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Stormarn Stormarner unterrichtet in Dorfschule in Ghana
Lokales Stormarn Stormarner unterrichtet in Dorfschule in Ghana
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07:00 25.08.2019
Noah Braun (19) aus Meddewade geht für ein Jahr im Rahmen eines Freiwilligendienstes an eine Schule in Ghana. Quelle: Susanna Fofana
Meddewade

Noah Braun (19) ist auf dem Weg in das bisher größte Abenteuer seines Lebens. Der Abiturient aus Meddewade möchte den afrikanischen Kontinent erobern. Oder zumindest erst einmal ein Jahr lang während eines Freiwilligendienstes in Ghana in Westafrika.

„In der zehnten Klasse habe ich den Gedanken entwickelt, nach dem Abitur nach Afrika zu gehen und dort zu unterrichten“, erzählt Noah von seinem Traum. Als der Abi-Termin an der Oldesloer Ida-Ehre-Schule näher rückte, schaute er sich konkreter um. Auf einer Auslandsmesse in Hamburg wurde der Meddewader fündig.

Ein Viertel der Kosten werden durch Spenden gedeckt

Der 19-Jährige: „Eine Organisation war mir gleich sympathisch und es hat auch funktioniert.“ Doch bevor er die Reise in die fremde Kultur antreten konnte, musste er 25 Prozent der Kosten des geplanten Freiwilligendienstes per Sponsoring durch Familie und Freunde auftreiben. Auch das klappte. Die anderen 75 Prozent übernimmt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Noah: „Mit Ghana habe ich nun die Möglichkeit, eine komplett andere Kultur hautnah zu erleben und außerdem den Alltag eines Lehrers zu erforschen – und das in einem komplett anderen Land.“ Der Abiturient weiter: „Ich möchte dieses Jahr nutzen, um ein wenig aus meiner Komfortzone herauszutreten und Erfahrungen zu sammeln.“

Der Unterricht findet auf Englisch statt

Sein Mentor ist ein junger Lehrer aus Ghana. Den 26-Jährigen lernte Noah bereits bei einem Vorbereitungsseminar in Bonn kennen. Der Meddewader: „Wir haben uns supergut verstanden. Es ist ein cooles Gefühl, ihn jetzt wiederzusehen.“ Unterrichten soll Noah als Unterstützung der Lehrer Kinder von der Vorschule bis zur siebten Klasse. Alle Fächer werden auf Englisch unterrichtet.

Die Schule trägt den Namen „Royal Academy“. Es ist eine von der Dorfgemeinschaft gegründete Schule im 1000-Einwohner-Dorf Wusuta in der Nähe des Volta-Stausees. Wohnen wird Noah – wie eine zweite Freiwillige aus Süddeutschland – in einer ghanaischen Familie in Wusuta. Die anderen vier von insgesamt sechs Freiwilligen aus Deutschland wohnen im Nachbarort.

Der Meddewader will ein Anti-Plastik-Projekt unterstützen

Flug, Wohnen und Verpflegung sowie 100 Euro Taschengeld im Monat werden aus dem Projekt bezahlt. Da Noah noch etwas Spendengeld übrig hat, will er dies gleich in ein örtliches Anti-Plastik-Projekt stecken. Der 19-Jährige: „Kinder fangen an, Plastikmüll einzusammeln, und bekommen etwas dafür.“ Zum Beispiel Kugelschreiber oder Collegeblöcke. Der Müll geht dann an eine Recyclingfirma.

Die 14 Wochen Schulferien in Ghana will der Meddewader „gut nutzen, um zu reisen.“ Seine Bilder und Erlebnisse will er in seinem Internet-Blog Noahgehtghana.blogspot.com oder bei Instagram noahbraun_ mit anderen teilen. Noah bringt übrigens schon ein klein wenig Afrika-Erfahrung mit in sein Ghana-Abenteuer: mit seiner Familie hat er schon zweimal Urlaub in Kenia gemacht.

Info:www.weltwaerts.de

Von Susanna Fofana

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