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Stormarn Eröffnung der neuen Polizeistation
Lokales Stormarn Eröffnung der neuen Polizeistation
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19:26 03.04.2019
Sie feierten die Eröffnung der Polizeistation Reinfeld: Stephan Albrecht, Michael Demski, Franziska Rohlf, Heiko Gerstmann, Stefan Wulf, Michael und Andreas Rohweder (v. l.). Quelle: Britta Matzen
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Reinfeld

Großer Bahnhof bei der neuen Polizeistation in Reinfeld. Zur Einweihung waren Vertreter der Stadt Reinfeld, des Amtes Nordstormarn, der Feuerwehr und der Polizei geladen. Bürgermeister Heiko Gerstmann, Amtsdirektor Stefan Wulf, Amtswehrführer Bernd Link, Gemeindewehrführer Gerd-Heinrich Riemann, der amtierende Behördenleiter Hans-Jürgen Köhnke, Polizei-Führungsstableiter Bernd Koop aus Ratzeburg und Revierleiter Michael Demski nahmen die neue Dienststelle der Reinfelder Polizei persönlich in Augenschein.

Schusssichere Fenster

Schusssichere Fenster, lichtdurchflutete, große Doppel- und Einzelbüros, Umkleideräume – die neue Polizeistation kann sich sehen lassen. Sogar ein Raum für den sogenannten ersten Angriff wurde eingerichtet. Dorthin werden etwa Alkoholsünder gebracht, denen man eine Blutprobe entnehmen muss. Auch einen Besucherraum gibt es, abgetrennt durch Schallschutzglas, damit der Datenschutz auf der Wache gewährt wird. Funk- und Telefongespräche soll schließlich nicht jeder mithören.

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Büros mit Wohlfühlklima

„Mein neues Büro ist super!“, sagte Marco Treimer, der stolz seinen neuen Arbeitsplatz präsentierte. Aber nicht nur der Oberkommissar ist von den neuen Räumlichkeiten der Polizeistation Reinfeld hin und weg, sondern auch seine Kollegen und Vorgesetzten.

Die Polizei Reinfeld hat ein komplett neues Dienstgebäude bezogen. Es wurde eigens nach den Wünschen der Ordnungshüter gestaltet – nach modernsten Anforderungen in Sachen Sicherheit.

„Hier ist nicht nur ein funktionales Dienstgebäude nach modernen Aspekten des Arbeitsschutzes und der Objektsicherheit entstanden. Ich bin nach einer ersten Begehung zum Ergebnis gekommen, dass es eine Arbeitsstätte ist, die auch ein gewisses Wohlfühlklima hat. Das hat auch ein Stück weit mit Motivation zu tun“, sagte Revierleiter Michael Demski in seiner Eröffnungsrede. Man könne davon ausgehen, dass bei dem einen oder anderen Besucher oder auch Kollegen Neid angesichts des tollen Dienstgebäudes entstehe.

Eigentümer und Vermieter sind die Brüder Rohweder

Die neue Vorzeige-Station der Polizei befindet sich im Barnitzer Weg 10, mitten im Gewerbegebiete gegenüber von Famila. Dort haben Reinfelds Ordnungshüter ein 340 Quadratmeter großes Gebäude bezogen. Im Erdgeschoss befinden sich 215 Quadratmeter, im ersten Geschoss 125 Quadratmeter. Außen gibt es fünf Stellplätze und eine Doppelgarage. Lobende Worte fand Revierleiter Michael Demski auch für die Wahl der Baumaterialien und die wertige Innenausstattung, die mit viel Liebe zum Detail umgesetzt wurde. „Die tragen ganz eindeutig die Handschrift der Brüder Rohweder. Dafür möchte ich meinen Dank aussprechen“, so Demski. Andreas und Michael Rohweder sind die Eigentümer des Gebäudes und Vermieter. „Die Polizei hat für 15 Jahre einen Mietvertrag abgeschlossen“, teilte Architekt Jörg Carstens mit.

So geht es weiter beim Rettungszentrum

Das Rettungszentrum in der Ahrensböker Straße soll saniert werden. Ende des Jahres sollte die Feuerwehr ein Provisorium beziehen, damit die Baumaßnahmen starten können. Doch wie es aussieht, könnte sich der Umzug etwas verzögern. „Das Baugenehmigungsverfahren für die Halle, die auf dem Grundstück des ehemaligen Baustoffhandels Seiler & Lübkert in Bahnhofsnähe errichtet werden soll, zieht sich in die Länge. Wir haben nämlich die Baugenehmigung noch nicht“, teilte Bürgermeister Heiko Gerstmann am Rande der Eröffnung der Polizeistation mit. Probleme mit der Statik der Halle seien der Grund dafür.

„Im Moment sind wir gerade in der Funktionalausschreibung. Wir haben schon Bewerber, die sich das Grundstück ansehen“, so Gerstmann. Es könne auch darauf hinauslaufen, dass der vordere Teil des Gebäudes nicht erhalten bleibe, da ein Platzproblem vorhanden sei und kreative Lösungen gefragt seien. Vor Ende des Jahres rechnet Gerstmann nicht damit, dass Abrissarbeiten starten.

Die Jugendfeuerwehr, der Musikzug und die Kleiderkammer der Feuerwehr können mindestens bis Ende September im Rettungszentrum verbleiben. Danach sollen sie in der Erich-Kästner-Schule untergebracht werden. Auch die Musikschule und der Schachklub, die einen großen Raum im jetzigen Rettungszentrum nutzten, sollen künftig Räumlichkeiten in der Erich-Kästner-Schule nutzen. Die Volkshochschule ist bereits in der ehemaligen Förderschule dort eingezogen. Für das DRK sei die Unterbringung laut Gerstmann noch nicht ganz geklärt. Die DLRG freut sich schon auf den Umzug. „Bei uns sieht es sehr gut aus. Wir haben am nächsten Sonnabend unseren letzten Arbeitsdienst, da machen wir noch Feinschliff. Am 4. Mai ziehen wir um“, freut sich DLRG-Chef Christian Leschert.

Demski dankte auch Stationsleiter Stephan Albrecht, der während der Bauphase ein unentbehrliches Bindeglied zwischen den Bauherren, den ausführenden Firmen und der Polizeiverwaltung gewesen sei. „Dauerhaft präsent zu sein, nebenbei noch Dienststellenleitung und Einsatzdienst zu machen, das kann man mit der Beamtenpflicht ,volle Hingabe’ nur schwerlich beschreiben“, lobte Demski den Stationsleiter.

Alte Räumlichkeiten waren zu klein

Vom Zeitpunkt der Objektsuche bis zum Einzug sind gerade mal zwei Jahre vergangen. „Das ist durchaus rekordverdächtig“, so Demski. Nötig wurde der Umzug, weil die Räumlichkeiten für die Polizei beim Rettungszentrum in der Ahrensböker Straße nach der Schließung der Polizeistation Zarpen einfach zu klein geworden waren.

Polizei mit neuer Telefonnummer

Die neue Polizeistation in der Barnitzer Straße 10 ist sieben Tage die Woche, rund um die Uhr besetzt und telefonisch erreichbar. Die Polizei hat nicht nur neue Räume, sie ist auch unter einer neuen Telefonnummer erreichbar: Diese lautet ab sofort: 045 33/79 34 00.

Britta Matzen

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