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Stormarn Erste Hilfe aus dem Kühlschrank
Lokales Stormarn Erste Hilfe aus dem Kühlschrank
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13:14 09.04.2019
Petra Jürß zeigt die Notfalldose, die im Kühlschrank jeder findet. Quelle: Bettina Albrod
Westerau

Im Notfall zum Kühlschrank: Nach diesem Prinzip funktioniert die Notfalldose, die jetzt auch in Westerau Einzug hält. Die Dose enthält ein Formular, auf dem alle wichtigen Informationen eingetragen werden können. Wenn Retter auf eine nicht mehr ansprechbare Person treffen, können sie sich so schnell darüber informieren, ob Vorerkrankungen bestehen, welche Medikamente der Patient nimmt, ob es Unverträglichkeiten gibt, wer im Notfall informiert werden und wer sich um Hund und Katze kümmern soll. Im Kühlschrank soll die Dose stehen, weil die Küche jeder findet und jeder einen Kühlschrank hat.

Nicht nur für Ältere interessant

„Die Notfalldose ist ein Angebot, das nicht nur für Ältere interessant ist“, erklärt Bürgermeisterin Petra Jürß. „Auch unter jüngeren Menschen gibt es Allergien, Diabetes oder andere Erkrankungen, die bei einer Behandlung berücksichtigt werden sollten.“ Die Dose spricht für sich selbst und liefert schnell und unkompliziert wichtige Informationen. Mit ihr seien viele Themen abgedeckt, um Helfern erste Informationen zu geben, so Petra Jürß. Sie hat deshalb schon Werbezettel im Ort aufgehängt, um auf die Notfalldose aufmerksam zu machen, die es in Westerau von der Gemeinde gibt. „Die ersten Dosen werden kostenlos verteilt“, erklärt die Bürgermeisterin, die zunächst 250 Stück bestellt hat. Die erste Veranstaltung, auf der man die Dose bekommen kann, ist am Donnerstag, 11. April, beim Seniorenkaffee.

Aufkleber weist auf die Dose hin

Die Notfalldose enthält alle wichtigen Informationen. Quelle: ba

„Auch auf den Gemeinderatssitzungen und bei anderen öffentlichen Veranstaltungen wie der Müllsammlung kann man die Dose bekommen, außerdem kann man sie sich bei der Gemeinde abholen“, sagt Petra Jürß. Sie ist von dem Angebot überzeugt. „Man kennt ja selber kaum die Namen der eigenen Medikamente“, hat sie die Erfahrung gemacht, „die sind so kompliziert, dass sie einem in einer Stresssituation nicht so schnell einfallen.“ Sie betrachtet die Notfalldose als ein wichtiges Angebot. „Die sollte jeder haben, der auf Medikamente angewiesen ist“, betont sie. Dazu gehören zwei Aufkleber, die an der Haustür und zusätzlich an der Kühlschranktür darauf hinweisen sollen, dass hier die Dose im Kühlschrank steht. Doch bei dem Thema ist Petra Jürß skeptisch. „Ich glaube nicht, dass sich viele Leute so etwas an die Türen kleben wollen“, sagt sie. „Aber das ist jedem selbst überlassen.“

Immer mehr Menschen lebten in Single-Haushalten, heißt es auf der Website www.notfalldose.de im Internet. Die Notfalldose komme ohne elektronische Daten aus, die gehackt werden könnten, sei für Retter schnell zugänglich und koste nicht viel. Produziert wird die Dose laut Herstellerinfo seit 2014 von einer Hausnotruf-Firma; die Idee hat sich mittlerweile immer weiter verbreitet. Auch viele Apotheken bieten die Dose inzwischen an.

Bettina Albrod

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