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Stormarn „Wunderheilerin“ betrügt Frau aus Glinde um mehr als 10.000 Euro
Lokales Stormarn „Wunderheilerin“ betrügt Frau aus Glinde um mehr als 10.000 Euro
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14:45 07.11.2019
Die 65-Jährige Frau aus Glinde wurde um einen Großteil ihres Vermögens gebracht. Quelle: Foto: imago images / imagebroker (Symbolbild)
Glinde

Krankheitsdiagnose und Heilung innerhalb weniger Minuten: Mit Bauernfängermethoden hat eine angebliche Wunderheilerin in Glinde eine 65-Jährige Frau um eine fünfstellige Summe Bargeld gebracht.

Die Seniorin war nach Mitteilung der Polizei vom Donnerstag am Dienstag gegen 15 Uhr auf dem Glinder Markt von der Verdächtigen angesprochen worden. „Sie hat der Geschädigten auf den Kopf zugesagt, dass sie schwer krank sei“, sagt Rena Bretsch, Sprecherin der Polizeidirektion in Ratzeburg.

Ganz „zufällig“ sei dann eine weitere Frau hinzu gekommen. Die habe berichtet, wie sie durch bloßes Handauflegen der Heilerin wieder gesund geworden sei. Dazu müsse die Wundertäterin allerdings Geld in die Hand nehmen, sonst wirke das Wunder nicht.

Geld wurde in ein „heiliges Handtuch“ gewickelt

Die 65-Jährige ließ sich davon überzeugen, holte eine große Menge Bargeld von der Bank ab und übergab das Geld der Heilerin, welche die Scheine dann in ein „heiliges Handtuch“ wickelte und dabei ein Gebet murmelte. Anschließend überreichte sie das Bündel der Glinderin.

Erst am nächsten Tag habe die Frau dann festgestellt, dass ein Teil ihres Geldes fehlte. „Als sie den Rest wieder bei der Bank einzahlen wollte, wurde festgestellt das es sich dabei jetzt um Falschgeld handelte“, so Polizeisprecherin Bretsch. Der Frau sei dadurch ein Schaden im „unteren fünfstelligen Bereich“, also mindestens 10 000 Euro entstanden.

Die vorgebliche Wunderheilerin wird als 1,60 bis 1,65 Meter groß beschrieben, russisch sprechend und zwischen 50 und 55 Jahre alt sein. Sie hat grüne Augen, trug eine Brille, eine schwarze Winterjacke und eine schwarze Hose. Ihre offensichtliche Komplizin soll etwa gleich alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß, schlank und ebenfalls russisch sprechend sein. Die trug einen schwarzen Mantel, eine schwarze Hose und eine schwarze Mütze.

Letzter Fall dieser Art 2017 in Ahrensburg

Die Kriminalpolizei in Reinbek hat die Ermittlungen dazu aufgenommen und sucht jetzt Zeugen. Wer im genannten Tatzeitraum Beobachtungen auf dem Glinder Markt gemacht hat oder Hinweise geben kann, meldet sich bitte unter der Telefonnummer 040 / 727 70 70.

Die Polizei rät zu äußerster Vorsicht, denn Betrüger denken sich immer neue Maschen aus. Auch über Betrügerinnen, die sich gegenüber ihren Opfern als Wunderheilerin ausgeben, wird bundesweit immer wieder berichtet. Im Kreis Stormarn hatte es einen ähnlichen Fall zuletzt im Juli 2017 in Ahrensburg gegeben.

Von Oliver Vogt

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