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Stormarn Bahnquerung Reinfeld: Tunnellösung für Kalkgraben?
Lokales Stormarn Bahnquerung Reinfeld: Tunnellösung für Kalkgraben?
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07:00 14.12.2019
Wird der beschrankte Bahnübergang am Kalkgraben in Reinfeld künftig vielleicht durch eine Tunnellösung ersetzt? Das soll am 16. Dezember im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert werden. Quelle: UKK
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Reinfeld

Der Zugverkehr wird mit der festen Fehmarnbelt-Querung in Reinfeld erheblich zunehmen. Das wurde im Stadtentwicklungsausschuss im November deutlich, als die Bahn zu Gast war. Bis 2030 sind 188 Züge am Tag für die Strecke prognostiziert, 88 davon sollen lange Güterzüge sein. Derzeit rauschen täglich rund 100 Personenzüge durch Reinfeld plus 20 Güterzüge. „Da die meisten Züge tagsüber fahren werden, bedeutet das, dass in naher Zukunft etwa alle fünf Minuten ein Zug kommt“, hat Dr. Stefan Weber (SPD), Stadtentwicklungsausschussvorsitzender, ausgerechnet. Da die Bahnschienen den südlichen und nördlichen Teil Reinfelds wie eine Schneise trennen, stelle sich die berechtigte Frage, wie man in der Karpfenstadt künftig von A nach B komme. Im nächsten Stadtentwicklungsausschuss am Montag, 16. Dezember, um 19 Uhr im Sitzungssaal des neuen Rathauses wollen die Fraktionen verschiedene Bahnquerungsmöglichkeiten diskutieren. Auch Lärmschutz steht auf der Agenda.

„An der Feldstraße haben wir die Bahnbrücke geplant. Und am Bahnhof selbst die Fußgängerbrücke. Das kommt etwa 2023, da sind bereits alle Verträge unterschrieben, und die Planung ist schon durch“, erläutert Weber. Es komme nur noch darauf an, wann die Bahn das Baufenster freigebe. „Zentraler Punkt ist: Die Brücke muss fertig sein, wenn die feste Fehmarnbelt-Querung kommt“, so Weber.

Einspuriger Tunnel am Kalkgraben

Die Ausschussmitglieder wollen sich außerdem für den Erhalt des Bahnübergangs Fünfkaten/Lokfelder Damm einsetzen. Dahingehend wolle auch die CDU einen Antrag stellen, so Weber. „Der zweite Punkt, der wichtig ist: Dass wir überlegen, wie man beim Kalkgraben weiterkommt. Wir wollen ja nicht, dass wir in zehn Jahren nur noch bei der Brücke queren können.“ Die Querung Kalkgraben sei auch für Rettungsfahrzeuge wichtig. Weber will dem Ausschuss deshalb einen Vorschlag unterbreiten. „Man sollte die Querung am Kalkgraben langfristig durch einen Tunnel an derselben Stelle ersetzen. Aus meiner Sicht kommt es nicht darauf an, eine besonders große Lösung anzupeilen. Ich denke, es würde ausreichen, wenn wir einen Tunnel haben, der einspurig ist mit Ampellösung. Dann hat man immer noch eine bessere Querung als mit den Bahnschranken.“ Zuständig sei in letzter Konsequenz beim Kalkgraben allerdings nicht die Stadt Reinfeld, sondern die Bahn zusammen mit dem Land, weil es eine Landesstraße sei. „Die Stadt muss sich allerdings politisch darum bemühen.“

Lärmschutz: Reinfeld ist Verlierer der Entwicklung

Beim Thema Lärmschutz steht Reinfeld nach Auskunft von Stefan Weber als großer Verlierer da. „Reinfeld liegt zwischen den Neubaustrecken und bleibt Bestandsstrecke.“ Da gebe es zum einen von Hamburg bis Bad Oldesloe die S4-Planung. Auf der anderen Seite die feste Fehmarnbelt-Planung, die von Lübeck bis Fehmarn reiche. „Das Stück von Oldesloe bis Lübeck ist von neuen Planungen quasi ausgespart. Das heißt, dass die strengen Richtlinien und Standards auf Neubaustrecken für den Bereich Oldesloe bis Lübeck nicht gelten. Das ist natürlich nachteilig.“

Es gibt zwar ein bundesweites Programm zur Lärmschutz-Nachsanierung, bei dem Standorte mit Punkten ausgestattet werden. Stefan Weber: „Bei dem Programm ist Reinfeld immerhin dabei. Von maximal 150 Punkten haben wir aber nur zwölf Punkte. Aus Sicht der Bahn ist Reinfeld demnach vielleicht 2030 oder 2040 irgendwann mal dran mit der Nachsanierung. Es sei denn man erreicht über politische Aktivitäten eine höhere Priorität.“

Von Britta Matzen

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