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Stormarn SaM-Schüler entdecken die Welt der Forscher
Lokales Stormarn SaM-Schüler entdecken die Welt der Forscher
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14:45 13.06.2019
Tom (9, l.) und Antonio (9) versuchen es mit nassem Zeitungspapier. Quelle: Sandra Freundt
Bad Oldesloe

Ganz vorsichtig tunkte Liona (9) den Geschirrspültabs in ihr mit Wasser und Öl gefülltes Glas, bevor sie ihn dann doch ganz hineinplumpsen ließ. Nicole und Berta (beide 10) beratschlagten sich erst, wie sie das Experiment am besten durchführen, bevor sie loslegten. Zwei Räume weiter klebte Moritz emsig Zeitungspapier zusammen, um so eine tragfähige Brücke zu erstellen. Ihm gegenüber probierten Tom und Antonio (beide 9) den Brückenbau mit nassem Zeitungspapier.

Experimentiertag an der SaM

Nach dem Erfolg des ersten Experimentiertages war klar: Es wird weitere geben – und zwar trotz zwischenzeitlichem Schulleiterwechsel. „Ich musste von der Weiterführung der Aktion nicht überzeugt werden, weil ich sie sofort sehr gut fand“, sagte der neue Direktor Sascha Plaumann.

„Es gilt, die Neugier zu erwecken“

„Es ist sehr wichtig, die naturwissenschaftlichen, sogenannten MINT-Fächer, zu fördern – durch unseren Experimentiertag legen wir durch die Erweckung der Neugier den Grundstein dazu“, betont er. „Natürlich gibt es den Heimat-, Welt- und Sachkundeunterricht, aber einmal im Jahr wollen wir diesen mit dem Experimentiertag besonders hervorheben“, fügt Karen Felkner hinzu. Die Fachschaftsleiterin war es dann auch, unter deren Leitung diese zweite Auflage organisiert worden ist und dabei auch Neuerungen eingeführt worden sind.

Zweite Auflage mit Neuerungen

„Bereits im letzten Jahr hatten wir überlegt, die Gesamtschüler mit einzubeziehen – das haben wir jetzt getan.“ Jeweils drei Schüler aus den je drei fünften und sechsten Klassen unterstützten die Lehrkräfte daher in diesem Jahr bei den Versuchen. Davon profitierten sowohl die Kleinen als auch die Großen. Als zweite Neuerung wurde das klassen-übergreifende Experimentieren eingeführt. „Während wir 2018 noch im Klassenverbund experimentiert haben, haben wir diesmal die einzelnen Klassen in vier Gruppen eingeteilt, sodass zwar alle Schüler alle Angebote genutzt haben, aber zu unterschiedlichen Zeiten. „Das war ganz spannend, denn außerhalb ihres geschlossenen Klassenverbandes in neuen Konstellationen verhielten sich die Schüler doch anders“, hat Konrektorin Uta Düstersiek festgestellt.

Lava-Lampe begeisterte

Zudem hatten die unterschiedlichen Gruppen wissenschaftliche Namensgeber wie Konrad Lorenz, Marie Curie, Albert Einstein und Conrad Röntgen bekommen, über die es im Vorfeld schon Informationen herauszufinden galt. „Das habe ich dann am Experimentiertag in den Unterricht mit eingebaut“, so Uta Düstersiek.

Die Konrektorin bot diesmal das Projekt „Lava-Lampe“ an. „Zunächst vermischten wir Öl mit kaltem, dann mit warmem Wasser und guckten uns die Reaktionen an“, beschrieb Liona diesen Versuch. Spannend wurde es, als in das Gemisch noch ein Geschirrspültabs hineingeworfen wurde. „“Da stiegen dann kleine Bläschen an die Oberfläche, so toll“, strahlte Mieke aus der 4a. Dass sie später ihre Lava-Lampe mit nach Hause nehmen durfte, war ein weiteres Highlight.

Durch Ausprobieren zur Brückenbau-Lösung

Etwas mehr probieren war in den dritten Klassen beim Brückenprojekt angesagt. „Wir sollten aus Zeitungspapier eine Brücke bauen, die eine volle Wasserflasche trägt“, erklärte Moritz aus der 3c. Er setzte dabei auf Klebstoff, Tom und Antonio auf Wasser, einige andere Schüler versuchten es mit der Falttechnik. Erst gegen Ende der Stunde erlöste Karen Felkner die kleinen Forscher und präsentierte mit zwei verschiedenen Faltvarianten die richtige Lösung.

Spaß hatten alle an diesem Tag – und sogar noch etwas gelernt. Für Sascha Plaumann und sein Kollegium ist es keine Frage: Der Experimentiertag soll an der SaM fest etabliert werden.    

Sandra Freundt

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