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Stormarn Feuer in Notunterkunft für Flüchtlinge – Polizei schließt Brandstiftung nicht aus
Lokales Stormarn Feuer in Notunterkunft für Flüchtlinge – Polizei schließt Brandstiftung nicht aus
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09:19 05.08.2019
Ein Feuer in einer städtischen Notunterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Ahrensburg hat am frühen Sonntagmorgen für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt.
Ein Feuer in einer städtischen Notunterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Ahrensburg hat am frühen Sonntagmorgen für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt. Quelle: Peter Wüst/rtn
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Ahrensburg

Gegen fünf Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und traf kurze Zeit später an der Notunterkunft Reeshoop in Ahrensburg ein: „Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits hohe Flammen aus dem Eingangsbereich und dem Dach empor, mehrere Hausbewohner hatten sich in Sicherheit gebracht und standen vor dem Gebäude“, sagte Jan Haarländer, Einsatzleiter der Feuerwehr.

Unter Atemschutz rückten die Feuerwehrleute im Außenangriff mit mehreren Trupps gegen die hohen Flammen vor. Auch eine Drehleiter wurde mit einem Wasserwerfer in Bereitstellung gebracht. Immer wieder loderten Flammen aus dem Dachbereich und dem Giebel heraus.

Um auch noch die verblieben Brandnester abzulöschen, wurde das Wellblechdach geöffnet und die Holzverkleidungen entfernt. Zur Unterstützung der Ortswehren Ahrensburg, Wulfsdorf und Ahrensfelde wurde schlussendlich auch die Freiwillige Feuerwehr Bünningstedt alarmiert.

Anschließend wurde ein Radlader des Technischen Hilfswerks aus Eutin angefordert. Er soll die Brandruine einreißen, damit die Feuerwehr ein Wiederentzünden der Flammen ausschließen kann.

Polizei schließt Brandstiftung nicht aus

Durch das Feuer sind zwei der Bewohner verletzt und vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Bei einer der Personen besteht der Verdacht einer Rauchgasvergiftung. Die zweite Person hat sich beim Sprung aus dem Fenster am Fuß verletzt.

Die geretteten Personen wurden vom Rettungsdienst betreut: „Die unmittelbar von dem Brand betroffenen Menschen erhalten von der Stadt eine neue Unterkunft, das Ordnungsamt kümmert sich bereits darum“, sagte Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach, der seinen Urlaub unterbrochen, und zur Brandstelle geeilt war.

Ein Feuer in einer städtischen Notunterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Ahrensburg hat am frühen Sonntagmorgen für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gesorgt.

Die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten dauerten noch bis zum Sonntagnachmittag an. Zuletzt riss ein angeforderter Bagger der THW-Ortsgruppe Eutin aus Sicherheitsgründen die einsturzgefährdete Brandruine ein.

Betreut wurden die etwa 70 Rettungskräfte vom Versorgungszug des ASB Stormarn, welcher mit Kaffee, Getränken, Würstchen sowie geschmierten Brötchen für das leibliche Wohl der Einsatzkräfte sorgte. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und schließt eine Brandstiftung nicht aus.

Peter Wüst / MOPICS

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