässe.

Wie sich Frank Schlieker um Ferass, seinen Bruder Ghiath und Vater Gassan Alsuleimann sowie um deren Cousin Mohamad Ali Belal kümmert, die derzeit in der Alten Schule Mönkhagen wohnen, ist vorbildlich. „Der Vater spielt kein Fußball, aber die drei jungen Männer hole ich jede Woche ab, damit sie mit uns trainieren können“, erzählt der Allrounder des TSV Zarpen, der das Turnier als Namensgeber, Sponsor, Sprecher und Organisator unterstützt. Doch nicht nur er ist in Sachen Integration unterwegs, sondern auch die anderen Spieler. Vier Säcke mit Sportsachen haben sie für die Flüchtlinge gesammelt, für die auch der Spendenerlös des Turniers bestimmt ist.

„Wir hoffen, genug zusammenzubekommen, um Fahrräder für sie kaufen zu können. Sie haben sonst keine Chance, aus Mönkhagen wegzukommen“, erzählt Frank Schlieker. Für ihn wäre es die beste Lösung, wenn die Flüchtlinge nach Zarpen ziehen könnten. Ein Angebot an das Amt Nordstormarn für ein Wohnhaus habe es bereits gegeben. „Wenn das klappt, wäre es schön. Die Familie kommt aus Damaskus, einer Stadt mit sechs Millionen Einwohnern. Mönkhagen ist dazu überhaupt kein Vergleich“, sagt Schlieker.

Die teilnehmenden Mannschaften kamen nicht nur aus Schleswig-Holstein. Extra für das Turnier hatten sich die jungen Frauen des FC Mariahilf, einem Verein im 6. Bezirk von Wien, in den Flieger gesetzt. Horst Juhler, Trainer und Obmann des Mädchen- und Frauenfußballs beim TSV Zarpen, hatte die Spielerinnen und ihren Trainer Alfred Gierlinger in Hamburg abgeholt und nach Geschendorf gebracht. Jede Spielerin hat sich das das Flugticket und die Hotelunterbringung immerhin 200 Euro aus eigener Tasche kosten lassen, um in Geschendorf dabei zu sein. „Wir waren im vergangenen Jahr bei einem Turnier in Prag. Das hat uns so gut gefallen, dass wir nach einem weiteren Turnier im Ausland gesucht haben. Der Cup des TSV Zarpen passte“, sagte der Trainer, der gleich eine Gegeneinladung an die Stormarner aussprach. Nicht nur beim TSV Zarpen, sondern auch bei den Österreichern und anderen Vereinen der Region ist die Integration von Flüchtlingen ein wichtiges Thema, das ihnen am Herzen liegt. auch in Trittau gibt es gute Beispiele. Für die Pokalübergabe am Abend hatte sich hoher Besuch angesagt: Hans Ludwig Meyer, der Präsident des Landesfußballverbandes. pd

LN

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