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Stormarn Fack ju Göhte – Zwei Schulen machen Theater
Lokales Stormarn Fack ju Göhte – Zwei Schulen machen Theater
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14:05 25.04.2019
Vorne in der Mitte steht Luise Scholz (13) alias Charlie, rechts Tobias Nerlich (15) alias Bernd, einem Komplizen von Zeki. Quelle: hfr
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Reinfeld

An der Immanuel-Kant-Schule Reinfeld spielen Jugendliche von der Klassenstufe 5 bis 9 das Original aus dem Film. Co-Regisseure sind Nik Hüttman und Florian Scholz, beide 15 Jahre alt und Schüler der Kooperativen Gemeinschaftsschule (KGS), die seit Jahren selbst Theater spielen.

An der Matthias-Claudius-Schule (MCS) wurde das Manuskript für die Schüler der Klassenstufen 2 bis 4 altersgerecht angepasst. Es heißt dort „Schole is duhm!“. Co-Regisseur ist hier der Bufdi Tristan Bartels und Jen Siemers, der Vater eines Kindes. Die Technik-AG der KGS unter der Leitung von Yannick Wernicke unterstützt beide Schulen und Aufführungen.

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Das Stück selbst wurde wieder von Bettina Becker (Regie) bühnentauglich für die entsprechenden Altersgruppen umgeschrieben. „Das Manuskript für die Grundschulkinder musste auf ein pädagogisch umsetzbares Niveau gebracht werden“, erläutert Bettina Becker. So spielen die Grundschüler die Geschichte identisch zu den Großen, der Fokus liegt aber hier auf einer lustigen Begebenheit.

Endlich mal frech sein

„Interessant war bei den Proben im Vergleich beider Gruppen, dass die Älteren mehr Schwierigkeiten hatten, das antisoziale Verhalten zu spielen, während die Kleinen es als Gaudi empfanden, sich auch mal offiziell frech verhalten zu dürfen“, berichtet die Regisseurin. Insgesamt werde Eltern wie auch Lehrkräften die Perspektive von Schülern auf humorvolle, aber auch nachdenkliche Weise aufgezeigt.

Die Geschichte beruht auf dem Film im Original. Es geht um den Bankräuber Zeki Müller, der sich als Lehrer an der Goethe-Gesamtschule als Hausmeister bewirbt, damit er einen Tunnel zu seiner Beute hinter der Schule graben kann. Fälschlicherweise wird er als Aushilfslehrer eingestellt und erhält mit seiner neuen Kollegin Lissi Schnabelstedt die Schreckensklasse, an der sich alle Lehrkräfte bereits die Zähne ausgebissen haben. Ein Abenteuer entsteht, als Zeki mit unkonventionellem Unterricht die Schüler zum Nach- und Umdenken bringt.

Coole Choreos

In das Theaterstück wurden zwei spektakuläre wie coole Choreografien eingebaut, und die Graffitispraydosen würden auch ausgiebig verwendet, verspricht Regisseurin Becker.

Die Kulissen wurden eigenhändig von Jan Hohmeyer, Vater eines Schülers, angemalt und zusammengebaut, sodass ein rotzfreches Klassenzimmer entstand. Für eine Baustelle wurden 100 Kilo Sand angeschafft und jeder Schüler arbeitete fleißig daran mit.

mc