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Stormarn Eine Puppe plaudert über Stormarn
Lokales Stormarn Eine Puppe plaudert über Stormarn
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18:10 02.03.2017
Jeanette Luft spricht mit Puppe Elumina über die Geschichte Stormarns, Gisela Fischer spielt dazu auf. Das Stück wandert jetzt durch die Schulen. Quelle: Foto: Bettina Albrod
Ahrensburg/Ammersbek

Die neue Geschichtslehrerin für Stormarner Schüler heißt Elumina Cordes und ist 178 Jahre alt. Die Puppe aus der Werkstatt von Anna Siegrot soll für die nächsten fünf Jahre durch die Schulen im Kreis ziehen, um mit dem Puppenstück von Philip Stemann „Wie das Licht nach Stormarn kam“ Wissenswertes über die Geschichte des Kreises zu erzählen.

So kommt das Stück in die Schulen

20 Spieltage pro Jahr sind für die nächsten fünf Jahre vorgesehen. „Bis zum April sind die Aufführungstermine vergeben", sagt Daniela Frackmann vom Kulturmarketing, „im November soll es weitere Termine geben.“

Schulen, die das Stück zeigen möchten, können sich wenden an: Daniela Frackmann, Kulturmarketing, Kreis Stormarn, Telefon 04531/1601491 oder E-Mail an d.frackmann@kreis-stormarn.de

Im Dialog mit ihrer menschlichen Ururenkelin Ine Quast (Jeanette Luft) zeigte die alte Dame am Mittwoch bei der Uraufführung des Stücks, das aus Anlass des 150-jährigen Kreisjubiläums verfasst wurde, dass sie nicht von Pappe ist. Lebendige Dialoge und die liebevolle Ausstattung der Kulisse, die immer neue überraschende Requisiten zu Tage förderte, weckten oft spontanen Szenenapplaus.

„Theater macht Geschichte für alle Generationen erlebbar“, erklärte Stormarns Landrat Henning Görtz bei der Premiere in Schloss Reinbek. Er könne sich in einer Figur wieder erkennen: Bei seinem Abschied in Bargteheide habe ein Kind gesagt, der Bürgermeister gehe weg, um in Oldesloe Landratte zu werden. Ein aufgeweckter Nager spielte denn auch auf der Bühne mit, um Elumina die richtigen Stichworte zu geben. Begleitet wurde das Theater mit Musik von Gisela Fischer. „Heute ist Welturaufführung“, erklärte Görtz, „die ist nicht zufällig in Schloss Reinbek, denn der erste Verwaltungssitz des Kreises Stormarn war hier. Für Schüler ist die Aufführung sehr gut geeignet.“ Das war sie für Erwachsene auch. In lose verbundenen, teils ironischen Szenen erinnerte sich die alte Dame an die „goldene Wiege“, eine Legende aus der Ritterzeit. Passend zur Erzählung hoben sich wie im Pop-Up-Buch die Kulissen von Ritterburg, Ahrensburger Schlosskirche oder Trittauer Wassermühle aus dem Off.

Spontanen Beifall gab es, als der Arm von Jeanette Luft mittels Pelzmuff, Socke und Krone zum Wappentier von Stormarn, dem Schwan mutierte.

Der Rübenwinter 1917, die Eröffnung des E-Werks in Reinbek durch Ernst Sperling, die Anbindung Stormarns über vier Autobahnen oder Trittaus Robinson Crusoe, der Naturwissenschaftler Bernd Heinrich, der nach dem Krieg als Kind in einer Hütte im Wald lebte, Peter Rantzaus Fluch zu den Gottesbuden – viele kleine Episoden fügten sich zu einem bunten Bild der Kreisgeschichte zusammen. Im Hintergrund hing der Umriss des Kreises an der Wand, der sich in Form von Lichtern mit immer weiteren Orten füllte; ein Unterricht mit allen Sinnen.

Die Macher des Stücks, seit Jahren Teilnehmer am Stormarner Figurentheater Festival, kommen aus Bremen und Hamburg. Die Idee für das Figurentheaterstück entstand im Kreiskulturbüro in Bad Oldesloe. Tanja Lütje, Kreiskulturreferentin, sah im Kreisjubiläum die Chance, ein Figurentheaterstück über den Landkreis zu realisieren. „Geübt wurde seit vergangenen August“, erklärte Tanja Lütje.

Dank der Arbeitsgemeinschaft „Stormarn kulturell stärken“ konnte die Kreisgeschichte auf die Bühne gebracht werden. 20 Spieltage pro Jahr sind für die nächsten fünf Jahre vorgesehen. Bei genügend Nachfrage soll es noch eine Aufführung für Erwachsene geben.

Polizei kontrolliert 315 Fahrzeuge

21 Polizeibeamte haben mehr als sechs Stunden am vergangenen Mittwoch 315 Fahrzeuge kontrolliert – dies teilte Polizeisprecher Marco Hecht-Hinz mit.

Von 14 bis 20.30 Uhr hätten sie jeweils an den Ortseingängen der Hamburger Straße in Ahrensburg und Ammersbek Kontrollstellen eingerichtet. Das Ergebnis laut Hecht-Hinz: 49 Fahrzeuge beanstandeten die Beamten. Sieben Fahrern ließen sie eine Blutprobe abnehmen, weil die unter Betäubungsmitteleinfluss standen. Zwei Anzeigen gab es wegen eines Fundes von 500 Gramm Cannabis und eines Totschlägers. Zwei Fahrer hatten keine Fahrerlaubnis, zwei weitere keine Versicherung. Zehn Anzeigen gab es wegen Ordnungswidrigkeiten und 42 Kontrollberichte aufgrund fehlender Papiere oder Mängeln an den Fahrzeugen. Das THW Ahrensburg leuchtete während der Dunkelheit die Kontrollstelle aus.

Bettina Albrod

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