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Stormarn Fall Ivonne R.: Prozess gegen Ex-Freund beginnt
Lokales Stormarn Fall Ivonne R.: Prozess gegen Ex-Freund beginnt
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19:02 23.10.2019
Seit Ende Oktober 2017 vermisst, Ende April fand man ihre Leiche: Ivonne R. Quelle: hfr
Schlamersdorf/Lübeck

Anklage Mord: Fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Verschwinden von Ivonne R. beginnt jetzt der Prozess gegen ihren Ex-Freund vor dem Lübecker Landgericht. Erster Verhandlungstag vor der I. Großen Strafkammer ist der 24. Oktober. Beginn ist um 9 Uhr in Saal 326 im Gebäude an der Schwartauer Allee.

Die 39-Jährige aus Schlamersdorf bei Bad Oldesloe war im Oktober 2017 spurlos verschwunden, diverse Suchaktionen zum Beispiel auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ blieben erfolglos. Ende April fand dann ein Landwirt in der Feldmark bei Hammoor eine Leiche. Es war die gesuchte Frau. Kurz danach wurde ihr ehemaliger Lebensgefährte aus Rümpel verhaftet. Von diesem hatte sich Ivonne Runge einige Wochen vorher getrennt.

Umzug nach Schlamersdorf

Die Staatsanwaltschaft geht nach dem Ergebnis der Ermittlungen davon aus, dass sich die Frau nach einer mehrjährigen Partnerschaft spätestens Anfang September 2017 endgültig von dem Angeklagten getrennt hatte und eine Beziehung mit einem anderen Mann eingegangen war. Ab dem 30. September 2017 hatte sie eine eigene Wohnung in Schlamersdorf gemietet.

Todesursache unklar

Laut Staatsanwaltschaft besteht der dringende Verdacht, dass der Angeklagte seine Ex-Partnerin am späten Abend des 25. Oktober 2017 bei einem Treffen in dessen Wohnung in Rümpel getötet hat, weil er die Trennung nicht akzeptieren wollte. Daher lautet die Anklage auf Mord aus niedrigen Beweggründen.

Die genaue Todesursache konnte nicht mehr geklärt werden. Der Angeklagte und das Opfer waren am späteren Abend des mutmaßlichen Tattages verabredet gewesen, um Fragen bezüglich einer gemeinsamen Immobilie zu klären. Der Mann behauptet, Ivonne R. später nach Schlamersdorf gefahren zu haben. Er war bereits kurz nach ihrem Verschwinden zum ersten Mal ins Visier der Ermittler geraten, wurde aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Seit dem Leichenfund sitzt der 39-Jährige nun in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Lübeck. Die Staatsanwaltschaft zieht aus den Standortdaten seines Mobiltelefons den Schluss, dass er direkt vor dem Treffen gezielt den späteren Fundort des Leichnams in einem Waldstück in der Nähe des Autobahnkreuzes an der A 1 ausgekundschaftet hat.

Jacke lag bei der Toten

Nach der Tötung der Frau soll der Angeklagte den Leichnam in ihr Auto gelegt haben und mit diesem dann zunächst nach Schlamersdorf gefahren sein, um dort das Handy der Geschädigten zu deponieren. Anschließend soll er den Leichnam bei Hammoor versteckt haben.

Die Staatsanwaltschaft begründet den dringenden Tatverdacht außerdem damit, dass der Leichnam in spezielle Plastiksäcke für leere Öldosen verpackt war, die von einer Entsorgungsfirma ausschließlich an Betriebe der Mineralölwirtschaft ausgegeben werden. Der Angeklagte betrieb eine Tankstelle in Schwarzenbek. Darüber hinaus wurde bei der toten Frau eine Jacke gefunden, die nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft dem Angeklagten gehört.

49 Zeugen und vier Verhandlungstage

Seit seiner Festnahme am 30. April schweigt der Mann. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Gericht hat 15 Hauptverhandlungstage anberaumt und bislang 49 Zeugen sowie vier Sachverständige geladen.

Von mc

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